„Finanzkrise“ ist das Wort des Jahres 2008. So hat es die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbanden entschieden und damit für alles andere als eine Überraschung gesorgt. Die zehn Jurymitglieder, bestehend aus Vorstand und Mitarbeitern der GfdS, küren alljährlich das Wort des Jahres und wollen damit eine „sprachliche Chronik des zu Ende gehenden Jahres“ abbilden.
Blickt man auf die „Top Ten“, stellt man fest, dass sich dort überwiegend Begrifflichkeiten mit negativer Auspräung finden: Neben der Finanzkrise stehen„verzockt“, „Datenklau“, Nacktscanner“ oder „Rettungsschirm“ auf den vorderen Plätzen. Einzig Obama’s Claim „Yes, we can“ trotzt dem sprachlichen Negativismus der ersten zehn Plätze.


Naja, ich wusste auch nicht, dass „yes, we can“ ein einziges Wort ist. Aber diese Sprachforscher scheinen ja flexibel zu sein. Interessant waere herauszufinden, ob es auch in den USA solch eine Wahl gibt — und ob da Obamas Claim eine Chance hatte — oder doch zu politisch fuer die Amis war.