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Pflichtlektüre für Nachwuchsjournalisten

Wer den Journalisten-​​Traum in sich trägt und sich nach sei­nen eige­nen künf­ti­gen Mög­lich­kei­ten fragt, dem ist die Dezember-​​Ausgabe des „medium maga­zins“ — lei­der kein Direkt­link auf Aus­gabe mög­lich ;-( —  sehr ans Herz gelegt, die ich jetzt erst gele­sen habe - Kolum­bien sei dank.

Gerade Ste­fan Nig­ge­meier zeigt in sei­nem Bei­trag „Auf eigene Faust“ auf, wo künf­tige Chan­cen lie­gen. Schließ­lich erlaube die Tech­nik es heute klei­nen Leu­ten bei rich­ti­gem Enga­ge­ment etwas zu tun, wozu frü­her nur große Kon­zerne fähig waren, wie die Erfolgs­ge­schich­ten der Jour­na­lis­ten Matt Drudge mit sei­ner News­site „Drudge Report“ oder Peter Turi mit sei­nem Medien-​​Service „Turi2“ belegen.Daher fragt er sich auch zurecht, warum diese Chan­cen gerade in Deutsch­land so wenig genutzt werden: „Es ist erstaun­lich, in welch gerin­gem Maße deut­sche Jour­na­lis­ten, auch junge, von ihren Mög­lich­kei­ten Gebrauch machen.“

Da zu müss­ten aber jetzt auch end­lich die Jour­na­lis­ten­schu­len aus ihrem Tief­schlaf auf­wa­chen und diese neuen Mög­lich­kei­ten in ihre Lehr­pläne inte­grie­ren. Ansons­ten wird man dort wei­ter­hin nur den unwahr­schein­li­chen Fall ver­mit­teln, dass alle Schul­ab­gän­ger spä­ter bei ARD, RTL, Zeit, Bild und SZ unter­kom­men. Schön wäre es für diese ja. Nur haben sich die Zei­ten nicht etwas geändert?

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Kommunikationsberater, Journalist, Autor, Dozent, Reisender, Lebensliebhaber, Trapezartist zwischen Off- und Online-World

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3 Kommentare zu “Pflichtlektüre für Nachwuchsjournalisten”

  1. Lars sagt:

    Nicht nur die Unter­richts­ge­stal­tung, vor allem auch die Aus­wahl des Lehr­stof­fes ist an vie­len Jour­na­lis­ten­schu­len — um es vor­sich­tig zu for­mu­lie­ren — etwas ange­staubt. Mag ja sein, dass Pro­fes­sor XY 1976 mal Medi­en­in­ten­dant für den Deut­schen Hör­funk­ver­band war — aber muss man sowas lehren?

    Was hier fehlt sind prak­ti­sche und prak­ti­ka­ble Lehr­stoffe, die die jun­gen Jour­na­lis­ten nicht nur auf das harte Leben „da drau­ßen“ vor­be­rei­ten, son­dern auch die nötige Fle­xi­bi­li­tät und Innovativität.

    Mich hat nichts auf diese erste Begeg­nung vor­be­rei­tet und ich habe mich von prak­tisch allem, was ich gelernt habe abge­wandt und es auf eigene Faust noch mal ange­fan­gen. Ich hätte mir einige Jahre teu­rer Bil­dung schen­ken können.

  2. Dominik sagt:

    @Lars: Und haben nicht die Unis und Fach­hoch­schu­len eigent­lich den Auf­trag, die Stu­dis auf den künf­ti­gen Job vor­zu­be­rei­ten? Das heißt, sowohl in der Theo­rie als auch in der Pra­xis wie es über­all so schön geschrie­ben steht? Aber viel­leicht mei­nen die dann die Pra­xis aus dem Jahre 1976 .…

  3. Lars sagt:

    Ich habe ein­fach die Erfah­rung gemacht, mass man weder auf der Uni, noch auf der Jour­na­lis­ten­schule brauch­bar auf die Rea­li­tät vor­be­rei­tet wird. Der Stoff ist — wenn denn durch Zufall mal aktu­ell — völ­lig theo­re­ti­siert und meist am Kern des Punt­kes vor­bei. People skills? Unbe­kannt. Moder­nes Ver­lags­we­sen? Inter­es­siert kei­nen. Inter­net­kor­re­spon­denz? Das ist doch keine Literatur!

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