Pandemrix und Celvapan heißen die neuen Präparate, die uns wirksam gegen den H1N1-Virus schützen sollen. Pandemrix für die einen und Celvapan für die anderen. Während sich Bürger mit dem riskanteren zufrieden geben müssen, erfreuen sich Politiker und Staatsvertreter an einem Präparat, das kaum Nebenwirkungen aufweist. Benutzen die Mächtigen des Landes die Masse als Labor-Meerschweinchen? Ein Kommentar zur H1N1-Impfung.
Kaum ein anderes Thema hat in der letzten Zeit so großes Aufsehen erregt wie die sogenannte Schweinegrippe. Die Weltgesundgesundheitsorganisation (WHO) hat nach ihrer Bekanntgabe, die Verbreitung des H1n1-Virus zur Pandemie zu erklären, eine Welle von Reaktionen in der weltweiten Bevölkerung ausgelöst. Die Auswirkungen durch die Grippe seien ernst zu nehmen, so die WHO. Sie brachte einen Stein zum Rollen, der nun eine Felslawine nach sich zieht.
Profitgier auf Kosten der Gesundheit
Die Massenimpfungen sollen beginnen. Und in Zeiten der Wirtschaftskrise erfreut sich die Pharmaindustrie an doppelt so vielen Aufträgen als sonst. Eine positive, fragwürdige Auftragslage in Krisenzeiten.
Zweiseitige Medienberichte und –meldungen lassen an der tatsächlichen Gefährlichkeit des Virus zweifeln, denn die Informations– und Desinformationsflut der Medien verunsichert die Menschen. Sie lässt sie müde werden für eine Impfentscheidung. Impf-müde.
Teilweise begründet: Von knapp 20.000 infizierten Personen starben 16 Menschen, lediglich zwei davon an den direkten Folgen des neuen Influenza Virus. Nicht mehr als bei einer normalen Grippe auch, sagen die Impfkritiker. Die WHO scheint immun gegen jegliche Kritik. Sie sagt, die zweite Grippewelle stünde erst noch bevor. So setzte sie, mit diesem Argument wirksam geschützt, sich für eine baldige Freigabe der Impfstoffe ein. Die unzureichenden Testversuche über die Verträglichkeit spielten hierbei nur eine untergeordnete Rolle.
Tod durch Impfen
Auf Kosten der Bevölkerung und mit fatalen Folgen. Denn mindestens genauso ernst zu nehmen wie die Grippe selbst sind die allergischen Reaktionen der ersten Impf-Patienten. Sie klagen über Übelkeit, Zitteranfälle, unregelmäßige Atmung. Einige erlitten schockartige Zustände, Nebenwirkungen eines Impfstoffes, der auch nach Meinung vieler Fachleute viel zu früh auf den Markt kam. Erste Meldungen über Todesopfer aus Schweden und anderen Ländern, die an den Folgen des Impfstoffes gestorben sein sollen, sorgen für Besorgnis. In Deutschland untersucht die Staatsanwaltschaft aktuell den ersten Todesfall, der kurz nach der Verabreichung des Wirkstoffes eingetreten war.
Vieles lässt an dem Sinn dieser beispiellosen Impfmassenveranstaltung zweifeln. So makaber es auch klingen mag: Es bleibt abzuwarten, wie viele an den Folgen der Schweinegrippe sterben und wie viele an denen des Impfstoffes. Vermutlich werden die WHO und die Pharma-Konzerne darüber keine Angaben veröffentlichen (wollen).
Pandemrix und Celvapan heißen die neuen Präparate, die uns wirksam gegen den H1N1-Virus schützen sollen. Pandemrix für die einen und Celvapan für die anderen. Während sich Bürger mit dem riskanteren zufrieden geben müssen, erfreuen sich Politiker und Staatsvertreter an einem Präparat, das kaum Nebenwirkungen aufweist. Benutzen die Mächtigen des Landes die Masse als Labor-Meerschweinchen? Ein Kommentar.
