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Ich sehe, was du tippst — Google Wave macht Mailing in Echtzeit möglich.

Aller Anfang ist schwer
Um Google Wave über­haupt nut­zen zu kön­nen, gilt es, die erste Hürde zu über­win­den. Da es sich momen­tan noch in einer Test­phase befin­det, wird der Zugang nicht jedem Inter­net­nut­zer gewährt. Um sich einen Account anle­gen zu kön­nen, braucht man eine Ein­la­dung, eine „Invite“. Diese bekommt man jedoch nur von einem bereits regis­trier­ten Mit­glied, oder man bean­tragt sie. Wir recher­chie­ren und las­sen uns von Lars, einem Bekann­ten, die Ein­la­dung schi­cken, um das Pro­gramm unter die Lupe neh­men zu können.

Der erste Ein­druck
Nach einer kur­zen Regis­trie­rung auf www.gwave.com, die nicht sehr kom­pli­ziert ist, öffnet sich die Inter­net­seite. Der Auf­bau ist sim­pel, es sind vier Fens­ter zu sehen: „Con­ta­cts“, „Navi­ga­tion“, „Inbox“ und „Wave“. Wir bemer­ken, dass das ganze Pro­gramm auf Eng­lisch ist. Für uns ist das kein Pro­blem. Kann man aller­dings kein Eng­lisch, ist hier Schluss. Die Sprach­kennt­nis ist Vor­aus­set­zung, da auch alle im Pro­gramm ent­hal­te­nen „Tuto­ri­als“ (Lehr­vi­deos) auf Eng­lisch sind.

Eine „Wave“ star­ten
Um eine Sit­zung zu begin­nen, öffnet man eine soge­nannte „Wave“ (zu Deutsch „Welle“). Wir haben nun theo­re­tisch die Mög­lich­keit, mit belie­big vie­len Per­so­nen in Echt­zeit zu kom­mu­ni­zie­ren, Dateien aus­zu­tau­schen und zu arbei­ten. Dazu wählt man aus sei­ner Kon­takt­liste („Con­ta­cts“) die gewünsch­ten Per­so­nen aus und lädt sie ein, an der „Wave“ teil­zu­neh­men. Dabei fällt uns auf, dass wir gar keine Kon­takte haben und das Pro­gramm für uns noch kei­nen Sinn ergibt.

Also machen wir uns auf die Suche nach Lars, um die Mög­lich­kei­ten einer „Wave“ tes­ten zu kön­nen. Über eine Such­funk­tion, die sich auch im „Contacts“-Fenster befin­det, geben wir seine Mail­adresse ein und wer­den sofort fün­dig. Lars ist sogar online. Jetzt steht der ers­ten „Welle“ nichts mehr im Weg.

Die vir­tu­elle Kon­fe­renz
Wir laden Lars zu unse­rer „Wave“ ein und begin­nen einen Text zu schrei­ben. Plötz­lich sehen wir, wie der Text ver­än­dert wird – von Lars, er kann direkt auf unser Doku­ment zugrei­fen. Im nächs­ten Moment befin­det sich ein Bild in der „Wave“. Spä­ter folgt ein Video. Lars hat die Funk­tion „Hoch­la­den“ benutzt und andere Medien direkt mit unse­rer Kon­fe­renz ver­knüpft. Das sind die grund­le­gen­den Funk­tio­nen einer „Wave“. Es gibt noch viele Bau­steine (Gad­gets genannt), mit denen man die Wave belie­big erwei­tern kann.

Der Haken eines Test­pro­gramms
Wie der Name „Test­pro­gramm“ schon sagt, steckt das Pro­gramm noch in den Start­lö­chern, so dass Kin­der­krank­hei­ten nicht aus­blei­ben. Das bedeu­tet, dass Google viele Funk­tio­nen ste­tig bear­bei­tet. Wir bekom­men das zum ers­ten Mal mit, als der „Mute-​​Button“ (Stumm­funk­tion) plötz­lich „Unfol­low“ heißt (eine Funk­tion, um eine Wave aus dem Post­fach zu ent­fer­nen). Der „Google Wave“-Nutzer muss also stän­dig auf dem neus­ten Stand sein, um nicht den Über­blick zu ver­lie­ren. Zudem kann es vor­kom­men, dass Funk­tio­nen plötz­lich aus­fal­len und man das Pro­gramm neu star­ten muss.

Mit­tes­ten?
Gene­rell kön­nen wir sagen, dass „Google Wave“ auf einer prak­ti­schen und wirk­lich guten Idee basiert. Der Vor­teil des Pro­gramms ist die erleich­terte Pla­nung. Ob es sich um die bevor­ste­hende Geburts­tags­feier han­delt oder um eine Prä­sen­ta­tion für die Uni, man kann trotz räum­li­cher Ent­fer­nung direkt zusam­men arbeiten. Die Nut­zung des Pro­gramms ist aber bes­ser abzu­war­ten, da es noch nicht aus­ge­reift ist. Wer trotz­dem in die Test­phase ein­stei­gen möchte, muss sich mit wenig Benut­zer­freund­lich­keit abfin­den und bereit sein, seine Kennt­nisse immer wie­der zu aktualisieren.

Daten und Fakten:

  • Am 27. Mai 2009 wurde Google Wave zum ers­ten Mal auf der Google-​​Entwicklerkonferenz in San Fran­cisco vor­ge­stellt. Hier das Video.
  • Ent­wick­ler des Pro­gramms sind die Brü­der Jens und Lars Ras­mus­sen. Zuvor lie­fer­ten die bei­den Aus­tra­lier die Grund­lage für Google Maps.
  • Der Beta­test, der auf eine End­nut­zer­zahl von 100.000 Usern begrenzt ist, star­tete am 30. Sep­tem­ber 2009.
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Geschrieben von

Catharina Lutze und Ariane Gasch schrieben gemeinsam diesen Beitrag im Rahmen einer Übung im Fach "Online 1" an der FH Hannover

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Ein Kommentar zu “Ich sehe, was du tippst — Google Wave macht Mailing in Echtzeit möglich.”

  1. Die Aus­sage „Wer trotz­dem in die Test­phase ein­stei­gen möchte, muss sich mit wenig Benut­zer­freund­lich­keit abfin­den“ stimmt absolut. :-)

    Wave ist noch weit vom Pro­duk­tiv­sta­tus ent­fernt, schließ­lich ist es ja noch kein Release Can­di­date, noch nicht mal eine Bate. Wave ist ja zunächst nur als „Pre­view“ raus­ge­gan­gen — und mehr ist es momen­tan auch nicht. Funk­tio­nen und vor allem die Geschwin­dig­keit las­sen mehr als zu wün­schen übrig — geben aber eine gute Vor­schau auf das, was Google als einen wei­te­ren Schritt in Rich­tung Uni­fied Mes­sa­ging Ser­vices ver­steht: die Ver­knüp­fung von Echt­zeit­kom­mu­ni­kai­ton inner­halb eines Tools. Wenn dann in einem nächs­ten Schritt noch Tools wie Google Voice inte­griert wer­den (steht ja bereits in den Start­lö­chern), dann wird Wave eine ernst­zu­neh­mende Geschichte.

    PS: Die Zahl 100.000 halte ich für künst­lich klein gehal­ten. Mitt­ler­weile sind sicher­lich schon deut­lich mehr Testac­counts im Umlauf — aber hier will Google den Hype wohl noch ein biss­chen hoch halten :-)

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