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Wahlprogramme in Baden-​​Württemberg: Prädikat unverständlich

Recht­zei­tig vor der Land­tags­wahl in Baden-​​Württemberg haben die Par­teien ihre Pro­gramme ver­öf­fent­licht. Die Uni Hohen­heim hat sich die Mühe gemacht, die bis zu 241 Sei­ten lan­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen zu ana­ly­sie­ren – mit ernüch­tern­dem Ergebnis:

Auf der von 0 (nicht ver­ständ­lich) bis 20 (sehr ver­ständ­lich) rei­chen­den Skala das „Hohen­hei­mer Ver­ständ­lich­keits­in­dex“ erreicht das ver­ständ­lichste Par­tei­pro­gramm (CDU) gerade mal die Marke von 11,2 Punk­ten. Das Pro­gramm der Libe­ra­len liegt mit 4,6 Zählern„nur knapp über der durch­schnitt­li­chen Ver­ständ­lich­keit poli­tik­wis­sen­schaft­li­cher Doktorarbeit“.

Das kür­zeste Pro­gramm leg­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten vor (rund 20.150 Wör­ter), die Grü­nen for­mu­lier­ten am aus­führ­lichs­ten (ca. 48.000 Wör­ter), und die FDP hält den Rekord in Sachen Satz­länge: Stolze 90 Wör­ter pres­sen die Libe­ra­len in einen Satz.

Erfreu­lich: Alle Par­teien haben auch soge­nannte Kurz­pro­gramme publi­ziert. Diese sind den Hohen­hei­mer Wis­sen­schaft­lern zufolge alle­samt ver­ständ­li­cher. Wer’s noch kür­zer mag: Der Wahl-​​o-​​Mat gibt eine Ori­en­tie­rung zur Überein­stim­mung zwi­schen per­sön­li­cher Mei­nung und Par­tei­pro­gramm – bezo­gen auf 38 unter­schied­li­che Thesen.

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Der PR-​​Volontär und das Sozialamt: Eine nicht-​​weihnachtliche Geschichte

Als Dozent an ver­schie­de­nen Hoch­schu­len und bei pri­va­ten Aus­bil­dungs­trä­gern habe ich das große Glück, mich regel­mä­ßig mit dem PR-​​Nachwuchs über seine Bedürf­nisse aus­tau­schen zu kön­nen, über Erwar­tun­gen, Pro­bleme, Kri­tik­punkte,  Anfor­de­run­gen und über typi­sche Berufs­fra­gen wie den rich­ti­gen Ein­tritt in den Job. Dabei steht die Suche nach einem pas­sen­den Volon­ta­riat oder einem Trainee-​​Programm stets ganz oben auf der Wunschliste.

Diese würde es durch­aus geben, so mein­ten meine Gesprächs­part­ner, aber meist zu extrem mie­sen Kon­di­tio­nen: 700 Euro pro Monat für ein Agen­tur­vo­lon­ta­riat in Ham­burg, 800 Euro in Mün­chen, immer­hin 1.000 Euro für ein Volon­ta­riat in Ber­lin — natür­lich brutto — und dies bei 50–60 Stun­den pro Woche, gerne auch am Wochen­ende – so einige der Aus­sa­gen. Aha, dachte ich mir. Nut­zen da viel­leicht Arbeit­ge­ber die schwie­rige Berufs­ein­stiegs­si­tua­tion aus?

Volon­ta­riat schon ab 590 Euro. Super.
Bevor ich gleich Agen­tur­schelte betrei­ben wollte, recher­chierte ich selbst ein wenig. Das Ergeb­nis nach 30 Minu­ten: Volon­ta­riate zu 750 Euro pro Monat, zu 830 Euro pro Monat, zu 590 Euro pro Monat, da waren die ent­deck­ten 1.000 Euro schon fast ein Glücks­griff. Gerade klei­ne­ren und mitt­le­ren PR-​​Agenturen schien der Nach­wuchs beson­ders wenig wert zu sein. Im Blog Berufs­wunsch: Irgend­was mit Medien schrieb Jana Kamin­ski von etwas zwi­schen 700 und 1600 Euro. Eine etwas weite Spanne.