Kaum ein anderes Thema hat in der letzten Zeit so großes Aufsehen erregt wie die sogenannte Schweinegrippe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach ihrer Bekanntgabe, die Verbreitung des H1n1-Virus zur Pandemie zu erklären, eine Welle von Reaktionen in der weltweiten Bevölkerung ausgelöst. Die Auswirkungen durch die Grippe seien ernst zu nehmen, so die WHO. Sie brachte einen Stein zum Rollen, der nun eine Felslawine nach sich zieht.
Profitgier auf Kosten der Gesundheit
Die Massenimpfungen sollen beginnen. Und in Zeiten der Wirtschaftskrise erfreut sich die Pharmaindustrie an doppelt so vielen Aufträgen als sonst. Eine positive, fragwürdige Auftragslage in Krisenzeiten.
Zweiseitige Medienberichte und –meldungen lassen an der tatsächlichen Gefährlichkeit des Virus zweifeln, denn die Informations– und Desinformationsflut der Medien verunsichert die Menschen. Sie lässt sie müde werden für eine Impfentscheidung. Impf-müde.
Teilweise begründet: Von knapp 20.000 infizierten Personen starben 16 Menschen, lediglich zwei davon an den direkten Folgen des neuen Influenza Virus. Nicht mehr als bei einer normalen Grippe auch, sagen die Impfkritiker. Die WHO scheint immun gegen jegliche Kritik. Sie sagt, die zweite Grippewelle stünde erst noch bevor. So setzte sie, mit diesem Argument wirksam geschützt, sich für eine baldige Freigabe der Impfstoffe ein. Die unzureichenden Testversuche über die Verträglichkeit spielten hierbei nur eine untergeordnete Rolle.
Tod durch Impfen
Auf Kosten der Bevölkerung und mit fatalen Folgen. Denn mindestens genauso ernst zu nehmen wie die Grippe selbst sind die allergischen Reaktionen der ersten Impf-Patienten. Sie klagen über Übelkeit, Zitteranfälle, unregelmäßige Atmung. Einige erlitten schockartige Zustände, Nebenwirkungen eines Impfstoffes, der auch nach Meinung vieler Fachleute viel zu früh auf den Markt kam. Erste Meldungen über Todesopfer aus Schweden und anderen Ländern, die an den Folgen des Impfstoffes gestorben sein sollen, sorgen für Besorgnis. In Deutschland untersucht die Staatsanwaltschaft aktuell den ersten Todesfall, der kurz nach der Verabreichung des Wirkstoffes eingetreten war.
Vieles lässt an dem Sinn dieser beispiellosen Impfmassenveranstaltung zweifeln. So makaber es auch klingen mag: Es bleibt abzuwarten, wie viele an den Folgen der Schweinegrippe sterben und wie viele an denen des Impfstoffes. Vermutlich werden die WHO und die Pharma-Konzerne darüber keine Angaben veröffentlichen (wollen).
Aller Anfang ist schwer
Um Google Wave überhaupt nutzen zu können, gilt es, die erste Hürde zu überwinden. Da es sich momentan noch in einer Testphase befindet, wird der Zugang nicht jedem Internetnutzer gewährt. Um sich einen Account anlegen zu können, braucht man eine Einladung, eine „Invite“. Diese bekommt man jedoch nur von einem bereits registrierten Mitglied, oder man beantragt sie. Wir recherchieren und lassen uns von Lars, einem Bekannten, die Einladung schicken, um das Programm unter die Lupe nehmen zu können.
Der erste Eindruck
Nach einer kurzen Registrierung auf www.gwave.com, die nicht sehr kompliziert ist, öffnet sich die Internetseite. Der Aufbau ist simpel, es sind vier Fenster zu sehen: „Contacts“, „Navigation“, „Inbox“ und „Wave“. Wir bemerken, dass das ganze Programm auf Englisch ist. Für uns ist das kein Problem. Kann man allerdings kein Englisch, ist hier Schluss. Die Sprachkenntnis ist Voraussetzung, da auch alle im Programm enthaltenen „Tutorials“ (Lehrvideos) auf Englisch sind.
