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	<description>Reden ist Silber, Schreiben ist Gold.</description>
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		<title>Abschied: Tipps für Kolumbien-Reisende</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 11:07:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach drei Wochen ist meine Kolumbien-Reise jetzt zu Ende. Statt eines Resümees will ich lieber jedem Neugierigen dieses Land wärmstens ans Herz legen. Und damit die Reiseplanung etwas einfacher wird, habe ich meine wichtigsten Tipps kurz zusammengefasst. Flüge: Meinen richtigen billigen Airfrance-Flug (ca. 550 Euro) habe ich über meine derzeitige Lieblings-Reisesuchmaschine swoodoo geschossen. Im Inland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.texterblog.de/2011/12/abschied-tipps-fuer-kolumbien-reisende/kolumbien_cartagena/" rel="attachment wp-att-1852"><img onload="NcodeImageResizer.createOn(this);" class="alignleft size-full wp-image-1852" title="kolumbien_cartagena" src="http://www.texterblog.de/wp-content/uploads/2011/12/kolumbien_cartagena.jpg" alt="Cartagena bei Nacht in Kolumbien" width="792" height="594" /></a></p>
<p>Nach drei Wochen ist meine Kolumbien-Reise jetzt zu Ende. Statt eines Resümees will ich lieber jedem Neugierigen dieses Land wärmstens ans Herz legen. Und damit die Reiseplanung etwas einfacher wird, habe ich meine wichtigsten Tipps kurz zusammengefasst.</p>
<p><strong>Flüge</strong>: Meinen richtigen billigen Airfrance-Flug (ca. 550 Euro) habe ich über meine derzeitige Lieblings-Reisesuchmaschine <a title="Swoodoo Reisesuchmaschine" href="http://www.swoodoo.com" target="_blank">swoodoo</a> geschossen. Im Inland bin ich bislang mit der Billigfluglinie <a title="Easyfly Billigfluglinie Kolumbien" href="http://www.easyfly.com.co/" target="_blank">Easyfly</a>, der Staatslinie <a title="Avianca Fluglinie Kolumbien" href="http://www.avianca.com" target="_blank">Avianca</a> und der Panana-Line <a title="Copa Airlines Fluglinie Panama" href="http://www.copaair.com" target="_blank">Copa</a> geflogen — alle recht zuverlässig und pünktlich.</p>
<p><strong>Reisezeit</strong>: Eigentlich empfiehlt jeder den Zeitraum zwischen Dezember und April als Reisemonate — also zwischen den Reisezeiten. Aber bei dem, was „<a title="La Nina Wetterphänomen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/La_Niña" target="_blank">La Nina</a>“ mit uns dieses Jahr wieder angestellt hat (bzw. wir mit der Natur anstellen), werden Reisezeit-Tipps immer schwieriger. Trotzdem würde ich den Zeitraum bis auf den Januar empfehlen, denn da hat das gesamte Land Ferien, und die Preise sind deutlich höher.</p>
<p><strong>Hotels</strong>: (alles Preise für EZ/DZ inkl. Frühstück)</p>
<ul>
<li><strong>Bogota</strong>: Dieses Mal habe ich die <a title="Casa Violeta Hostal Bogota Kolumbien" href="http://www.hostelcasavioleta.com/" target="_blank">Casa Violeta</a> gewählt, das sich wie viele hier „Boutique“ nennt. Das Hostal ist erst 6 Monate alt — und noch viel wird gewerkelt. Das Team nett und bemüht, der Preis pro Zimmer bei 29 Euro mit Gemeinschaftsbad okay. Wer keine Heizung braucht (in Bogota wird’s auf 2.700m verdammt kalt) und null lärmempfindlich ist (Zimmer sind ziemlich hellhörig) kann zum Beispiel mein Comic-Zimmer buchen. Aber es gibt mit Sicherheit besseres zu ähnlichen Preisen.</li>
<li><strong>Villa de Leyva</strong>: Die <a title="Hospederia La Roca in Villa de Leyva Kolumbien" href="http://www.hospederialaroca.com/" target="_blank">Hospederia La Roca</a> war meine persönliche Lieblings-Neuentdeckung — und das zum <a title="Jährliches Feuerwerkspektakel in Villa de Leyva im texterblog" href="http://www.texterblog.de/2011/12/so-sieht-ein-richtiges-feuerwerk-aus/" target="_blank">jährlichen Feuerwerkspektakel</a>. Direkt an einem der <a title="Beitrag über Villa de Leyva in Kolumbien im texterblog" href="http://www.texterblog.de/2011/12/abschied-von-villa-de-leyva/" target="_blank">schönsten Plätze der Welt gelegen</a> dehnt sich das Hotel sich über zwei große, zweistöckige Innenhöfe aus. Wunderbare Zimmer, tolle Atmosphäre und das für 30 Euro inkl. Privatbad — ich war 4 Nächte lang sehr glücklich.</li>
