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Aus Verlierern werden Sieger – aus Siegern werden Verlierer

Mit Span­nung wur­den sie erwar­tet: Die Land­tags­wah­len in Rheinland-​​Pfalz und Baden-​​Württemberg. Viel wurde pro­gnos­ti­ziert, geschätzt und gemut­maßt – ab halb sie­ben wer­den die ers­ten Hoch­rech­nun­gen und Ergeb­nisse präsentiert.

So emo­tio­nal der Wahl­kampf (zumin­dest hier in BaWü) geführt wurde, so emo­tio­nal wird es nach Bekannt­gabe der ers­ten Zah­len wei­ter­ge­hen. Denn dann wer­den aus Ver­lie­rern plötz­lich Sie­ger, und aus Sie­gern wer­den Ver­lie­rer. Je nach poli­ti­scher Cou­leur und hoch­ge­rech­ne­tem Ergeb­nis ist dann der letzte Tabel­len­platz noch ein „gro­ßer Erfolg und eine Bestä­ti­gung des erfolg­rei­chen Kur­ses“, und dem Wal­sie­ger wird attes­tiert, dass er „nicht das Ver­trauen der Men­schen gewin­nen konnte“.

Aller­lei poli­ti­scher Spitz­fin­dig­kei­ten wer­den wir heute abend in den Fern­seh­stu­dios die­ser Repu­blik erle­ben und dul­den müs­sen. Dabei wäre es doch so ein­fach, ein den Sieg der ande­ren zu akzep­tie­ren und die eigene Nie­der­lage ein­zu­ge­ste­hen (und natür­lich auch umgekehrt).

Oder wie Andie Breme einst sagte: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!

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Wahlprogramme in Baden-​​Württemberg: Prädikat unverständlich

Recht­zei­tig vor der Land­tags­wahl in Baden-​​Württemberg haben die Par­teien ihre Pro­gramme ver­öf­fent­licht. Die Uni Hohen­heim hat sich die Mühe gemacht, die bis zu 241 Sei­ten lan­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen zu ana­ly­sie­ren – mit ernüch­tern­dem Ergebnis:

Auf der von 0 (nicht ver­ständ­lich) bis 20 (sehr ver­ständ­lich) rei­chen­den Skala das „Hohen­hei­mer Ver­ständ­lich­keits­in­dex“ erreicht das ver­ständ­lichste Par­tei­pro­gramm (CDU) gerade mal die Marke von 11,2 Punk­ten. Das Pro­gramm der Libe­ra­len liegt mit 4,6 Zählern„nur knapp über der durch­schnitt­li­chen Ver­ständ­lich­keit poli­tik­wis­sen­schaft­li­cher Doktorarbeit“.

Das kür­zeste Pro­gramm leg­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten vor (rund 20.150 Wör­ter), die Grü­nen for­mu­lier­ten am aus­führ­lichs­ten (ca. 48.000 Wör­ter), und die FDP hält den Rekord in Sachen Satz­länge: Stolze 90 Wör­ter pres­sen die Libe­ra­len in einen Satz.

Erfreu­lich: Alle Par­teien haben auch soge­nannte Kurz­pro­gramme publi­ziert. Diese sind den Hohen­hei­mer Wis­sen­schaft­lern zufolge alle­samt ver­ständ­li­cher. Wer’s noch kür­zer mag: Der Wahl-​​o-​​Mat gibt eine Ori­en­tie­rung zur Überein­stim­mung zwi­schen per­sön­li­cher Mei­nung und Par­tei­pro­gramm – bezo­gen auf 38 unter­schied­li­che Thesen.

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Happy Digital Christmas

Wie wär’s wohl gewe­sen, wenn es Face­book, Twit­ter & Co vor 2000 Jah­ren schon gege­ben hätte?
texterblog.de wünscht allen ein fro­hes Weih­nachts­fest, ganz ana­log – mit Ruhe, Besinn­lich­keit und Entspannung!

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Der Herr Fischer und das Vermummungsverbot im Internet

Axel E. Fischer heißt er, der Vor­sit­zende der Enquete-​​Kommission Inter­net und Digi­tale Gesell­schaft. Wir gehen mal davon aus, dass das sein rich­ti­ger Name ist. Und die­ser Axel E. Fischer for­dert jetzt: Schluss mit den Nick­na­mes – im Inter­net müs­sen Klar­na­men her. Schluss mit anony­men Ver­steck­spiel­chen, um im welt­wei­ten Netz Has­s­tria­den abzu­feu­ern. Oder zu zivi­lem Unge­hor­sam auf­zu­ru­fen. Ross und Rei­ter sol­len genannt werden.

Is‘ klar, Herr Fischer. Dafür hat ihre Bun­des­re­gie­rung ja auch den neuen Per­so­nal­aus­weis ein­ge­führt. Damit sich ein jeder im Inter­net zu erken­nen gebe. Mit allen Sicher­heits­lü­cken, die die­ses wun­der­bare Sys­tem so bie­tet. Bis den aller­dings jeder hat, dau­erts ja noch ein wenig. Bleibt also nur abzu­war­ten, bis wir von Ihnen auch noch eine Impres­sumpflicht für pri­vate Facebook-​​Pages bekom­men, der Ein­trag im Tele­fon­buch zur Pflicht wird – und wir am Klin­gel­schild unsere „Kunden“-Numer bei der GEZ ange­ben müssen.

Oder – um es mit der Wor­ten aus der Twit­ter­ge­meinde zu sagen: Wär­me­schutz­ver­ord­nung für Win­dows, Gen­mais­zu­las­sung auf Ser­ver­far­men, Was­ser­qua­li­täts­ver­ord­nung für Quell­text, Nicht­rau­cher­schutz in Sozia­len Netz­wer­ken. Oder last but not least: Die For­de­rung, Ihre For­de­rung ernst zu nehmen.

Wer­ter Herr Abge­ord­ne­ter Fischer: Löschen Sie sich doch ein­fach. Nicht nur aus dem Inter­net – son­dern am bes­ten gleich aus der Politik.

Mit freund­li­chen Grüßen

Andreas Schö­ning (in echt jetzt!)

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Zitat des Tages

Henry Mon­teil, die Num­mer 3 im Fran­zö­si­schen Fuß­ball­ver­band FFF, zum Brief der strei­ken­den Nationalspieler: 

„Ich habe die­sen Brief gele­sen. Ich glaube nicht, dass ihn die Spie­ler geschrie­ben haben. Er wurde mit Com­pu­ter geschrie­ben und hat kei­nen ein­zi­gen ortho­gra­phi­schen Fehler.“

Gefun­den bei L’Equipe

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Sprachregelung

Dafür sag ich doch ein­fach mal: Danke, Tita­nic!

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