Eine „Wave“ starten
Um eine Sitzung zu beginnen, öffnet man eine sogenannte „Wave“ (zu Deutsch „Welle“). Wir haben nun theoretisch die Möglichkeit, mit beliebig vielen Personen in Echtzeit zu kommunizieren, Dateien auszutauschen und zu arbeiten. Dazu wählt man aus seiner Kontaktliste („Contacts“) die gewünschten Personen aus und lädt sie ein, an der „Wave“ teilzunehmen. Dabei fällt uns auf, dass wir gar keine Kontakte haben und das Programm für uns noch keinen Sinn ergibt.
Also machen wir uns auf die Suche nach Lars, um die Möglichkeiten einer „Wave“ testen zu können. Über eine Suchfunktion, die sich auch im „Contacts“-Fenster befindet, geben wir seine Mailadresse ein und werden sofort fündig. Lars ist sogar online. Jetzt steht der ersten „Welle“ nichts mehr im Weg.
Die virtuelle Konferenz
Wir laden Lars zu unserer „Wave“ ein und beginnen einen Text zu schreiben. Plötzlich sehen wir, wie der Text verändert wird – von Lars, er kann direkt auf unser Dokument zugreifen. Im nächsten Moment befindet sich ein Bild in der „Wave“. Später folgt ein Video. Lars hat die Funktion „Hochladen“ benutzt und andere Medien direkt mit unserer Konferenz verknüpft. Das sind die grundlegenden Funktionen einer „Wave“. Es gibt noch viele Bausteine (Gadgets genannt), mit denen man die Wave beliebig erweitern kann.
Der Haken eines Testprogramms
Wie der Name „Testprogramm“ schon sagt, steckt das Programm noch in den Startlöchern, so dass Kinderkrankheiten nicht ausbleiben. Das bedeutet, dass Google viele Funktionen stetig bearbeitet. Wir bekommen das zum ersten Mal mit, als der „Mute-Button“ (Stummfunktion) plötzlich „Unfollow“ heißt (eine Funktion, um eine Wave aus dem Postfach zu entfernen). Der „Google Wave“-Nutzer muss also ständig auf dem neusten Stand sein, um nicht den Überblick zu verlieren. Zudem kann es vorkommen, dass Funktionen plötzlich ausfallen und man das Programm neu starten muss.
Mittesten?
Generell können wir sagen, dass „Google Wave“ auf einer praktischen und wirklich guten Idee basiert. Der Vorteil des Programms ist die erleichterte Planung. Ob es sich um die bevorstehende Geburtstagsfeier handelt oder um eine Präsentation für die Uni, man kann trotz räumlicher Entfernung direkt zusammen arbeiten. Die Nutzung des Programms ist aber besser abzuwarten, da es noch nicht ausgereift ist. Wer trotzdem in die Testphase einsteigen möchte, muss sich mit wenig Benutzerfreundlichkeit abfinden und bereit sein, seine Kenntnisse immer wieder zu aktualisieren.
Daten und Fakten:
Am 27. Mai 2009 wurde Google Wave zum ersten Mal auf der Google-Entwicklerkonferenz in San Francisco vorgestellt. Hier das Video.
Entwickler des Programms sind die Brüder Jens und Lars Rasmussen. Zuvor lieferten die beiden Australier die Grundlage für Google Maps.
Der Betatest, der auf eine Endnutzerzahl von 100.000 Usern begrenzt ist, startete am 30. September 2009.
Sir Peter Ustinov sagte einmal: „Die Menschen, die etwas von heute auf morgen verschieben, sind dieselben, die es bereits von gestern auf heute verschoben haben.“ Da hat er wohl recht. Denn wer schiebt unangenehme Tätigkeiten nicht hin und wieder auf die lange Bank, erledigt sie auf dem letzten Drücker oder prolongiert sie, wie es die Wirtschaftswissenschaftler nennen. Unfassbar, wie attraktiv plötzlich Staubsauger oder Waschmaschine werden, sobald man vor dem leeren Blatt Papier sitzt, auf dem eigentlich schon bald die Hausarbeit stehen müsste. Aufschieben ist ein allzu menschliches Laster, das scheinbar von Faulheit und zu wenig Selbstdisziplin zeugt. Doch was ist, wenn man chronisch aufschieben muss? Wenn man nicht anderes kann, als den Anruf beim Arzt immer wieder hinauszuzögern?