<li><strong>Tunja</strong>: Über dieses Hotel in der eher mittelprächtigen Stadt hülle ich lieber den Mantel des Schweigens. Besser nach 2 Stunden Aufenthalt direkt weiterreisen.</li>
<li><strong>San Gil</strong>: Erst vor 2 Monaten als Hotel-Ergänzung zu <a title="Sam's VIP Hostel San Gil Kolumbien" href="http://www.samshostel.com/" target="_blank">Sam’s Hostel</a> eröffnet, will Sam mit der Mansión del Parque Reisende anziehen, die etwas mehr als Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbad erwarten. 30 Euro mit Bad ohne Frühstück ist für den großen, extrem hellhörigen Raum nicht billig. Auch würde ich eher eine Unterkunft in dem wunderschönen, nur 40 Minuten entfernten Kolonial-Dorf <a title="Barichara Kolonialstadt in Kolumbien" href="http://barichara.com.co/" target="_blank">Barichara</a> empfehlen.</li>
<li><strong>Girón</strong>: Auch wenn die E-Mail-Kommunikation mit dem <a title="Hotel Las Nieves in Giron Kolumbien" href="http://www.hotellasnievesgiron.com/" target="_blank">Hotel Las Nieves</a> etwas mühsam war, hat es sich gelohnt: Direkt am Hauptplatz des wunderschönen Ortes Girón gelegen, ist es ein stolzes, hübsches Haus mit nettem Innenhof, extrem großräumigen Zimmern — und das für 15 Euro inkl. Privatbad.</li>
<li><strong>Santa Marta</strong>: Mein Lieblingshotel: Jeder, der nach <a title="Santa Marta in Kolumbien an der Karibikküste" href="http://www.exploresantamarta.com/indexd.htm" target="_blank">Santa Marta</a> kommt, sollte unbedingt ins <a title="Nueva Granada Hotel in Santa Marta Kolumbien" href="http://www.hotelnuevagranada.com/" target="_blank">Nueva Granada</a>. Das Team um Javier ist supernett und hilfsbereit, die Lage der Zimmer rund um den Innenhof mit kleinem Pool und krächzendem Papagei entspannt. Und wem es wie mir mal gesundheitlich schlecht geht, kann sich auf alle 100%ig verlassen. Der Preis: 25 Euro pro Zimmer mit Bad. Besser geht es nicht.</li>
<li><strong>Cartagena</strong>: Die schönste Stadt Kolumbiens ist teuer — und auch die Hotels sind nicht wirklich billig. Wer ein bisschen Qualität haben will, sollte sich das <a title="Hotel 3 Banderas in Cartagena Kolumbien" href="http://www.hotel3banderas.com/" target="_blank">3 Banderas</a> vornehmen. Die Lage im etwas weniger touristischen Stadtteil San Diego ist top, alles Sehenswürdige in sicherer Laufentfernung, das Haus mit seinen Brunnen und den Zimmern sehr geschmackvoll gestaltet, das Team stets hilfsbereit. Der Preis: 75 Euro inkl. a/c, Frühstück und Bad.</li>
</ul>
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		<title>Was Zeitungen alles so behaupten …</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 01:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Fundtext]]></category>
		<category><![CDATA[texter on road]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Jobs]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich in einer kolumbianischen Zeitschrift entdeckt: Die wichtigsten Themen aus der Online-Welt des Jahres 2011. Alles recht treffend. Nur dass Steve Jobs doch zu Google gehörte, wäre mir dann doch entgangen. Oder wie soll ich diese grafische Darstellung anders deuten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich in einer kolumbianischen Zeitschrift entdeckt: Die wichtigsten Themen aus der Online-Welt des Jahres 2011. Alles recht treffend. Nur dass Steve Jobs doch zu Google gehörte, wäre mir dann doch entgangen. Oder wie soll ich diese grafische Darstellung anders deuten?</p>
<p><a href="http://www.texterblog.de/2011/12/was-zeitungen-alles-so-behaupten/googlestevejobs/" rel="attachment wp-att-1843"><img onload="NcodeImageResizer.createOn(this);" class="alignleft size-full wp-image-1843" title="google+stevejobs" src="http://www.texterblog.de/wp-content/uploads/2011/12/google+stevejobs.jpg" alt="Zeitschrift packt Steve Jobs doch zu Google" width="522" height="392" /></a></p>
