Trotz weiter Ausschnitte, extrem kurzer Roecke — das nennt sich Rock? — und koerperbetontem Salsa-Tanzen darf man nicht vergessen, dass Kolmbien ein erzkatholisches Land ist. Als ich gestern durch Popayan gelaufen bin, gab es dort gleich mehrere Kirchen ganz nahe beieinander. Alle waren am Sonntag rappelvoll — Junge und Alte, Familien und Kinder, Salsa-Taenzerinnen und nachpfeifende Taxifahrer. Alle im tiefen Glauben, einer durchaus gelebten Religiositaet eng miteinander verbunden.
Man braucht sich nur ein paar Minuten vor eine Kirche setzen und die Passanten beobachten: Fast jeder und jede wird sich beim Anblick des Gotteshauses bekreuzigen. Dass diese Haltung gerade im Dezember und damit in der Vorweihnachtszeit besonders ausgepraegt ist, kann sich jeder denken.