Ich begann trau­rig zu wer­den: Was sollte wohl ein Stu­di­en­ab­sol­vent, der sich nach Abitur über Bachelor-​​, Diplom– oder Mas­ter­stu­di­en­gang sowie zahl­rei­chen Prak­tika für sei­nen Beruf über meh­rere Jahre lang qua­li­fi­ziert hat, denn davon den­ken? Wie sollte er von die­sen Löhne leben, wenn er keine wohl­ha­ben­den Eltern oder ein dick gefüll­tes Bank­konto hatte — eine eher sel­tene Erschei­nung zu stu­den­ti­schen Zei­ten? Denn für Neben­jobs gibt’s bei Volon­ta­ria­ten kaum eine Chance. Und ist dies wirk­lich das Ziel, dass Volon­täre sich par­al­lel in Jobs ihr Geld für das Volon­ta­riat ver­die­nen? Fast schon absurd. Also doch PR-​​Volontariate nur für den rei­chen Nach­wuchs? Kopfschütteln.

Liebe Agen­tu­ren, machen wir eine wei­tere kleine — etwas krude — Rech­nung auf: Bei einem ange­nom­me­nen Agentur-​​Tagessatz von 500–900 Euro bedeu­tet dies, dass ihr Volon­täre für über 20 Tage beschäf­tigt, aber nicht mehr als für 1–2 Tage bezahlt. Klingt wie die Suche nach bil­li­gen Arbeits­kräf­ten. Nur: Wie ist das denn mit der Ver­ant­wor­tung für den Nach­wuchs? Haben wir nicht selbst mal angefangen?

Eine Auf­gabe für die PR-​​Verbände. Drin­gend.
Noch etwas begann ich mich zu fra­gen: Warum sind die finan­zi­el­len Aspekte von PR-​​Volontariaten nicht gere­gelt? Warum gibt es zumin­dest keine kla­ren Emp­feh­lun­gen? Und warum ist dies bei den Jour­na­lis­ten­ver­bän­den wie DJV und IG Medien sau­ber bestimmt, auf die sich dann ver­ant­wor­tungs­volle PR-​​Agenturen und Unter­neh­men bezie­hen? So ist bei­spiels­weise beim Deut­schen Jour­na­lis­ten­ver­band detail­liert nach­zu­le­sen, dass Volon­täre im 1. Aus­bil­dungs­jahr zwi­schen 1.583 und 1.755 Euro (alters­ab­hän­gig) und im 2. Aus­bil­dungs­jahr 2.034 Euro pro Monat erhal­ten, auch wenn die genauen Zah­len der­zeit neu fest­ge­legt wer­den. Und wie steht die PR-​​Branche dazu? Anschei­nend gar nicht, denn Anga­ben = Fehlanzeige.

Liebe PR-​​Verbände, liebe DPRG samt Junio­ren, liebe GPRA oder lie­ber Bun­des­ver­band deut­scher Pres­se­spre­cher: Wäre dies nicht ein Thema, dem ihr euch alle inten­sivst wid­men wollt? Und dies drin­gend? Wie kommt es denn, dass die Journalisten-​​Branche klare Richt­li­nien fest­ge­legt hat und die PR-​​Branche nicht? Ist es nicht son­der­bar, dass sich Unter­neh­men bei der Ein­stel­lung von PR-​​Volontären — immer­hin — an den DJV-​​Richtlinien ori­en­tie­ren, weil sie von ihrer eige­nen Bran­che keine gebo­ten bekom­men? Oder seid ihr schon mit­ten in die­sem Pro­zess, von dem zumin­dest ich lei­der nir­gendwo etwas fin­den konnte?

Es geht um unse­ren Nach­wuchs. Jetzt.
Liebe Agen­tu­ren und Ver­bände: Wir spre­chen hier nicht von irgend­ei­nem Thema. Wir spre­chen von unse­rem Nach­wuchs und unse­rer Ver­ant­wor­tung. Und haben wir zudem nicht alle den Anspruch, dass die­ser Nach­wuchs her­vor­ra­gend aus­ge­bil­det wird, damit „die Neuen“ – ob in Agen­tu­ren, Unter­neh­men, Insti­tu­tio­nen — sich auch bes­tens und mit viel Wert für den Arbeit­ge­ber ein­set­zen lassen?

Nein, ich will hier nicht alle Agen­tu­ren über einen Kamm sche­ren. Kei­nes­wegs. Es gibt wirk­li­che Vor­bil­der, die sich an DJV-​​Richtlinien ori­en­tie­ren oder ihr eige­nes hohes Wert­emp­fin­den gegen­über Volon­tä­ren in einer anspruchs­vol­len Hono­rie­rung zeigen.