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		<title>Eine andere Religiositaet</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 05:42:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe schon oefters ueber das Thema Religiositaet in Kolumbien und ueber die Menschen geschrieben, wie sie diese leben, indem sie — ob jung oder alt, gesetzt, cool, trendy, normal, reich oder arm — sofort das Kreuz auf der Brust schlagen, nicht nur wenn sie ein Gotteshaus betreten, sondern oft auch wenn sie es nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe schon oefters ueber das Thema Religiositaet in Kolumbien und ueber die Menschen geschrieben, wie sie diese leben, indem sie — ob jung oder alt, gesetzt, cool, trendy, normal, reich oder arm — <a title="texterblog ueber die Religiositaet in Kolumbien" href="http://www.texterblog.de/2008/12/reisenotizen-tiefe-religiositaet/" target="_blank">sofort das Kreuz auf der Brust schlagen</a>, nicht nur wenn sie ein Gotteshaus betreten, sondern oft auch wenn sie es nur passieren. Oder wie sie im Gebet tief versunken trotzdem noch <a title="texterblog: Handy trotz Religiositaet" href="http://www.texterblog.de/2011/12/mehr-regen-mehr-touristen-mehr-handys/" target="_blank">zu ihrem laeutendem Handy greifen</a>, da das Mobiltelefon ihr Einundalles ist. Bei diesen Moment zeigt sich, dass die Religiositaet fester Bestandteil und Teil der inneren Seele aller Kolumbianer ist. Wenn man sich nicht mit ihr auseinander setzt, wird man das Land und die Menschen nie wirklich verstehen koennen.</p>
<p>Gerade komme ich beispielsweise aus einer Kirche — schliesslich ist heute Weihnachten. Und in fremden Kulturen lernt man an diesen Orten und Tagen viel ueber das Wesen der Menschen. Die Weihnachtsmesse lief — und vieles brachte mich zum Schmunzeln. Da war zum einen diese riesige Krippe, die — wie alles hier im Land — nicht mit echten Kerzen, sondern mit einem gliktzernden und dynamisch reagierenden Lichterketten-Kombo erleuchtert war, die meinen <a title="texterblog erinnert an LED-Fashion " href="http://www.led-fashion.com" target="_blank">LED-Freund Jens</a> begeistert haette.</p>
<p>„Stille Nacht, heilige Nacht …“ wurde von einer Seagerin samt akkustischer Guitarre — inklusive elektronischem Kirchen-Verstaerker — angestimmt. Und — fuer die nicht Textfesten — wurde neben dem Altar ein Beamer mit Leinwand aufgebaut, ueber die die Gesangszeilen leicht nachlesbar liefen.</p>
<p>Auch viele gerade der Besucherinnen haette man bei uns kaum zur Messe zugelassen: Weihnachtsfein aufgehuebscht (wie alle in der Stadt) stoeckelten sie auf den hoechsten Schuhen, in den kuerzesten, engsten Roecken und mit den tiefst ausgeschnittenen, schulterfreien Kleidchen in und durch die Kirche, am Eingang sorgfaeltig das Kreuz auf die Brust zeichnend, um dann neben Freundinnen und natuerlich der Familie in einer Kirchenbank knieend im Gebet zu versinken.</p>
<p>Auch dies ist wieder eines der zahlreichen Symbole, wie „normal“ hier der Umgang der Menschen mit ihrer Religiositaet und ihrem ueberzeugten Glauben ist, die fester Bestandteil ihres Leben und ihrer ganz persoenlichen Liebe sind.</p>
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		<title>Das etwas andere Weihnachten</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 04:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn in einem weit abgelegenen Kloster „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ auf deutsch ertoent, wenn eine Gruppe Kinder in einer versteckten Gasse auf ihren Geigen „Oh du Froehliche“ einstimmt, wenn kleine Dorfkirchen ihre treue Gemeinde zum allabendlichen Weihnachtskonzert laden, wenn Gotteshaeuser auf zentralen Plaetzen jeden Morgen um 3.30 Uhr zur Fruehmesse laut laeuten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn in einem weit abgelegenen Kloster „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ auf deutsch ertoent,<br />
wenn eine Gruppe Kinder in einer versteckten Gasse auf ihren Geigen „Oh du Froehliche“ einstimmt,</p>
<p>wenn kleine Dorfkirchen ihre treue Gemeinde zum allabendlichen Weihnachtskonzert laden,<br />
wenn Gotteshaeuser auf zentralen Plaetzen jeden Morgen um 3.30 Uhr zur Fruehmesse laut laeuten,</p>
<p>wenn der groesste Weihnachtsbaum nicht im kalten Berlin sondern im verregneten Bogota steht,<br />
wenn in jeder TV-Sendung fuer Geschenke geworben wird, waehrend im Hintergrund (Kunst-)Schnee faellt,</p>
<p>wenn an praktisch allen Haeusern — ob Stadt, ob Dorf — die Weihnachtsbeleuchtung schrill glitzert,<br />
