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Bogota-​​Flughafen, vor zwei Tagen:

Ich hasse Rei­se­fu­eh­rer. Da behaup­ten alle Rei­se­fu­eh­rer — zumin­dest die zwei deutsch­spra­chi­gen, die ich kenne — fel­sen­fest, dass die beste Rei­se­zeit Anfang Dezem­ber sei, da dann die Tro­cken­zeit anfinge. „No, no“, lacht schon der Taxi­fah­rer, der mich in sei­nem klap­pern­den Ford vom Flug­ha­fen durch die regen­nas­sen Stras­sen gen Innen­stadt kut­schiert. „Jetzt ist noch Regen­zeit. Die Tro­cken­zeit faengt erst in zwei Wochen an.“ Tolle Begruessung.

Und dies nach 15 Stun­den Flug, 9 davon in net­ter Beglei­tung einer jun­gen Kolum­bia­ne­rin — viel­leicht 6–7 Jahre alt -, die die Enge der Iberia-​​Maschine, die Zae­hig­keit von Lang­stre­cken­flue­gen, die doch sehr begrenzte Freund­lich­keit in Kom­bi­na­tion mit doch sehr begrenzt lecke­rem Flugzeug-​​Kulinarischem zu einem fast dau­er­haf­ten Frage-​​Antwort-​​Spiel-​​Prinzip ver­wan­delte. Immer­hin konnte so meine ver­ges­se­nen Spanisch-​​Kenntnisse aus dem tie­fen Loch der Ver­gess­lich­keit auf ein unte­res Mit­tel­ni­veau hoch pus­hen — auch wenn meine Gedan­ken noch Traeu­men und Rea­li­tae­ten gehoerten.

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Kommunikationsberater, Journalist, Autor, Dozent, Reisender, Lebensliebhaber, Trapezartist zwischen Off- und Online-World

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