Nur: Nach den vie­len Gesprä­chen, die ich in den letz­ten Mona­ten geführt habe, bleibt bei mir das mul­mige Gefühl zurück, dass es sich bei dem Volontärs-​​Dumping kei­ne­wegs um Ein­zel­fälle han­delt. Ganz im Gegen­teil. Sollte sich also wirk­lich nicht viel geän­dert haben, seit­dem der Spie­gel vor fünf Jah­ren vom PR-​​Volontariat „Spon­so­red by Sozi­al­amt“ schrieb? Viel­leicht liege ich damit ja völ­lig falsch? Ich hoffe ja — ich fürchte aber nein.

Fröh­li­che Weihnachten.

Update:

  • Mei­nen Bei­trag hat auch das PR-​​Journal hier über­nom­men, in der sich auch Ver­bände und Agen­tu­ren äußern: http://www.pr-journal.de/lese-tipps/themen-der-zeit/9445-das-pr-volontariat-und-das-sozialamt-eine-nicht-weihnachtliche-geschichte.html
  • Das PR-​​Journal hat zum Thema einen Auf­ruf gestar­tet, um Agen­tu­ren nach ihrer Bezah­lung zu fragen.

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Wir müssen ins Facebook. Wieso?

Ersetze „Inter­net“ durch „Face­book“. Diese Auf­gabe würde ich gerne jedem Mal zu die­sem noch immer wun­der­ba­ren Video stel­len. Und dann bitte schön die Frage nach dem „Wieso“ beant­wor­ten. Gibt es viel­leicht nicht Alter­na­ti­ven? Fiel mir gerade so ein als ich einen klei­nen Bei­trag im Rah­men mei­nes Buch­pro­jek­tes schrieb und zur Dis­kus­sion stellte.

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Die Kunst der Erlaubnis

Nach lan­ger Zeit bin ich gerade wie­der auf ein wun­der­bar zutref­fen­des Zitat von einem der Marketing-​​Guru aus den USA gesto­ßen — und zwar von Seth Godin. Gerade ange­sichts der vie­len Spam-​​Diskussionen beschrieb er bereits 1996 den Begriff „Permis­sion Mar­ke­ting“ wie folgt:

„Per­mis­sion Mar­ke­ting ist die Kunst, aus Frem­den Freunde und aus Freun­den Kun­den zu machen.“

Ein­fach nur gut.

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Mitmachen – mitdenken – mitleben! Oder: Ein paar Gedanken zu Herausforderungen an Online-​​PR-​​Dozenten

Seit unse­rer pro­mi­nent besetz­ten PRSH.-Podiumsdiskussion zum „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­na­ger 2.0“ im Juni an der FH Han­no­ver lässt mich die­ses Zukunfts­thema mal wie­der nicht wirk­lich los. Dazu frage ich mich nicht nur, wel­che Funk­tio­nen heu­tige PR-​​Experten im Social Media Zeit­al­ter erfül­len müs­sen, um eine gewich­tige Rolle in die­ser sich rapide ver­än­dern­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­land­schaft zu spie­len. Vor allem geht mir durch den Kopf, wel­che Her­aus­for­de­run­gen dies für uns Dozen­ten und Coachs in sich birgt, also für Per­so­nen aus dem wei­ten The­men­feld von Online-​​PR, Online Rela­ti­ons, aber auch Online-​​Marketing und Social Media Rela­ti­ons, die die­ses Wis­sen an den Nach­wuchs wei­ter­ge­ben sollen.

Wir wis­sen alle, das wir der­zeit eine mediale Zei­ten­wende durch­lau­fen, die ohne Pause voran drängt, die kon­ti­nu­ier­lich neue Ent­wick­lun­gen und Tools ent­ste­hen lässt, die jeden Ler­nen­den wie Leh­ren­den fast täg­lich vor neue Her­aus­for­de­run­gen stellt. Bei mei­ner Recher­che und diver­sen Dis­kus­sio­nen mit Kol­le­gen und auch vie­len (Ex-)Studenten bin ich dann auf ver­schie­dene Berufs– und Rol­len­bil­der für Kom­mu­ni­ka­to­ren der Zukunft gesto­ßen, die Tho­mas Pleil als „Enabler“, Heinz Wit­ten­brink als „Faci­li­ta­tor“ bezeich­nen – bei­des Defi­ni­tio­nen, die die­ses Rol­len­bild im Kern als kom­pe­ten­ten Ver­mitt­ler, Ver­än­de­rungs­pro­zess­be­glei­ter, Pro­jekt­ma­na­ger, Meta-​​Vernetzer iden­ti­fi­zie­ren. Wirk­lich lesens­werte Ansätze die­ser bei­den Vor­den­ker – gerade auch hin­sicht­lich der Ver­ant­wor­tung gegen­über dem Nachwuchs.