Psychologen haben dafür den Fachbegriff „Prokrastination“ geprägt – abgeleitet von dem lateinischen Verb „procrastinare“, das so viel bedeutet wie „auf morgen verlegen“. „Es ist ein Problem – faktisch mit Sicherheit, sonst würden nicht so viele Termine nicht eingehalten werden“, erklärt Dr. Günter Faber. Mit seinen Studenten forscht er am Institut für Pädagogische Psychologie der Leibniz Universität Hannover zum Thema Prokrastination. Seit den 1980er Jahren widmen sich internationale Wissenschaftler dem Phänomen. Mehr als eine Arbeitsdefinition gibt es jedoch bisher nicht. Demnach ist Prokrationation das gewohnheitsmäßige und irrationale Aufschieben von langfristig geplanten Aufgaben, deren Wichtigkeit einem bewusst ist. Oder einfach gesagt: Man organisiert seine To-Do-Liste ständig um, ohne etwas von ihr zu erledigen.
Abb. 1: 5 vor 12: Aufschieber erledigen wichtige Aufgaben oft in letzter Minute.
Abb. 2: Synonyme für das Wort „aufschieben“ gibt es viele.
Abb. 3: Leerer Bildschirm: Aufschieber finden häufig keinen Anfang.
Erklärungsversuche gibt es viele
Wie weit das Problem verbreitet ist? Das fragt sich auch Dr. Faber. Studien haben ergeben, dass 20 bis 70 Prozent der weltweiten Bevölkerung von der Aufschieberitis, wie Prokrastination im Volksmund heißt, betroffen sind. Vor allem Studierende scheinen an dem Phänomen zu leiden – zumindest ist ihr Aufschiebeverhalten am besten erforscht. Doch es gäbe keinen kritischen Wert, ab dem man sagen könne „So, jetzt ist es Prokrastination“, meint der Experte. Die Grenze zwischen Laster und Störung bzw. Krankheit ist den Wissenschaftlern noch unklar.
Ebenso ungeklärt sind die Ursachen der Arbeitsstörung. „So richtig auf den Punkt, ‚jetzt wissen wir genau, wo es herkommt‘“, soweit ist die Forschung noch nicht, sagt Günter Faber — auch wenn sie uns das gerne glauben machen würde. Erklärungsversuche hingegen gibt es viele. Dabei ist das Ziel des Aufschiebens oft Selbstwertschutz. Betroffene vermeiden alles, das mit unangenehmen Gefühlen verbunden sein könnte. Psychologen sprechen daher oft vom „Avoidance Procrastinator“, dem Vermeidungsaufschieber.
Perfektionisten scheitern beispielsweise an ihrem eigenen krankhaften Verlangen, immer das Beste zu geben. Aus Angst vor dem Versagen, beginnen sie lieber gar nicht erst. Aber auch Prüfungsangst kann Grund zum Prokrastinieren sein. Wieso für die Führerscheinprüfung lernen, wenn man eh weiß, dass man durchfällt? Hierbei spielen auch motivationale Probleme eine Rolle. Wird eine Aufgabe als langweilig, uninteressant oder minderwertig bewertet, fällt es schwer die nötige Motivation aufzubringen. Nur zu gerne lässt sich der Aufschieber dann Ablenken.
Einige Psychologen vermuten hinter der Störung „falsche“ Idole, die meist im engsten Familienkreis zu finden sind. Da ist zum Beispiel der Vater, der im Job perfekt funktioniert und auf der Erfolgswelle schwimmt, seine Familie zuhause jedoch vernachlässigt. Natürlich werden seine Kinder bestrebt sein, alles anders zu machen: Sie werden zu liebevollen Familienmenschen, hinken im Beruf aber stets hinter her.
