Wie sich die eher herkömmliche Welt der Print– oder AV-Medien mit den heutigen multimedialen Möglichkeiten anreichern lässt, das zeigt regelmäßig www.interactivenarratives.org auf. Dazu führt das Online-Projekt beispielhafte journalistische Beiträge aus der — US-amerikanischen — Praxis auf, die wirkliches „online visual storytelling“ praktizieren. Und das ist wirklich tief beeindruckend, was sich auf der Seite entdecken lässt und was amerikanische Medien fernab der großen deutschen Augen tagtäglich produzieren.
Allein die Reportage über die rapide städteplanerische Entwicklung der chinesischen Hauptstadt Peking sowie der Spielstätten zur diesjährigen Sommer-Olympiade, die jeweils eng Text, Radio-Streaming, Dia-Shows und Animationen miteinander verknüpfen, machen deutlich, dass selbst deutsche Qualitäts-Onlinemedien noch ziemlich am Anfang des Online-Journalismus-Zeitalters stehen. Aber warum sollte dies im Journalismus auch anders sein, wenn unser (einstiges) Land der Dichter, Denker und Entwickler auch bei der Internet-Nutzung und speziell im Mitmachweb eher bescheidene Mittelfeldplätze im internationalen Vergleich einnimmt?


Wirklich ein guter Tipp. Hab mir die Seite mal angesehen –die Amis könnens halt!
@Spielstaetten: Ja, die Amis sind im Bereich interaktiver Journalismus uns definitiv eine Runde voraus. Obwohl mir auf dieser Site auch ein paar europaeische Beispiele — z.B. von El Pais — gut gefallen haben. Deutsches habe ich dazu aber nicht entdeckt .…