Uebermorgen.TV hat sich Gedanken über unsere Privatsphäre von morgen gemacht — nein, natürlich übermorgen. Und herausgekommen sind Gedanken, die mich hoffen lassen, dass diese Vision so nicht vollkommen zutrifft.
Veröffentlicht am 27 Dezember 2010.
Uebermorgen.TV hat sich Gedanken über unsere Privatsphäre von morgen gemacht — nein, natürlich übermorgen. Und herausgekommen sind Gedanken, die mich hoffen lassen, dass diese Vision so nicht vollkommen zutrifft.
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Veröffentlicht am 23 Dezember 2010.
Wie wär’s wohl gewesen, wenn es Facebook, Twitter & Co vor 2000 Jahren schon gegeben hätte?
texterblog.de wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest, ganz analog – mit Ruhe, Besinnlichkeit und Entspannung!
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Veröffentlicht am 20 Dezember 2010.
Als Dozent an verschiedenen Hochschulen und bei privaten Ausbildungsträgern habe ich das große Glück, mich regelmäßig mit dem PR-Nachwuchs über seine Bedürfnisse austauschen zu können, über Erwartungen, Probleme, Kritikpunkte, Anforderungen und über typische Berufsfragen wie den richtigen Eintritt in den Job. Dabei steht die Suche nach einem passenden Volontariat oder einem Trainee-Programm stets ganz oben auf der Wunschliste.
Diese würde es durchaus geben, so meinten meine Gesprächspartner, aber meist zu extrem miesen Konditionen: 700 Euro pro Monat für ein Agenturvolontariat in Hamburg, 800 Euro in München, immerhin 1.000 Euro für ein Volontariat in Berlin — natürlich brutto — und dies bei 50–60 Stunden pro Woche, gerne auch am Wochenende – so einige der Aussagen. Aha, dachte ich mir. Nutzen da vielleicht Arbeitgeber die schwierige Berufseinstiegssituation aus?
Volontariat schon ab 590 Euro. Super.
Bevor ich gleich Agenturschelte betreiben wollte, recherchierte ich selbst ein wenig. Das Ergebnis nach 30 Minuten: Volontariate zu 750 Euro pro Monat, zu 830 Euro pro Monat, zu 590 Euro pro Monat, da waren die entdeckten 1.000 Euro schon fast ein Glücksgriff. Gerade kleineren und mittleren PR-Agenturen schien der Nachwuchs besonders wenig wert zu sein. Im Blog Berufswunsch: Irgendwas mit Medien schrieb Jana Kaminski von etwas zwischen 700 und 1600 Euro. Eine etwas weite Spanne.
Ich begann traurig zu werden: Was sollte wohl ein Studienabsolvent, der sich nach Abitur über Bachelor-, Diplom– oder Masterstudiengang sowie zahlreichen Praktika für seinen Beruf über mehrere Jahre lang qualifiziert hat, denn davon denken? Wie sollte er von diesen Löhne leben, wenn er keine wohlhabenden Eltern oder ein dick gefülltes Bankkonto hatte — eine eher seltene Erscheinung zu studentischen Zeiten? Denn für Nebenjobs gibt’s bei Volontariaten kaum eine Chance. Und ist dies wirklich das Ziel, dass Volontäre sich parallel in Jobs ihr Geld für das Volontariat verdienen? Fast schon absurd. Also doch PR-Volontariate nur für den reichen Nachwuchs? Kopfschütteln.
Liebe Agenturen, machen wir eine weitere kleine — etwas krude — Rechnung auf: Bei einem angenommenen Agentur-Tagessatz von 500–900 Euro bedeutet dies, dass ihr Volontäre für über 20 Tage beschäftigt, aber nicht mehr als für 1–2 Tage bezahlt. Klingt wie die Suche nach billigen Arbeitskräften. Nur: Wie ist das denn mit der Verantwortung für den Nachwuchs? Haben wir nicht selbst mal angefangen?
Eine Aufgabe für die PR-Verbände. Dringend.
Noch etwas begann ich mich zu fragen: Warum sind die finanziellen Aspekte von PR-Volontariaten nicht geregelt? Warum gibt es zumindest keine klaren Empfehlungen? Und warum ist dies bei den Journalistenverbänden wie DJV und IG Medien sauber bestimmt, auf die sich dann verantwortungsvolle PR-Agenturen und Unternehmen beziehen? So ist beispielsweise beim Deutschen Journalistenverband detailliert nachzulesen, dass Volontäre im 1. Ausbildungsjahr zwischen 1.583 und 1.755 Euro (altersabhängig) und im 2. Ausbildungsjahr 2.034 Euro pro Monat erhalten, auch wenn die genauen Zahlen derzeit neu festgelegt werden. Und wie steht die PR-Branche dazu? Anscheinend gar nicht, denn Angaben = Fehlanzeige.
