Archiv | Fundtext

Was Zeitungen alles so behaupten …

Kürz­lich in einer kolum­bia­ni­schen Zeit­schrift ent­deckt: Die wich­tigs­ten The­men aus der Online-​​Welt des Jah­res 2011. Alles recht tref­fend. Nur dass Steve Jobs doch zu Google gehörte, wäre mir dann doch ent­gan­gen. Oder wie soll ich diese gra­fi­sche Dar­stel­lung anders deuten?

Zeitschrift packt Steve Jobs doch zu Google

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Glaube an die Sache

Glaube an die Sache im kolumbianischen Tunja

Die­sen Slo­gan „Glaube an die Sache“ scheint es wohl in jeder Spra­che zu geben, um den Glau­ben an die eigene — mili­tae­ri­sche — Staerke auch so zum Aus­druck zu brin­gen, dass es jeder glaubt. Wie hier auf dem zen­tra­len Platz im kolum­bia­ni­schen Tunja bei einer gros­sen Militaerparade.

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Dumm, duemmer, Bierwerbung

El sabor que des­pierta tus sen­ti­dos“ — also der Geschmack, der deine Gefu­ehle weckt: Sel­ten habe ich wohl eine daem­li­chere Bier­wer­bung gese­hen. Wie heisst es doch, dass Pro­dukt und Slo­gan zusam­men­pas­sen soll­ten, um Glaub­wu­er­dig­keit zu vermitteln.

Aber die­ser ginge viel­leicht fuer einen 15 Jahre alten Bor­deaux, einen beson­ders wei­chen Sin­gle Malt, einen geschmei­di­gen Cognac, einen zart die Gur­gel strei­cheln­den Rum. Aber bitte doch nicht fuer eine schno­ede Bierflasche.

Lie­ber Wer­ber: Immer erst das Pro­dukt ken­nen ler­nen und dann die eigene Krea­ti­vi­taet auf­ru­fen. Nicht anders rum. Und dies gilt auch fuer Kolumbien.

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„Gefällt mir“ für die Hamburger Superbude

Vor ein paar Tagen tes­te­ten wir im schö­nen Ham­burg das Super­bude. Nicht nur, dass ich diese Hotel-​​Hostel-​​Mixtur in St. Georg aus preis­li­chen, ästhe­ti­schen, ser­vice­o­ri­en­tier­ten Grün­den jedem sofort wei­ter­emp­feh­len kann.

Mich beein­druckte auch, wie sie diese Kom­bi­na­tion aus Hamburg-​​Hafen-​​Atmosphäre und „Super“ bzw. „Bude“-Begrifflichkeiten kon­se­quent und lie­be­voll quer durch die Loca­tion durch­zie­hen. Da gibt es also nicht nur die „Super-​​Preise“, den „Super-​​Fahrstuhl“ und die „Super-​​Zimmer“. Im Zim­mer — nein, natür­lich der „Bude“ — heißt es im schöns­tem Deng­lisch „No smo­king in the Bude“, an den Türen hängt kein schnö­des „Please do not dis­turb“, son­dern als Enter­ha­ken „Do not enter. Bitte nicht entern“ oder „Clear the decks. Klar Schiff machen“. Da weiß doch jeder sofort, was zu tun ist. Und das sind nur ein paar der Bei­spiele aus der Superbuden-​​Story.

Daher: Gro­ßes Kom­pli­ment an die Kon­zep­tio­ner, die Ide­en­ge­ber und die Betrei­ber. Wir haben auf jeden Fall super geschla­fen und kom­men super­gerne wie­der. Aber das nur so ganz nebenbei.

Bitte nicht stören ganz hanseatisch

 

 



 

 

 

 

No smoking in the Bude

 

 

 

 

 

 

 

So heißen die Zimmer in der Hamburger Superbude

 

 

 

 

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Verliebt, verlobt, zerstritten, museal?

Museen gibt es heute ja wirk­lich jeg­li­cher Art: Für Kunst, Musik, Sport, Poli­tik, Geschichte, Ero­tik, Sex — wirk­lich jedes Thema scheint ihr eige­nes klei­nere oder grö­ßere Örtchen zu fin­den, um von mehr oder weni­ger neu­gie­ri­gen Besu­chern begafft zu wer­den. Doch ein „Museum of Bro­ken Rela­ti­onships“?

Gescheiterte Beziehungen gibt es jetzt auch als MuseumNein, davon hatte ich bis­her noch nie etwas gehört, bevor ich kürz­lich im kroa­ti­schen Zagreb weilte. Wird es also künf­tig so gehen, dass man sich erst ver­liebt, viel­leicht ver­lobt, ganz viel­leicht sogar hei­ra­tet, bevor man sich trä­nen­reich trennt und seine ganze Geschichte dann nicht einem Freund auf der gemüt­li­chen Coach son­dern eher den gaf­fen­den Muse­ums­be­su­chern erzählt? Und sind daran schon wie­der die Medien Schuld?

Eines ist aber gut ver­ständ­lich: Es über­rascht doch kaum, dass die­ses Museum mit die­ser Idee im Jahre 2011 den Award des „most inno­va­tive museum in Europe“ erhielt. Noch Fra­gen? Dann ein­fach hingehen.

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Tee nur mit Rum in der Schweiz


Ein Tea-Room mit Alkohol im schweizerischen Lausanne

Neu­lich lief ich in Lau­sanne an einem geschlos­se­nen Laden vor­bei, an dem die­ses obige Schild prangte: „Tea-​​Room avec Alcool“. Nicht dass mir die­ser englisch-​​französische Sprachen-​​Mix beson­ders auf­fiel, obwohl eigent­lich die Bewoh­ner auch in der fran­zö­si­schen Schweiz viel Wert auf ihre Spra­che und deren Fines­sen legen.

Nur was wollte mir die­ses Schild denn sagen? Dass dies keine nor­male Tee­stube ist? Dass jeder hier sei­nen Tee mit Alko­hol trin­ken kann/​soll/​muss? Dass bei­spiels­weise auch jedem Grü­nen Tee noch eine kleine alko­ho­li­sche Essenz zuge­mixt wird? Oder dass man hier eine große Aus­wahl an Glüh­wein, Grog, schot­ti­scher Ost­frie­sen­tee oder Tee­bowle oder gar einen einen Tiro­ler Jaga­tee erhält? Bei mei­nem nächs­ten Besuch werde ich es wohl aus­pro­bie­ren müssen.

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