wenn Lichterschlangen Sterne und Baeume auf Plaetzen, in Strassen, in Naturschutzparks erleuchten,</p>
<p>wenn aeltere Losverkaeufer bei ueber 30 Grad Hitze stolz ihre wollenen Weihnachtsmuetzen tragen,<br />
wenn mit Suesscreme gefuellte Spruehdosen unvorsichtige Passanten mit weissen Baerten verzieren,</p>
<p>dann spuert auch der zugereiste Deutsche schon etwas melancholisch, dass Weihnachten vor der Tuer steht und in jedem Land etwas ganz besonderes ist — auch in seinem eigenen Herzen.</p>
<p><strong>Frohe Weihnachten Euch Lieben!</strong></p>
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		<title>Mehr Regen — mehr Touristen — mehr Handys</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 02:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[texter on road]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[la Niña]]></category>
		<category><![CDATA[Religiositaet]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern hat mich der Besitzer meines Hotels in Santa Marta gefragt, was sich meiner Meinung nach in Kolumbien innerhalb der letzten drei Jahre seit meines letzten Aufenthalts so alles veraendert haette. Da fielen mir spontan drei Aspekte ein: 1) Mehr Regen: Das Wetterphaenomen „La Niña“ hat hier voll zugeschlagen und in vielen Regionen des Landes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat mich der Besitzer <a title="Hotel Nueva Granada in Santa Marta Kolumbien" href="http://www.hotelnuevagranada.com/" target="_blank">meines Hotels</a> in <a title="Santa Marta in Kolumbien" href="http://www.santamarta-magdalena.gov.co/index.shtml" target="_blank">Santa Marta</a> gefragt, was sich meiner Meinung nach in Kolumbien innerhalb der letzten drei Jahre seit meines letzten Aufenthalts so alles veraendert haette. Da fielen mir spontan drei Aspekte ein:</p>
<p>1) <strong>Mehr Regen</strong>: Das <a title="Was ist La Niña? Wikipedia ueber das Wetterphaenomen" href="http://es.wikipedia.org/wiki/La_Ni%C3%B1a_%28clima%29" target="_blank">Wetterphaenomen „La Niña“</a> hat hier voll zugeschlagen und in vielen Regionen des Landes fuer schlimmste Ueberschwemmungen und Verwuestungen gesorgt. Ich habe hier Bilder im Fernsehen gesehen, die mich regelrecht schockiert haben — aber davon bekommt ihr in Deutschland sicherlich nichts mit ;-(. Kaum jemand, mit dem ich hier gesprochen habe, kann sich an derartige Wassermassen erinnern wie in diesem Jahr. Einen guten Teil meiner Reise vor drei Jahren haette ich dieses Jahr niemals machen koennen. Dabei ist die Regenzeit eigentlich seit 1 Monat zu Ende.</p>
<p>2) <strong>Mehr Touristen</strong>: Auch wenn ich keine offiziellen Zahlen bei der Entwicklung der Touristenzahlen kenne, ist es doch offensichtlich: Die Zahl gerade der auslaendischen Besucher hat deutlich zugenommen. Das betrifft die Hauptstadt Bogota genauso wie fast alle meine bisherigen Reiseziele und sowohl Backpacker, reisende Paare als auch Familien mit Kindern. Kolumbien scheint sich also ganz allmaehlich und Schritt fuer Schritt zum Reiseland zu entwickeln. Bei den zahlreichen teils noch unentdeckten Reizen auch kein Wunder.</p>
<p>3) <strong>Mehr Handys</strong>: Die weltweite Mobilfunkphobie hat auch hier voll zugeschlagen — auch wenn es weiterhin <a title="Fliegende Telefonanbieter im texterblog" href="http://www.texterblog.de/2008/12/reisenotizen-kolumbianische-kommunikation/" target="_blank">die fliegenden „Minutos“-Telefonanbieter</a> gibt. Kaum ein Ort, an dem nicht telefoniert, gesmst oder per Facebook u.ae. kommuniziert wird. Bevorzugte Handymarke ist uebrigens eindeutig Nokia. Das unglaublichste Beispiel habe ich erst vor wenigen Tagen in der 2.800 Meter hoch gelegenen <a title="Stadt Tunja in Kolumbien" href="http://www.tunja.gov.co/" target="_blank">Stadt Tunja</a> erlebt. Ich sass in einer Kirche, eine Bank weiter betete ein juengerer Mann knieend in sich vertieft — <a title="Religiositaet in Kolumbien im texterblog" href="http://www.texterblog.de/2008/12/reisenotizen-tiefe-religiositaet/" target="_blank">die Religiositaet</a> ist im gesamten Land weiterhin extrem hoch. Ploetzlich laeutete sein Handy. Nicht dass er dieses in diesem innigen Moment ignorieren wuerde. Keineswegs. Vielmehr nahm er in seiner weiterhin knieenden Stellung den Anruf an, sprach mit etwas gedaempfter Stimme in unveraenderter Haltung einige Minuten lang, um nach Abschluss — immer noch in derselben Haltung — weiter zu beten. Und da soll noch jemand sagen, dass Kirche und Modernitaet nicht zusammenpassen. ;-)</p>
