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Aus Verlierern werden Sieger – aus Siegern werden Verlierer

Mit Span­nung wur­den sie erwar­tet: Die Land­tags­wah­len in Rheinland-​​Pfalz und Baden-​​Württemberg. Viel wurde pro­gnos­ti­ziert, geschätzt und gemut­maßt – ab halb sie­ben wer­den die ers­ten Hoch­rech­nun­gen und Ergeb­nisse präsentiert.

So emo­tio­nal der Wahl­kampf (zumin­dest hier in BaWü) geführt wurde, so emo­tio­nal wird es nach Bekannt­gabe der ers­ten Zah­len wei­ter­ge­hen. Denn dann wer­den aus Ver­lie­rern plötz­lich Sie­ger, und aus Sie­gern wer­den Ver­lie­rer. Je nach poli­ti­scher Cou­leur und hoch­ge­rech­ne­tem Ergeb­nis ist dann der letzte Tabel­len­platz noch ein „gro­ßer Erfolg und eine Bestä­ti­gung des erfolg­rei­chen Kur­ses“, und dem Wal­sie­ger wird attes­tiert, dass er „nicht das Ver­trauen der Men­schen gewin­nen konnte“.

Aller­lei poli­ti­scher Spitz­fin­dig­kei­ten wer­den wir heute abend in den Fern­seh­stu­dios die­ser Repu­blik erle­ben und dul­den müs­sen. Dabei wäre es doch so ein­fach, ein den Sieg der ande­ren zu akzep­tie­ren und die eigene Nie­der­lage ein­zu­ge­ste­hen (und natür­lich auch umgekehrt).

Oder wie Andie Breme einst sagte: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!

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Happy Digital Christmas

Wie wär’s wohl gewe­sen, wenn es Face­book, Twit­ter & Co vor 2000 Jah­ren schon gege­ben hätte?
texterblog.de wünscht allen ein fro­hes Weih­nachts­fest, ganz ana­log – mit Ruhe, Besinn­lich­keit und Entspannung!

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Der Herr Fischer und das Vermummungsverbot im Internet

Axel E. Fischer heißt er, der Vor­sit­zende der Enquete-​​Kommission Inter­net und Digi­tale Gesell­schaft. Wir gehen mal davon aus, dass das sein rich­ti­ger Name ist. Und die­ser Axel E. Fischer for­dert jetzt: Schluss mit den Nick­na­mes – im Inter­net müs­sen Klar­na­men her. Schluss mit anony­men Ver­steck­spiel­chen, um im welt­wei­ten Netz Has­s­tria­den abzu­feu­ern. Oder zu zivi­lem Unge­hor­sam auf­zu­ru­fen. Ross und Rei­ter sol­len genannt werden.

Is‘ klar, Herr Fischer. Dafür hat ihre Bun­des­re­gie­rung ja auch den neuen Per­so­nal­aus­weis ein­ge­führt. Damit sich ein jeder im Inter­net zu erken­nen gebe. Mit allen Sicher­heits­lü­cken, die die­ses wun­der­bare Sys­tem so bie­tet. Bis den aller­dings jeder hat, dau­erts ja noch ein wenig. Bleibt also nur abzu­war­ten, bis wir von Ihnen auch noch eine Impres­sumpflicht für pri­vate Facebook-​​Pages bekom­men, der Ein­trag im Tele­fon­buch zur Pflicht wird – und wir am Klin­gel­schild unsere „Kunden“-Numer bei der GEZ ange­ben müssen.

Oder – um es mit der Wor­ten aus der Twit­ter­ge­meinde zu sagen: Wär­me­schutz­ver­ord­nung für Win­dows, Gen­mais­zu­las­sung auf Ser­ver­far­men, Was­ser­qua­li­täts­ver­ord­nung für Quell­text, Nicht­rau­cher­schutz in Sozia­len Netz­wer­ken. Oder last but not least: Die For­de­rung, Ihre For­de­rung ernst zu nehmen.

Wer­ter Herr Abge­ord­ne­ter Fischer: Löschen Sie sich doch ein­fach. Nicht nur aus dem Inter­net – son­dern am bes­ten gleich aus der Politik.

Mit freund­li­chen Grüßen

Andreas Schö­ning (in echt jetzt!)

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Wir müssen ins Facebook. Wieso?

Ersetze „Inter­net“ durch „Face­book“. Diese Auf­gabe würde ich gerne jedem Mal zu die­sem noch immer wun­der­ba­ren Video stel­len. Und dann bitte schön die Frage nach dem „Wieso“ beant­wor­ten. Gibt es viel­leicht nicht Alter­na­ti­ven? Fiel mir gerade so ein als ich einen klei­nen Bei­trag im Rah­men mei­nes Buch­pro­jek­tes schrieb und zur Dis­kus­sion stellte.