Über­tra­gen wir dies in die ganz all­täg­li­che Pra­xis in (Fach-)Hochschulen, Aka­de­mien, pri­va­ten wie staat­li­chen Aus– und Wei­ter­bil­dungs­in­sti­tu­ten oder bei Semi­nar­ver­an­stal­tern: Wel­che Vor­aus­set­zun­gen muss ich dann als Dozent erfül­len, um diese Ent­wick­lun­gen im Online-​​PR– plus Social Media-​​Zeitalter gegen­über Aus­zu­bil­den­den glaub­haft zu ver­mit­teln? Mei­ner Mei­nung nach muss jeder ver­ant­wor­tungs­volle Dozent zumin­dest die drei fol­gen­den Pflicht­ver­spre­chen einlösen:

Mit­den­ken: Lebens­lan­ges Ler­nen auch für Dozenten!

Als Dozen­ten haben wir keine Chance, auf unse­rem jet­zi­gen Wis­sen­stand zu ver­har­ren. Wenn man bedenkt, dass die Online-​​Welt sich rund 7x schnel­ler als die reale Welt dre­hen soll – und die rasan­ten Ver­än­de­run­gen zei­gen dies -, dann ist zwar die Kennt­nis von Fach­bü­cher eine gute Kern­ba­sis. Aber nicht mehr. Jedes Fach­buch hat mit der Publi­ka­tion sei­nen Aktua­li­täts­ze­nit bereits über­schrit­ten und endet viel­fach nach drei Jah­ren als Alt­pa­pier. Statt­des­sen ist das täg­li­che Ver­fol­gen von Branchen-​​Bloggern und –Twit­te­rern, von Foren, Online-​​Magazinen und News­let­ter sowie ein regelmä8iger, kon­ti­nu­ier­li­cher Aus­tausch – ob vir­tu­ell oder real, ob auf Kon­fe­ren­zen und Dis­kus­sio­nen oder One-​​2-​​One — zum eigent­li­chen Weiterbildungs-​​Must gewor­den. Meine Erfah­run­gen sagen mir, dass diese Arbeit, die­ses Ver­fol­gen von Ent­wick­lun­gen, Tes­ten von Tools und Aus­tausch mit Inter­es­sen­ten rund 1 Tag Recher­che pro Woche ausmacht.

Über­setzt auf Dozen­ten als Aus­bil­der heißt dies: Wer sich die­ses zeit­li­che Fens­ter nicht öffnen kann, hat in die­ser Welt wenig ver­lo­ren. Er wird in die Bran­che nicht rein­hö­ren und als Dozent wich­tige Ent­wick­lun­gen und aktu­elle Fall­bei­spiele kaum an den Nach­wuchs wei­ter­ge­ben kön­nen. Dabei ist genau dies seine Auf­gabe, nicht unbe­dingt neue Tools vor­zu­stel­len, aber statt­des­sen die ver­än­derte Denk­weise zu ver­mit­teln – live aus der Praxis.

Mit­ma­chen: Aus der Pra­xis ler­nen und diese lehren!

Die Online-​​PR-​​Welt ist gerade im Zeit­al­ter von Social Media Zeit­al­ter und dem Mitmach-​​Web eine Mitmach-​​Welt. Nichts gegen ein biss­chen Theo­rie. Nur: Jeder muss ler­nen, vor wel­chen Ver­än­de­run­gen wir gerade ste­hen bzw. in denen wir mit­ten drin hän­gen. Jeder muss ler­nen, auf wel­che ver­än­der­ten Denk– und Hand­lungs­pro­zesse  – Push zu Pull, One2Many zu Many2Many, Insti­tu­tio­nal Con­trol zur User Con­trol etc. — wir rea­gie­ren müs­sen. Und jeder muss ler­nen, wie er anhand kon­kre­ter Fälle dies selbst ent­wi­ckeln kann — und dies dann auch machen.

Für einen pra­xis­na­hen Online-​​PR-​​Dozenten heißt dies: Es genügt nicht, nur die Denke zu ver­mit­teln son­dern auch das kon­krete Han­deln. Er muss Pra­xis leh­ren – auch wenn diese Dop­pel­deu­tig­keit im ers­ten Moment ver­wirrt. Und er wird dies nur kön­nen, wenn er selbst in der Pra­xis wei­ter­hin aktiv ist oder zumin­dest eng mit ihr ver­netzt ist. Denn die kon­krete Frage „Wie macht man das denn genau“, bedarf eine pra­xis­nahe, aktu­elle Ant­wort. Dies ist eine Ver­ant­wor­tung gegen­über Stu­die­ren­den als PR-​​Experten von morgen.