<p> </p>
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		<title>Entspannen am Strand? Fehlanzeige!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 02:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[texter on road]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn etwas in Kolumbien am Strand nicht klappt, dann ist das schlafen oder doesen. Nicht, weil die Straende so ueberfuellt waeren und fuer einen zu hohen Laermpegel sorgten. Keineswegs! Die „Stoerer“ sind eher berufsbedingt. Denn hat man sich einmal ausgestreckt und die Augen geschlossen, wird man — so meine offiziellen Berechnungen — alle 8,5 Sekunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn etwas in Kolumbien am Strand nicht klappt, dann ist das schlafen oder doesen. Nicht, weil die Straende so ueberfuellt waeren und fuer einen zu hohen Laermpegel sorgten. Keineswegs! Die „Stoerer“ sind eher berufsbedingt.</p>
<p>Denn hat man sich einmal ausgestreckt und die Augen geschlossen, wird man — so meine offiziellen Berechnungen — alle 8,5 Sekunden einen anderen fliegenden Haendler vor sich haben. Schliesslich haben sie eine Menge im Angebot. Da waeren — regelmaessig routierend — „Aguila, cerveza, agua“ (Bier und Wasser), „Masajes“ (Massagen, sic), „Tinto“ (Kaffee schwarz stark gesuesst), „Helados“ (Eis), „Frutas“ (meist Mangoschnitze), „Cocos“ (Erst Nuss trinken, dann essen), „Ostras“ (Austern), „Carnes“ (Fleischspiesschen) oder mal „Excursiones“ (Tickets fuer Ausfluege).</p>
<p>Dazu noch alle Arten von Chips, Eisschnee mit suessen Sossen (hat meist eine Penisform ;-), daher vielleicht so beliebt), T-Shirts und Umhaenge, Silberschmuck, Korallenketten und Armbaender (natuerlich alle made in Colombia), Tretboot-Angebote, Fotos vor Meereshintergrund (selbstverstaendlich von professionellen Fotografen) und weitere 38 oder 39 mehr oder weniger spannende Offerten. Da hilft nur eines: Weit ins Meer rausschwimmen. Denn da kommen sie — noch — nicht hin.</p>
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		<title>Juan Valdez zeigt Verantwortung</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 22:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fachtext]]></category>
		<category><![CDATA[texter on road]]></category>
		<category><![CDATA[CSR]]></category>
		<category><![CDATA[Juan Valdez]]></category>
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		<category><![CDATA[oekologisch]]></category>
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		<category><![CDATA[transparentwashing]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer durch Kolumbien reist, kommt an Juan Valdez Cafe nicht vorbei. Denn „Das Geschaeft der kolumbianischen Kaffeebauern“ mit dem nicht gerade preiswerten, aber meiner Meinung nach besten Kaffee der Welt hat in allen groesseren Staedten und Staedtchen seinen prominenten Sitz. Das Schoene: Ich gehe gerne dorthin — neben meinem Gaumen und meiner Nase auch mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer durch Kolumbien reist, kommt an <a title="Juan Valdez Cafe in Kolumbien" href="http://www.juanvaldez.com/" target="_blank">Juan Valdez Cafe</a> nicht vorbei. Denn „<em>Das Geschaeft der kolumbianischen Kaffeebauern</em>“ mit dem nicht gerade preiswerten, aber meiner Meinung nach besten Kaffee der Welt hat in allen groesseren Staedten und Staedtchen seinen prominenten Sitz. Das Schoene: Ich gehe gerne dorthin — neben meinem Gaumen und meiner Nase auch mein Gewissen. Denn was bei uns etwas allgemein formuliert „fairtrade“ heisst, ist hier konkret ein Millionen schweres Projekt, das den hiesigen Kaffeebauern zu Gute kommt. Wie heisst es doch — frei uebersetzt — auf jedem Becher: <em>„Jede fuer diesen Kaffee ausgewaehlte Kaffeebohne ist das Ergebnis des Engagements und der Arbeit von mehr als 500.000 Familien, die in Kolumbien Kaffee anbauen. Mit deinem Kauf traegst du dazu bei, dass diese Familien eine bessere Zukunft haben.“</em></p>