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Was ist falsch an „Mädchen sind die besseren Schüler“?

Die Geschichte mit den Ver­län­ge­rungs­ka­be­lIn­nen hat mich neu­gie­rig gemacht und mich zur Wiki-​​Seite „Binnen-​​I“ geführt. Als Binnen-​​I wird jenes groß­ge­schrie­bene I im Wort bezeich­net, das die weib­li­che Form kenn­zeich­nen soll. Inter­es­sant – der Name war mir so noch nicht untergekommen.

Im sel­ben Arti­kel wird natür­lich auch über Pro und Kon­tra des Binnen-I’s berich­tet. In Zusam­men­hang mit der femi­nis­ti­schen Lin­gu­is­tik liest sich das dann wie folgt:

Gemäß der gän­gi­gen Sprach­auf­fas­sung ist der Satz: „Mäd­chen sind die bes­se­ren Schü­ler“ sinn­voll, da das Wort „Schü­ler“ sowohl Mäd­chen als auch Jun­gen bezeich­net. DasGenus ist im Deut­schen oft nicht mit dem Sexus des Bezeich­ne­ten kon­gru­ent. Nach Auf­fas­sung der femi­nis­ti­schen Lin­gu­is­tik ist der Bei­spiel­satz aber inak­zep­ta­bel. For­mu­lie­run­gen, in denen Schü­le­rin­nen zu „Schü­lern“ gemacht wür­den, sind nach der femi­nis­ti­schen Lin­gu­is­tik gene­rell abzu­leh­nen (vgl. hierzu den soge­nann­ten „femi­nis­ti­schen Impe­ra­tiv“: „Bezeichne nie eine Frau, ein­schließ­lich dir selbst, mit einem gram­ma­ti­schen Mas­ku­li­num.“). Folg­lich dürfe das Wort „Schü­ler“ nur als spe­zi­fi­sches Mas­ku­li­num benutzt und ver­stan­den wer­den (als Wort, das sich nur auf Jun­gen bezieht). Die For­mu­lie­rung: „Mäd­chen sind die bes­se­ren Schü­le­rin­nen“ sei ebenso falsch, da durch den Begriff „Schü­le­rin­nen“ die Jun­gen als Ver­gleichs­gruppe aus­ge­schlos­sen wer­den. Rich­tig sei der Satz: „Mäd­chen sind bes­sere Schü­le­rin­nen, als Jun­gen Schü­ler sind“, der aber umständ­lich for­mu­liert ist.

Dazu fällt mir nur noch Peter Zew­gats Lieb­lings­satz ein: „Mann, Mann, Mann!“

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Deutsch-​​Schweizer Freundschaft?

Auf den Tag vor genau fünf Jah­ren – am 22. März 2005 – unter­schrie­ben die Vor­stände der SWISS und der Luft­hansa den Ver­trag über die Inte­gra­tion in den Lufthansa-​​Konzern.

Was heute (zumin­dest in der offi­zi­el­len Ver­sion) als gemein­sa­mer Erfolgs­kurs ange­prie­sen wird, war für viele Schwei­zer ein offe­ner Schlag ins Gesicht – und ist es bis heute geblie­ben. Zu dra­ma­tisch waren die Erleb­nisse um das Groun­ding der vor­mals welt­weit aner­kann­ten und hoch geschätz­ten Air­line; zu viel Natio­nal­stolz hing im wahrs­ten Sinne des Wor­tes „in der Luft“, als es darum ging, ein Stück Schweiz nach Deutsch­land zu verkaufen.

Ich hatte vor und wäh­rend(!) des Groun­dings die Gele­gen­heit, Swiss Air zu flie­gen und bin just am ver­gan­ge­nen Wochen­ende wie­der mit LX geflo­gen: Wenn man sich mit Mit­rei­sen­den unter­hält merkt man schnell, dass die Air­line nicht mehr das Anse­hen genießt, das sie ein­mal hatte. Das wirt­schaft­li­che Modell SWISS mag wie­der auf Kurs gekom­men sein, doch in den Köp­fen der Schwei­zer ist der Car­rier schon lange nicht mehr die Air­line, die das Schwei­zer­kreuz mit Stolz trägt. Trotz­dem: Die Mut­ter hat ihre Toch­ter auf den rich­ti­gen Weg geschickt.

Doch nicht alles ist neu gewor­den. Und das ist gut so. Die Cabin Crews der SWISS leis­ten nach wie vor wun­der­bare Arbeit, sind stets freund­lich, äußerst hilfs­be­reit – und vor allem unglaub­lich aufmerksam.

Schöne Eigen­schaf­ten, wie ich finde, von denen die Mut­ter gerne von der Toch­ter ler­nen darf. In die­sem Sinne: Happy Birth­day, Luft­hansa und SWISS.

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