Mit­le­ben: Als Vor­bild eine starke Online-​​Präsenz vorleben!

Wie auch bei der Podi­ums­dis­kus­sion wie­der deut­lich zum Aus­druck kam: Wir for­dern vom Nach­wuchs, dass er in den rele­van­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len prä­sent ist, sich dort klar und kom­pe­tent zeigt, um sich auf diese Weise eine Repu­ta­tion im Netz auf­zu­bauen. Die Social Media Soft­ware hat dies teils erst ermög­licht bzw. deut­lich erleich­tert. Und diese For­de­rung ist auch rich­tig – aber muss für beide Sei­ten gelten.

Denn in unse­rer Vor­bild­funk­tion bedeu­tet dies auch: Wenn wir dies for­dern, müs­sen wir es aktiv vor­le­ben – ja, als Vor­bil­der. Wir müs­sen uns als Dozent  online zei­gen – ob mit Blog-​​Beiträgen oder mit Fach-​​Tweets, ob mit Bookmarking-​​Tipps oder auf Social Sharing Platt­for­men, auch in Fach­bei­trä­gen für Online-​​PR-​​Portalen und –Maga­zi­nen wie PR-​​Journal, PR-​​Professional. Wer dage­gen keine kon­ti­nu­ier­li­che Prä­senz zeigt, kann diese Vor­bild­funk­tion nie­mals ein­neh­men. Die Emp­feh­lun­gen an den Nach­wuchs wer­den ver­puf­fen – mit nega­ti­ven Fol­gen gerade für die Studierenden.

Die Dis­kus­sion ist eröffnet

Ich weiß, dass diese Anmer­kun­gen erst ein klei­ner Ansatz und Anfang sind. Daher: Wer als Pro­fes­sor, Dozent, Stu­dent, Bera­ter, Agen­tur– und Unter­neh­mens­ver­tre­ter wei­tere Anfor­de­run­gen an (uns) Online-​​PR– und Social Media-​​Dozenten hat – bitte immer her damit!

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Design follows sauberer Recherche. Eigentlich.

Liebe medium-​​magazin-​​Redaktion,

als flei­ßi­ger Leser des medium maga­zins hatte ich mich hier im texterblog.de bereits mit der ers­ten Aus­gabe nach Ihrem Heftre­launch kri­tisch aus­ein­an­der­ge­setzt. Und Sie hat­ten sich direkt dar­auf­hin bei mir gemel­det. Vor­bild­lich die­ser per­sön­li­che Kon­takt. Jetzt dru­cken Sie einen Aus­zug mei­ner Anmer­kun­gen — hier der gesamte Text — sogar in Ihrer neu­es­ten Aus­gabe unter Leser­briefe direkt ab. Gut. So weit — so per­fekt? Lei­der nein!

Denn neben mei­nem Zitat prangt das Foto eines etwas ernst drein­bli­cken­den Herrn. Nicht dass ich etwas gegen die­sen hätte, des­sen Namen Sie mir in der kom­men­den Aus­gabe sicher­lich mit­tei­len wer­den. Nur — und das ist die Krux — hat die­ser ältere Herr auf dem s/​w-​​Foto so gar nichts mit mei­ner Per­son zu tun. Nein, wirk­lich nicht. Dazu erin­nere ich mich noch an unse­ren E-​​Mail-​​Verkehr, dass ich auf ein Bild aus ver­schie­de­nen Gründe aus­drück­lich ver­zich­ten wollte. Und jetzt das?

Irgend­wie könnte ich das Gefühl bekom­men, dass neues Design über sau­be­rer Recher­che steht. Oder ist es doch eine Moment­auf­nahme? Und nur den viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen eines Relaun­ches geschul­det? Ich hoffe doch. Denn auf eine medium-​​magazin-​​Serie à la „Plei­ten, Pech und Pan­nen“ hier im texterblog.de kann ich als Leser Ihres geschätz­ten Maga­zins gerne verzichten.

Schluss mit der Kri­tik — ran an die neue Aus­gabe. Son­nige WM-​​Grüße aus Ber­lin schickt Ihnen

Domi­nik Ruisinger

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