<p>Quer durch all seine Produkte und Medien kommuniziert Juan Valdez diese Botschaft der sozialen Foerderung, der nachhaltigen Entwicklung und des konsequenten Schutzes der Umwelt. Nicht nur die Becher, selbst die Papierteller fuer Kuchen und Croissants sind 100 Prozent recyclbar. Stets ist zu lesen: „<em>In unserem Bestreben, dir den besten Kaffee der Welt anzubieten, wollen wir gleichzeitig die Natur schuetzen</em>.“ Zudem initiiert Juan Valdez jaehrlich Projekte — wie den „<a title="Cafe de la Reconciliacion in der 5. Auflage in Kolumbien" href="http://www.valledelcauca.gov.co/publicaciones.php?id=18599" target="_blank">Cafe de la Reconciliacion</a> (Versoehnung) — A Valley of Peace“, um den hiesigen Kaffeebauern eine nachhaltige Einkommensalternative zu bieten — und dies gerade in Regionen, die jahrzehntelang unter dem politischen Konflikten des Landes leiden mussten.</p>
<p>Mir ist in Deutschland kaum ein Unternehmen bekannt, das so konsequent diesen Weg geht, ueber die Notwendigkeit dieses Weges auch jeden Nutzer — also hier Kaffeetrinker — sichtbar hinweist und damit natuerlich das eigene Markenimage positiv kommuniziiert — mit Erfolg, wie die hohe Beliebtheitsrate innerhalb von Kolumbien belegt. Also richtige soziale und oekologische Verantwortung als CSR-Ansatz — fernab von allem <a title="Ueber Transparent Washing von Thomas Pleil im Textdepot" href="http://thomaspleil.wordpress.com/2011/12/16/transparent-washing/" target="_blank">Green-, White-, Blue und sonstiges Transparent-Washing</a> — und ich meine dies nicht auf die Entfernung in Kilometern bezogen.</p>
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		<title>Glaube an die Sache</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 00:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesen Slogan „Glaube an die Sache“ scheint es wohl in jeder Sprache zu geben, um den Glauben an die eigene — militaerische — Staerke auch so zum Ausdruck zu bringen, dass es jeder glaubt. Wie hier auf dem zentralen Platz im kolumbianischen Tunja bei einer grossen Militaerparade.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.texterblog.de/2011/12/glaube-an-die-sache/img_4163/" rel="attachment wp-att-1820"><img onload="NcodeImageResizer.createOn(this);" class="alignleft size-full wp-image-1820" title="IMG_4163" src="http://www.texterblog.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4163.jpg" alt="Glaube an die Sache im kolumbianischen Tunja" width="612" height="816" /></a></p>
<p>Diesen Slogan „Glaube an die Sache“ scheint es wohl in jeder Sprache zu geben, um den Glauben an die eigene — militaerische — Staerke auch so zum Ausdruck zu bringen, dass es jeder glaubt. Wie hier auf dem zentralen Platz im kolumbianischen Tunja bei einer grossen Militaerparade.</p>
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		<title>Bus-Beifahrer fuer 3 Stunden</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 00:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.texterblog.de/2011/12/bus-beifahrer-fuer-3-stunden/chicamocha/" rel="attachment wp-att-1814"><img onload="NcodeImageResizer.createOn(this);" class="alignleft size-full wp-image-1814" title="chicamocha" src="http://www.texterblog.de/wp-content/uploads/2011/12/chicamocha.jpg" alt="Blick aus dem fahrenden Bus auf den Canjon Chicamocha" width="816" height="612" /></a></p>
<p>Nein, diese Fahrt werde ich nicht wieder vergessen. Und nein, auch diesen Fahrer nicht. Darf ich kurz vorstellen: Pedro Pablo, 58 Jahre, volles, grau meliertes Haar, leicht ausgepraegtes Doppelkinn, golden eingefangene Brillenglaeser, gebuertig aus San Gil, in der kolumbianischen Provinz Santander gelegen, mit Beruf Busfahrer. Wenn er laechelt, zeigt er stets seine zwei verbliebenen Schneidezaehne, wenn er sich raeuspert — und das tut er haeufig, hat man den Eindruck, ein 7,5-Tonner setze gerade zum Ueberholen an. Er selbst faehrt aber einen Kleinbus, hier Busseta genannt, und dies in diesem Stil, wie ihn auch Selbstmoerder pflegen koennten, nur dass diese keine Fuhre Passagiere als ihnen anvertraute Begleiter haben.</p>