Liebe PR-Verbände, liebe DPRG samt Junioren, liebe GPRA oder lieber Bundesverband deutscher Pressesprecher: Wäre dies nicht ein Thema, dem ihr euch alle intensivst widmen wollt? Und dies dringend? Wie kommt es denn, dass die Journalisten-Branche klare Richtlinien festgelegt hat und die PR-Branche nicht? Ist es nicht sonderbar, dass sich Unternehmen bei der Einstellung von PR-Volontären — immerhin — an den DJV-Richtlinien orientieren, weil sie von ihrer eigenen Branche keine geboten bekommen? Oder seid ihr schon mitten in diesem Prozess, von dem zumindest ich leider nirgendwo etwas finden konnte?
Es geht um unseren Nachwuchs. Jetzt.
Liebe Agenturen und Verbände: Wir sprechen hier nicht von irgendeinem Thema. Wir sprechen von unserem Nachwuchs und unserer Verantwortung. Und haben wir zudem nicht alle den Anspruch, dass dieser Nachwuchs hervorragend ausgebildet wird, damit „die Neuen“ – ob in Agenturen, Unternehmen, Institutionen — sich auch bestens und mit viel Wert für den Arbeitgeber einsetzen lassen?
Nein, ich will hier nicht alle Agenturen über einen Kamm scheren. Keineswegs. Es gibt wirkliche Vorbilder, die sich an DJV-Richtlinien orientieren oder ihr eigenes hohes Wertempfinden gegenüber Volontären in einer anspruchsvollen Honorierung zeigen.
Nur: Nach den vielen Gesprächen, die ich in den letzten Monaten geführt habe, bleibt bei mir das mulmige Gefühl zurück, dass es sich bei dem Volontärs-Dumping keinewegs um Einzelfälle handelt. Ganz im Gegenteil. Sollte sich also wirklich nicht viel geändert haben, seitdem der Spiegel vor fünf Jahren vom PR-Volontariat „Sponsored by Sozialamt“ schrieb? Vielleicht liege ich damit ja völlig falsch? Ich hoffe ja — ich fürchte aber nein.
Fröhliche Weihnachten.
Update:
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Veröffentlicht am 10 Dezember 2010.
Als ich heute diesen Brief bei mir im Briefkasten fand, konnte ich es wirklich nicht glauben: Da steht auf dem Umschlag wirklich drauf:
„bahn.bonus macht Sie winterfest!“
Bitte was? Als würde es das Winterchaos nicht geben: Die Verspätungen, die Ausfälle, die Vereisungen, gestrichenen S-Bahnen in Berlin — schließlich ist ja zum ersten Mal Winter in Deutschland. Als wäre also alles super.
Nein, sorry, liebe Bahn, ich bin wirklich fassungslos. Bedeutet denn Glaubwürdigkeit, Authentizität, ein vertrauenswürdiges Verhältnis mit Kunden heute gar nichts mehr? Oder soll dies ein Scherz sein und der Brief vielleicht vom Bahn-Twitterer ;-) stammen? Ehrlichkeit sieht auf jeden Fall anders aus, ganz anders.
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Veröffentlicht am 16 November 2010.
Axel E. Fischer heißt er, der Vorsitzende der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft. Wir gehen mal davon aus, dass das sein richtiger Name ist. Und dieser Axel E. Fischer fordert jetzt: Schluss mit den Nicknames – im Internet müssen Klarnamen her. Schluss mit anonymen Versteckspielchen, um im weltweiten Netz Hasstriaden abzufeuern. Oder zu zivilem Ungehorsam aufzurufen. Ross und Reiter sollen genannt werden.
Is‘ klar, Herr Fischer. Dafür hat ihre Bundesregierung ja auch den neuen Personalausweis eingeführt. Damit sich ein jeder im Internet zu erkennen gebe. Mit allen Sicherheitslücken, die dieses wunderbare System so bietet. Bis den allerdings jeder hat, dauerts ja noch ein wenig. Bleibt also nur abzuwarten, bis wir von Ihnen auch noch eine Impressumpflicht für private Facebook-Pages bekommen, der Eintrag im Telefonbuch zur Pflicht wird – und wir am Klingelschild unsere „Kunden“-Numer bei der GEZ angeben müssen.
Oder – um es mit der Worten aus der Twittergemeinde zu sagen: Wärmeschutzverordnung für Windows, Genmaiszulassung auf Serverfarmen, Wasserqualitätsverordnung für Quelltext, Nichtraucherschutz in Sozialen Netzwerken. Oder last but not least: Die Forderung, Ihre Forderung ernst zu nehmen.
Werter Herr Abgeordneter Fischer: Löschen Sie sich doch einfach. Nicht nur aus dem Internet – sondern am besten gleich aus der Politik.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schöning (in echt jetzt!)
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Veröffentlicht am 15 November 2010.
Ersetze „Internet“ durch „Facebook“. Diese Aufgabe würde ich gerne jedem Mal zu diesem noch immer wunderbaren Video stellen. Und dann bitte schön die Frage nach dem „Wieso“ beantworten. Gibt es vielleicht nicht Alternativen? Fiel mir gerade so ein als ich einen kleinen Beitrag im Rahmen meines Buchprojektes schrieb und zur Diskussion stellte.
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