Veröffentlicht am 27 März 2011.
Mit Spannung wurden sie erwartet: Die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Viel wurde prognostiziert, geschätzt und gemutmaßt – ab halb sieben werden die ersten Hochrechnungen und Ergebnisse präsentiert.
So emotional der Wahlkampf (zumindest hier in BaWü) geführt wurde, so emotional wird es nach Bekanntgabe der ersten Zahlen weitergehen. Denn dann werden aus Verlierern plötzlich Sieger, und aus Siegern werden Verlierer. Je nach politischer Couleur und hochgerechnetem Ergebnis ist dann der letzte Tabellenplatz noch ein „großer Erfolg und eine Bestätigung des erfolgreichen Kurses“, und dem Walsieger wird attestiert, dass er „nicht das Vertrauen der Menschen gewinnen konnte“.
Allerlei politischer Spitzfindigkeiten werden wir heute abend in den Fernsehstudios dieser Republik erleben und dulden müssen. Dabei wäre es doch so einfach, ein den Sieg der anderen zu akzeptieren und die eigene Niederlage einzugestehen (und natürlich auch umgekehrt).
Oder wie Andie Breme einst sagte: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!
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Veröffentlicht am 06 März 2011. Tags: Partei, Text, Wahl

Rechtzeitig vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Parteien ihre Programme veröffentlicht. Die Uni Hohenheim hat sich die Mühe gemacht, die bis zu 241 Seiten langen Veröffentlichungen zu analysieren – mit ernüchterndem Ergebnis:
Auf der von 0 (nicht verständlich) bis 20 (sehr verständlich) reichenden Skala das „Hohenheimer Verständlichkeitsindex“ erreicht das verständlichste Parteiprogramm (CDU) gerade mal die Marke von 11,2 Punkten. Das Programm der Liberalen liegt mit 4,6 Zählern„nur knapp über der durchschnittlichen Verständlichkeit politikwissenschaftlicher Doktorarbeit“.
Das kürzeste Programm legten die Sozialdemokraten vor (rund 20.150 Wörter), die Grünen formulierten am ausführlichsten (ca. 48.000 Wörter), und die FDP hält den Rekord in Sachen Satzlänge: Stolze 90 Wörter pressen die Liberalen in einen Satz.
Erfreulich: Alle Parteien haben auch sogenannte Kurzprogramme publiziert. Diese sind den Hohenheimer Wissenschaftlern zufolge allesamt verständlicher. Wer’s noch kürzer mag: Der Wahl-o-Mat gibt eine Orientierung zur Übereinstimmung zwischen persönlicher Meinung und Parteiprogramm – bezogen auf 38 unterschiedliche Thesen.
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Veröffentlicht am 23 Dezember 2010.
Wie wär’s wohl gewesen, wenn es Facebook, Twitter & Co vor 2000 Jahren schon gegeben hätte?
texterblog.de wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest, ganz analog – mit Ruhe, Besinnlichkeit und Entspannung!
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Veröffentlicht am 16 November 2010.
Axel E. Fischer heißt er, der Vorsitzende der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft. Wir gehen mal davon aus, dass das sein richtiger Name ist. Und dieser Axel E. Fischer fordert jetzt: Schluss mit den Nicknames – im Internet müssen Klarnamen her. Schluss mit anonymen Versteckspielchen, um im weltweiten Netz Hasstriaden abzufeuern. Oder zu zivilem Ungehorsam aufzurufen. Ross und Reiter sollen genannt werden.
Is‘ klar, Herr Fischer. Dafür hat ihre Bundesregierung ja auch den neuen Personalausweis eingeführt. Damit sich ein jeder im Internet zu erkennen gebe. Mit allen Sicherheitslücken, die dieses wunderbare System so bietet. Bis den allerdings jeder hat, dauerts ja noch ein wenig. Bleibt also nur abzuwarten, bis wir von Ihnen auch noch eine Impressumpflicht für private Facebook-Pages bekommen, der Eintrag im Telefonbuch zur Pflicht wird – und wir am Klingelschild unsere „Kunden“-Numer bei der GEZ angeben müssen.
Oder – um es mit der Worten aus der Twittergemeinde zu sagen: Wärmeschutzverordnung für Windows, Genmaiszulassung auf Serverfarmen, Wasserqualitätsverordnung für Quelltext, Nichtraucherschutz in Sozialen Netzwerken. Oder last but not least: Die Forderung, Ihre Forderung ernst zu nehmen.
Werter Herr Abgeordneter Fischer: Löschen Sie sich doch einfach. Nicht nur aus dem Internet – sondern am besten gleich aus der Politik.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schöning (in echt jetzt!)
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Veröffentlicht am 22 Juni 2010. Tags: Fußball, WM2010
Henry Monteil, die Nummer 3 im Französischen Fußballverband FFF, zum Brief der streikenden Nationalspieler:
„Ich habe diesen Brief gelesen. Ich glaube nicht, dass ihn die Spieler geschrieben haben. Er wurde mit Computer geschrieben und hat keinen einzigen orthographischen Fehler.“
Gefunden bei L’Equipe
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Veröffentlicht am 07 April 2010. Tags: Guttenberg, Humor, Sprachregelung, Titanic

Dafür sag ich doch einfach mal: Danke, Titanic!
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