Und dann gibt es da noch die Aufschieber, die den Kick brauchen, die nur unter Druck kreativ sind und deshalb alle Aufgaben in der letzten Minute fertigstellen. Douglas Adams, Autor von „Per Anhalter durch die Galaxis“, konstatierte dazu einst: „Ich mag Deadlines. Ich mag das „Whoosh“-Geräusch, das sie im Vorbeifliegen machen.“ Experten haben für Menschen wie Adams daher den Begriff „Arousal Procastinator“, Erregungsaufschieber, geprägt.
Im Einzelfall kommen alle Ursachen zusammen
Die Liste der möglichen Ursachen der Aufschieberitis ließe sich noch eine Weile fortsetzen. Denn selbst die Struktur unseres Gehirns wurde von Wissenschaftlern schon als Übeltäter ausfindig gemacht. „Alle in Frage kommenden Ursachen kommen im Einzelfall wohl zusammen“, urteilt Dr. Günter Faber von der Universität Hannover.
Für ihn ist trotz der intensiven Forschung und der vielen Befunde alles noch sehr vage: „Im Moment kann man mehr Fragen stellen als Antworten haben.“ Es schreit alles nach einer Langzeitstudie, sagt Faber. Denn bei allen bisherigen Untersuchungen wurden Prokratinatoren nie über mehrere Jahre hinweg beobachtet, sodass die Forschung nicht sicher sein kann, was Ursache und was Folge ist. Beginne ich etwa aufgrund von Misserfolgen wichtige Tätigkeiten zu vertagen oder resultieren die Misserfolge aus meinem Aufschiebeverhalten? Es stellt sich deshalb die ewige Frage: Was war zuerst – Huhn oder Ei?
Oft wird Prokrastination an den Folgen für die Betroffen fest gemacht. Diese können sowohl persönlicher als auch beruflicher Natur sein. Psychologen an der Universität Münster konnten beispielsweise feststellen, dass Studenten, die die Regelstudienzeit überschritten und eine Tendenz zum Aufschieben haben, in der Regel depressiv sind. Am häufigsten trifft es Studierende der Geisteswissenschaften, da ihr Studium weniger strukturiert verläuft und von ihnen mehr Eigeninitiative verlangt wird.
Aufschieber leiden subjektiv
Für Günter Faber ist allerdings noch nicht endgültig geklärt, ob Aufschieber tatsächlich Schaden nehmen. „Sie leiden subjektiv darunter“, sagt er. Jedoch ist seiner Meinung nach ein direkter Zusammenhang zwischen (akademischen) Leistungen und der Prokrastinationstendenz empirisch noch nicht bewiesen. Etwa der Abiturdurchschnitt gäbe keine Auskunft über ein mögliches Aufschiebeverhalten.
Interessant ist auch, dass Männer und Frauen scheinbar gleichermaßen von der Störung betroffen sind. Ebenso wenig belegt, ist eine Wechselbeziehung zwischen Aufschieben und Intelligenz oder Aufschieben und dem Kulturkreis. So finden in den letzten Jahren auch in China vermehrt Studien zum Thema Prokrastination statt. Aufschieber gibt es also nicht nur in der westlichen Welt.
Trotz der vielen Forschungsinitiativen seit den 1980er Jahren ist das Problem noch nicht greifbar. Im Gegenteil – die Abgrenzungen zu anderen psychischen Erkrankungen, wie etwa der Prüfungsangst, verschwimmen immer mehr. Dies meint zumindest Dr. Günter Faber: „Je mehr ich mich mit der Prokrastination beschäftigt habe, desto unsicherer bin ich mir.“
Er ist sich aber sicher, dass die Aufschieberitis in Modethema ist: „Wer ein Ratgeber-Buch über Prokrastination schreibt, hat hohen Absatz.“ So werden vermutlich noch viele Seiten mit Tipps gefüllt, die mal mehr, mal weniger wertvoll sind, bis wir das Phänomen „Aufschieben“ endgültig verstehen – vorausgesetzt, die Autoren müssen nicht vorher den Müll rausbringen, Ostergras ansehen oder ihren Schreibtisch aufräumen.
Serviceangebot an Sie:
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