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Schwimmende Stände und Männerparken: Kurioses auf deutschen Weihnachtsmärkten

Wün­schen Sie sich nicht auch manch­mal ihren nör­geln­den Part­ner wäh­rend des Weihnachts-​​Shoppings ein­fach irgendwo zu par­ken und spä­ter wie­der abzu­ho­len? Die­sen Traum kön­nen Sie sich jetzt in Celle erfül­len. Und auch andere Weih­nachts­märkte in ganz Deutsch­land bie­ten mehr als das obli­ga­to­ri­sche Glüh­wein­trin­ken. Eine Reise über die erstaun­lichs­ten Erfin­dun­gen auf unse­ren Weihnachtsmärkten. Die erste Etappe führt in den Nor­den des Landes.

Tau­sche Mann gegen Abhol­schein
Clau­dias Vor­schlag mal wie­der über den Weih­nachts­markt zu schlen­dern, stößt bei ihrem Mann Tho­mas auf wenig Wohl­ge­fal­len. Ein­tau­chen in die Men­schen­ma­ßen, hier mal schauen, da etwas suchen– nichts für ihn. Der Gedan­ken an „oh du fröh­li­che“ läst ihn schwarz sehen. Gut, dass es in Celle die „Oase der Ruhe gibt“.

Clau­dia, gibt ihren Shop­ping­muf­fel Tho­mas gegen eine Wert­marke dort ab — damit sie ihn auch wie­der fin­det — und sucht in Ruhe nach ihren letz­ten Geschen­ken. Im Holz­haus küm­mert sich geschul­tes Per­so­nal um Tho­mas und seine Lei­dens­ge­nos­sen. Die shopping-​​geplagten Män­ner kön­nen dort Fuß­ball schauen, Kicker spie­len oder in Ruhe ein genüss­li­ches Bier trin­ken. Als Clau­dia  ihren Tho­mas wie­der abholt sind beide ent­spannt und zufrie­den. Der weih­nacht­li­che Fami­li­en­frie­den ist für die­sen Abend gesichert.

Nur wenige Meter von der Oase der Ruhe ent­fernt, geht es tur­bu­len­ter zu. Die Weihnachtsmann-​​Meisterschaft fin­det auch in die­sem Jahr wie­der statt. Viele ver­schie­dene Dis­zi­pli­nen for­dern die Anwär­ter her­aus. So gilt es beim Kin­der­trös­ten zwei auf­ge­löste Kin­der zu beru­hi­gen oder beim Kufen­wech­sel Geschick bei der Repa­ra­tur des Ren­tier­schlit­tens zu bewei­sen. Der Sie­ger darf als Ober-​​Weihnachtsmann auf dem Markt­platz der Resi­denz­stadt Celle die Men­schen begeistern. Eine andere Figur fas­zi­niert die Men­schen in Lohr im Spessart…

Mär­chen­hafte Weih­nacht mit Schnee­witt­chen
„Haut so weiß wie Schnee, Lip­pen so rot wie Blut und Haare so schwarz wie Ebenholz“. Die Rede ist natür­lich von Schnee­witt­chen. Und diese Märchen-​​Schönheit spa­ziert zusam­men mit ihren Zwer­gen über den Weih­nachts­markt in Lohr. Unter dem Motto „Schnee­witt­chens Schloss­weih­nacht“ wird der ganze Markt in eine Mär­chen­welt ver­wan­delt. Vor der Kulisse eines Zwer­gen­hau­ses, eines gro­ßes Lager­feu­ers und eines Mär­chen­zelts kann man in die Fan­ta­sie­land­schaft eintauchen.

Pas­send dazu kön­nen Besu­cher Spe­zia­li­tä­ten wie Lie­besäp­fel, Hexen­bier und Zwer­gen­ves­per pro­bie­ren. Der Hin­ter­grund für das Mär­chen­thema: In Lohr ist man sich sicher, dass sich das Mär­chen von Schnee­witt­chen in die­ser Region abspielte.

