Veröffentlicht am 30 März 2010.
Die Geschichte mit den VerlängerungskabelInnen hat mich neugierig gemacht und mich zur Wiki-Seite „Binnen-I“ geführt. Als Binnen-I wird jenes großgeschriebene I im Wort bezeichnet, das die weibliche Form kennzeichnen soll. Interessant – der Name war mir so noch nicht untergekommen.
Im selben Artikel wird natürlich auch über Pro und Kontra des Binnen-I’s berichtet. In Zusammenhang mit der feministischen Linguistik liest sich das dann wie folgt:
Gemäß der gängigen Sprachauffassung ist der Satz: „Mädchen sind die besseren Schüler“ sinnvoll, da das Wort „Schüler“ sowohl Mädchen als auch Jungen bezeichnet. DasGenus ist im Deutschen oft nicht mit dem Sexus des Bezeichneten kongruent. Nach Auffassung der feministischen Linguistik ist der Beispielsatz aber inakzeptabel. Formulierungen, in denen Schülerinnen zu „Schülern“ gemacht würden, sind nach der feministischen Linguistik generell abzulehnen (vgl. hierzu den sogenannten „feministischen Imperativ“: „Bezeichne nie eine Frau, einschließlich dir selbst, mit einem grammatischen Maskulinum.“). Folglich dürfe das Wort „Schüler“ nur als spezifisches Maskulinum benutzt und verstanden werden (als Wort, das sich nur auf Jungen bezieht). Die Formulierung: „Mädchen sind die besseren Schülerinnen“ sei ebenso falsch, da durch den Begriff „Schülerinnen“ die Jungen als Vergleichsgruppe ausgeschlossen werden. Richtig sei der Satz: „Mädchen sind bessere Schülerinnen, als Jungen Schüler sind“, der aber umständlich formuliert ist.
Dazu fällt mir nur noch Peter Zewgats Lieblingssatz ein: „Mann, Mann, Mann!“
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Veröffentlicht am 29 März 2010.

Caramba! Welch schönes Fundstück aus einem Baumarkt. VerlängerungskabelInnen – nun scheint die sprachliche Geschlechtergleichmacherei auch in HeimwerkerkreisInnen angekommen sein. Oder handelt es sich doch nur nur um ein kleines Exempel verunglückter Typografie? ;-)
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Veröffentlicht am 26 März 2010.

Interessantes gestalterisches Detail — man bekommt die Befürchtung, das an dieser Deutschen Schule einiges mit „rechten Dingen“ zugeht.
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Veröffentlicht am 25 März 2010. Tags: Humor, Text
Jeder kennt sie: die illustren Übersetzungen aus asiatischen Gebrauchsanleitungen, oder die mitunter interessant anmutenden Zutatenlisten auf so manchen Speisekarten — Kollege Fehlerteufel ist ein Unbarmherziger und schlägt immer, gerne und vor allem häufig zu.
So richtig toll wird’s aber erst, wenn sich die textende Zunft mal wieder „was ganz besonderes“ einfallen lässt und mit drittklassigen Kalauern (im Fachjargon auch „Klassiker“ genannt) zu glänzen versucht. Oder wenn sie einfach mal gar nichts denkt, weil sie denkt dass die Kollegen in der Grafik das schon alles machen und die wiederum denken, dass die Texter ja… — aber staunen Sie selbst.

Für dieses und viele weitere belustigende, beschämende und zum Kopfschütteln geeignete Glanzstücke (meist) deutscher Texterkunst gibt’s auf Facebook übrigens eine ganze Gruppe: „Hier kotzt das Texterherz“. Viel Vergnügen!
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Veröffentlicht am 22 März 2010. Tags: Airline, Lufthansa, Swiss
Auf den Tag vor genau fünf Jahren – am 22. März 2005 – unterschrieben die Vorstände der SWISS und der Lufthansa den Vertrag über die Integration in den Lufthansa-Konzern.
Was heute (zumindest in der offiziellen Version) als gemeinsamer Erfolgskurs angepriesen wird, war für viele Schweizer ein offener Schlag ins Gesicht – und ist es bis heute geblieben. Zu dramatisch waren die Erlebnisse um das Grounding der vormals weltweit anerkannten und hoch geschätzten Airline; zu viel Nationalstolz hing im wahrsten Sinne des Wortes „in der Luft“, als es darum ging, ein Stück Schweiz nach Deutschland zu verkaufen.
Ich hatte vor und während(!) des Groundings die Gelegenheit, Swiss Air zu fliegen und bin just am vergangenen Wochenende wieder mit LX geflogen: Wenn man sich mit Mitreisenden unterhält merkt man schnell, dass die Airline nicht mehr das Ansehen genießt, das sie einmal hatte. Das wirtschaftliche Modell SWISS mag wieder auf Kurs gekommen sein, doch in den Köpfen der Schweizer ist der Carrier schon lange nicht mehr die Airline, die das Schweizerkreuz mit Stolz trägt. Trotzdem: Die Mutter hat ihre Tochter auf den richtigen Weg geschickt.
Doch nicht alles ist neu geworden. Und das ist gut so. Die Cabin Crews der SWISS leisten nach wie vor wunderbare Arbeit, sind stets freundlich, äußerst hilfsbereit – und vor allem unglaublich aufmerksam.
Schöne Eigenschaften, wie ich finde, von denen die Mutter gerne von der Tochter lernen darf. In diesem Sinne: Happy Birthday, Lufthansa und SWISS.
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Veröffentlicht am 13 November 2009. Tags: facebook, Social Network, Studie, Universität Zürich

In die Schlagzeilen gekommen: Laut einer Studie der Uni Zürich sind Facebook-Nutzer weniger glücklich als Nicht-Nutzer.
Die Schlagzeilen sorgten in Fachkreisen für einiges an Aufsehen: „Facebook macht Nutzer nicht glücklich“, „Facebook-Verweigerer sind erfolgreicher im Job“ oder „Social-Network-Studie: Un-(soziale) sind glücklicher“ titelten zahlreiche Medien Mitte dieser Woche. Der Anlass: Eine jüngst von der Universität Zürich veröffentlichte Studie, die der Frage nachging, welche Persönlichkeiten Facebook nutzen und ob sie zufriedener sind als Nicht-Nutzer.
„Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern unterscheidet sich leicht zugunsten der Nicht-Nutzer“, sagt Bertolt Meyer, Oberassistent am Psychologischen Institut der Uni ZH, der die Studie gemeinsam mit der Lizentiandin Anett Cepela durchgeführt hat. Teilnehmer gänzlich ohne Facebook-Profil zeigen sich zufriedener als solche mit Profil. Zudem haben sie eine leicht höhere psychische Gesundheit und sind gewissenhafter als Facebook-Nutzer, schreibt die Hochschule.
Ganz anders das Bild jenseits des großen Teichs: Dort haben Wissenschaftler der Michigan State University im Jahr 2007 eine ähnliche Studie durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass Nutzer von Online-Netzwerken zufriedener und glücklicher seien als Nicht-Nutzer, weil sie sozial engagierter seien.
Für die Schweizer stellt sich die Thematik jedoch ein wenig anders dar. Entscheidend dafür, ob Facebook als Bereicherung empfunden wird oder nicht, ist die Persönlichkeit, sagen Meyer und Capela in der offiziellen Mitteilung der Uni Zürich.
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