<p>Gestern durfte ich neben ihm auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Dazu muss man wissen, dass die Gesellschaften meist die ein bis zwei — je nach Bus — Beifahrerplaetze mit verkaufen, um mehr „Plata“, also Geld, zu machen. Bei dieser Fahrt von San Gil nach Bucaramanga hatte ich es geschafft, neben ihm sitzen zu duerfen. Da wusste ich aber noch nicht, dass vor uns die landschaftlich schoenste und aufregendste Strecke liegen wuerde, die ich bislang kennenlernen durfte. Vom <a title="San Gil im Santander Kolumbien" href="http://www.sangil.com.co/" target="_blank">Outdoor-Mekka San Gil</a> auf ca. 1.000 Metern Hoehe gelegen schraubte sich der vollgepackte Bus schwer schnaubend die Serpentinen hinaus. Die zweifach durchgezogene Fahrbahnlinie muss eine hier unbekannte Bedeutung haben. Pedro Pablo versuchte stattdessen, so ziemlich alles zu ueberholen, was sich uns in den Weg stellte. Und das war ein ganzer Zug an Lkws, Tankwagen, Huehner– und Biertransportern, deren wenig huebsche Hinterteile uns nur kurz anlachten. Schliesslich bildet diese enge Gebirgsstrecke die einzige Verbindung zwischen der Millionen-Metropole Bogota und der touristisch wenig interessanten <a title="Industriestadt Bucaramanga in Santander Kolumbien" href="http://www.bucaramanga.gov.co/" target="_blank">Industriegrossstadt Bucaramanga</a>.</p>
<p>Vor jedem Ueberholvorgang raeusperte sich unser Fahrer ausfuehrlich, riss dann kraftvoll den Rang runter, schwenkte kraeftig aus und war dann meist an allen vorbei — falls er mit Vollbremsung nicht doch irgendwie zwischen den teils ueberholten Opfern wieder einscheren musste. Ein huebsches Manoever, vor allem wenn rechts die Fahrbahn sich hinter einer 30 cm flachen Strassenbegrenzung in den tiefen Canyon Chicamocha woelbte, der sich immerhin 500 und 1.500 Meter tief unter uns durch dieses Gebirgsmassiv schlug. Ab und zu tauchten auf unserer Magen unfreundlichen Serpentinentour kleine Haeuschen am Wegesrand auf, vor denen auf Leinen bunte T-Shirts, Slips und BHs im leichten Wind taumelten. An den Peage-Stationen warteten Kinder und aeltere Frauen auf uns — mit Riesenmandarinen im gebuendelten 10er-Pack.</p>
<p>„Ohne diese vielen Lkws wuerden wir die Strecke leicht in zweieinhalb Stunden schaffen“, stiess mein gaehnenden Fahrer durch die Schneidezaehne und schien sich eher nach seinem Mittagsschlaefchen zu sehnen. Schliesslich hatte seine Uhr gerade 13 Uhr angezeigt. Doch schon im naechsten Momente setzte er wieder alles dran, die im Stau verlorene Zeit reinzuholen. Neben mir wartete stattdessen wieder die tiefe Schlucht auf uns, waehrend uns gegenueber die grauen, grafitartigen Felsen ihre kraeftigen Konturen im Sonnen-Schattenspiel zeigten.</p>
<p>110 Kilometer in drei Stunden — dies schaffen auf dieser viel befahrenen Serpentinenstrecke sicherlich nur kolombianische Busfahrer. Pedro Pablo hatte gerade die zweieinhalb Stunden-Marke gerissen, als wir die Industriemetropole Bucaramanga bereits erreichten und mit 90 Stundenkilometern statt der erlaubten 30 bis 50 wenig sicherheitskonform durch den Verkehr pfluegten. Irgendwie war ich fast ein wenig traurig, als diese Begegnung wenige Kilometer spaeter am Busbahnhof ein Ende hatte. Aber wie sagt man hier so schoen: „Hasta luego“, also bis dann. Dabei blinkten zum Abschied nochmals die beiden Schneidezaehne durch Pablo Pedros wohlwollendes Laecheln hindurch.</p>
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		<title>Abschied von Villa de Leyva</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 01:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Ruisinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein wunderschoener Ort, den ich gestern verlassen habe: Villa de Leyva. Allein der Name klingt herrschaftlich, elegant, vornehm, nach wirklicher Groesse. Gross ist aber nur der Platz, einer der groessten ganz Suedamerikas: 14.000 m2 Weite, um es ganz genau zu nehmen. Dazu freigehalten als taegliche Begegnungsstaette und Ort wichtiger Feiern wie des jaehrlichen Festival de Luces. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.texterblog.de/2011/12/abschied-von-villa-de-leyva/villadeleyva201112/" rel="attachment wp-att-1803"><img onload="NcodeImageResizer.createOn(this);" class="alignleft size-full wp-image-1803" title="villadeleyva201112" src="http://www.texterblog.de/wp-content/uploads/2011/12/villadeleyva201112.jpg" alt="Die Hauptplaza im kolumbianischen Villa de Leyva" width="575" height="432" /></a></p>