Schiffs­weih­nacht mit Köl­ner Altstadt-​​Panorama
Im 250km ent­fern­ten Köln dringt ein dump­fes Tuten dringt durch die Alt­stadt. Ange­legt und einige Meter von den ande­ren weih­nacht­lich gestal­te­ten Plät­zen ent­fernt, liegt der schwim­mende Weih­nachts­markt der Stadt. Meh­rere Eta­gen und 40 Stände laden zum advent­li­chen Stö­bern ein. Von der Was­ser­lage der „MS Wap­pen Köln“ erhascht man den ein­drucks­volls­ten Blick auf das weih­nacht­li­che Köln-​​Panorama.

In Schwan­ken gerät man durch die sach­ten Wel­len des Rheins und den köst­li­chen Glüh­wein. Bleibt zu hof­fen, dass der mit Lametta ver­klei­dete Ret­tungs­ring deko­ra­tiv an sei­nem Platz hän­gen blei­ben kann. Wieder an Land geht’s wei­ter ins All­gäu nach Gengenbach.

Der größte Advents­ka­len­der der Welt in Gen­gen­bach
Jeden Tag ein Tür­chen öffnen — wie­der ist es ein Tag weni­ger bis zum hei­li­gen Abend. Die­sen klas­si­schen Brauch setzt in die­sem Jahr die Stadt Gen­gen­bach in eige­ner Krea­ti­vi­tät um. Das sonst so büro­kra­tisch geprägte Rat­haus wird in die­sen Tagen in den größ­ten Advents­ka­len­der der Welt verwandelt.

Ein­drucks­volle und ver­träumt gestal­tete Bil­der, Musik und Geschich­ten der berühm­ten Auto­ren Ott­fried Preuß­ler und Michael Ende ver­wan­deln die Stadt in einen wah­ren Weih­nachts­traum. Ein­ge­bet­tet in die roman­ti­sche Alt­stadt grü­ßen täg­lich aus einem der exakt 24 Fens­ter des Rat­hau­ses Räu­ber Hot­zen­plotz oder andere Kult­fi­gu­ren der Auto­ren Groß und Klein.

Zu Gast beim Weih­nachts­mann
Stand­ort­wech­sel: Ein beson­de­res Erleb­nis bie­tet sich in Bran­den­burg für Weihnachtsmarkt-Besucher. Hier kön­nen Kin­der den Weih­nachts­mann in sei­ner Arbeits­stube besu­chen und bei beim Erfül­len der vie­len Wün­sche beob­ach­ten. Denn in dem klei­nen Ort mit dem pas­sen­den Namen „Him­mel­pfort“ steht Deutsch­lands offi­zi­elle Weihnachts-​​Postfiliale.

Nicht nur per­sön­lich hört sich der der Weih­nachts­mann die Wün­sche der Kin­der an, jeder kann ihm den Wunsch­zet­tel auch direkt nach Him­mel­pfort schi­cken: An den Weih­nachts­mann, 16798 Himmelpfort. Und das Beson­dere: Jeder der Briefe wird auch garan­tiert vom Mann im roten Man­tel und sei­nen Hel­fern beantwortet.

Mit dem Ende die­ser Reise brei­tet sich Weih­nachts­stim­mung aus. Deutsch­lands Weih­nachts­märkte zei­gen sich von ihrer außer­ge­wöhn­li­chen Seite und brin­gen Spaß und Fas­zi­na­tion für alle Weihnachtsfans.

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Geschrieben von

Katharina Heuser und Philipp Althammer sind Studenten an der FH Hannover. Ihr gemeinsamer Text entstand im Rahmen einer journalistischen Text-Übung im Fach "Online I".

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Ein Kommentar zu “Schwimmende Stände und Männerparken: Kurioses auf deutschen Weihnachtsmärkten”

  1. Gretel sagt:

    Ein ganz wun­der­ba­rer Arti­kel der weih­nacht­li­che Stim­mung ver­brei­tet. Wei­ter so…
    Lg aus Köln

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