<p>Ein wunderschoener Ort, den ich gestern verlassen habe: <a title="Villa de Leyva in Kolumbien" href="http://www.villadeleyva.net/" target="_blank">Villa de Leyva</a>. Allein der Name klingt herrschaftlich, elegant, vornehm, nach wirklicher Groesse. Gross ist aber nur der Platz, einer der groessten ganz Suedamerikas: 14.000 m2 Weite, um es ganz genau zu nehmen. Dazu freigehalten als taegliche Begegnungsstaette und Ort wichtiger Feiern wie des jaehrlichen <a title="Festival de Luces in Villa de Leyva in Kolumbien" href="http://www.colombia.travel/es/turista-internacional/actividad/historia-y-tradicion/ferias-y-fiestas/diciembre/festival-de-luces-en-villa-de-leyva" target="_blank">Festival de Luces</a>.</p>
<p>Wenn man genau in der Mitte des Platzes an diesem kleinen, alten Brunnen steht, den man so leicht uebersehen kann und aus dem frueher die Frauen ihr taegliches Wasser schoepften, verliert sich der eigene Blick ein wenig: Nur aufgefangen von den geweisselten, zweistoeckigen Gebaeuden im kolonialen Architekturstil, mit ihren schwarzen Tueren, Fenstern und Balkonen, die sich spaetestens ab 23 Uhr in die Dunkelheit des Schlafes verabschieden, wenn sich nur noch vereinzelte Dorfjugendliche und nimmermuede Hunde Bierflasche oder Schwanz wedelnd etwas lauter gute Nacht sagen.</p>
<p><strong>Still, alt, entspannt, verschlafen</strong></p>
<p>Villa de Leyva war nach Bogota die zweite laengere Station auf meiner Tour und der volle Gegensatz: Dort die Millionen Metropole, laut, modern, hektisch, herrisch; hier der 15.000 Seelenort, still, alt, entspannt, zurueckhaltend, der auf 450 Jahre Geschichte zurueckblickt. Boese koennte man von einer Puppenstube sprechen — huebsch gemacht, mit den vielen kleinen Cafes, den gemuetlichen Restos und den nett anzusehenden Antiquitatetenlaeden. Und dies waere keineswegs falsch beschrieben, schliesslich lebt dieses koloniale Staedtchen knapp drei Stunden Fahrt noerdlich von Bogota ausschliesslich vom Tourismus. Und dies keineswegs schlecht. Doch im Unterschied zu heutigen reinen Touristengeschoepfen wie Assisi, Obidos oder Rothenburg ob der Tauber (ich weiss, dass dieser Vergleich gerade sehr willkuerlich ist), hat sich der Ort seine Entspanntheit, seine eigene Normalitaet, seinen Dorfcharakter, seine Tagesablaeufe — gerade wenn die sommerlichen Wochenenden vorbei sind -, bewahrt.</p>
<p>Vielleicht laesst sich dies damit erklaeren, dass es hier eigentlich nicht viel zu sehen gibt: 2–3 Kirchen, das Haus eines Revolutionshelden, ein Museum fuer lokales Kunsthandwerk, dazu ein kleiner Nationalpark mit maennlichen Fruchtbarkeitssymbolen und ein praechtig erhaltenes Dominikanerkonvent in der nahen Umgebung. Auch ist der Ort, wie ein Fuehrer passend schrieb, innerhalb von zehn Minuten in allen Richtungen zu erlaufen — natuerlich immer vom zentralen Platz ausgehend.</p>
<p><strong>Weniger ist manchmal mehr</strong></p>
<p>Doch braucht man wirklich mehr? Genuegt nicht das als Schachbrettmuster angelegte Gassengeflecht aus mal purer, mal etwas verspielter kolonialen Architektur? Diese vor 60 Jahren mit Kopfsteinpflaster angelegten Wege, die jede Stoeckelschuhtraegerin unweigerlich in die Arme des naechsten Schusters treiben? Und die sich bei Regen in Minutenschnelle in reissende Baeche verwandeln koennen, deren Ueberquerung zur Kernaufgabe jedes Fussgaengers wird? Die kleinen Laeden, deren Besitzer einem schon bald ein morgendliches oder abendliches Laecheln schenken oder ein paar Worte zurufen? Die Handvoll — ueberteuerter — Restos und Bars rund um die Plaza, die zu dieser gluecklichen Weite im eigenen Blick einladen — und dies jeden Tag und Abend aufs Neue?</p>
<p>Es gibt diesen sehr treffenden Ausspruch (von wem stammt der eigentlich?), dass „manchmal“ — warum eigentlich nur manchmal! — „weniger mehr ist“. So ist es auch hier. Dies wird vielen jedoch erst dann wirklich auffallen, wenn sie diesen Ort bereits hinter sich gelassen haben und seine Ruhe, Entspanntheit, Vertrautheit und koloniale Schoenheit etwas zu vermissen beginnen.</p>
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