Tag Archive | "Bahn"

Die Bahn und der Berliner Flughafen #BER


Die Deutsche Bahn und der Berliner FlughafenWenn ich mir die­sen Fol­der genauer ansehe, der bei fast jeder Bahn­fahrt vor dem Bahn-​​Reisenden liegt, dann muss ich mich bei dem Zitat „Eröff­nungs­ter­min (…) auf unbe­stimmte Zeit ver­scho­ben“ schon fra­gen: Weiß die Bahn schon mehr bzgl. der künf­ti­gen Flug­ha­fe­ner­öff­nung in Ber­lin? Ist sie beson­ders vor­aus­schau­end, was natür­lich zu einem Mobi­li­täts­un­ter­neh­men pas­sen würde? Oder will sie — wie andere ver­mu­ten — ein­fach nur Geld spa­ren, falls die Eröff­nung noch­mals ver­scho­ben wird? Fra­gen, die man sich wirk­lich mal stel­len darf.

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Schlechter Witz: Die Bahn macht Sie winterfest


Als ich heute die­sen Brief bei mir im Brief­kas­ten fand, konnte ich es wirk­lich nicht glau­ben: Da steht auf dem Umschlag wirk­lich drauf:

„bahn.bonus macht Sie winterfest!“

Bitte was? Als würde es das Win­ter­chaos nicht geben: Die Ver­spä­tun­gen, die Aus­fälle, die Ver­ei­sun­gen, gestri­che­nen S-​​Bahnen in Ber­lin — schließ­lich ist ja zum ers­ten Mal Win­ter in Deutsch­land. Als wäre also alles super.

Nein, sorry, liebe Bahn, ich bin wirk­lich fas­sungs­los. Bedeu­tet denn Glaub­wür­dig­keit, Authen­ti­zi­tät, ein ver­trau­ens­wür­di­ges Ver­hält­nis mit Kun­den heute gar nichts mehr? Oder soll dies ein Scherz sein und der Brief viel­leicht vom Bahn-​​Twitterer ;-) stam­men? Ehr­lich­keit sieht auf jeden Fall anders aus, ganz anders.

bahn macht die Menschen winterfest

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Die Banken und ihr Geheimnis


„Das strikte Ban­ken­ge­heim­nis in Europa brö­ckelt. Unter dem wach­sen­den Druck der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft locker­ten am Frei­tag die Schweiz, Luxem­burg und Öster­reich ihr strik­tes Bank­ge­heim­nis. Am Vor­tag hat­ten bereits Liech­ten­stein und Andorra eingelenkt.“

So titelt die Stutt­gar­ter Zei­tung an die­sem Wochen­ende. Das Bank­ge­heim­nis, das so man­chen vor all zu neu­gie­ri­gen Bli­cken auf die Ver­mö­gens­ver­hält­nisse schützte, gehört also nun lang­sam aber sicher der Geschichte an.

Was in unse­ren Nach­bar­län­dern zur­zeit pas­siert, ist hier­zu­lande schon ganz nor­mal. Vor allem: Um Bank­ge­heim­nisse zu erfah­ren, braucht es bei uns weder einen Bun­destro­ja­ner noch ent­spre­chende Gesetze — geschweige denn einen Durch­su­chungs­be­fehl. Das ein­zige, was man braucht, ist eine Bahnfahrkarte.

Neu­lich im Zug von Stutt­gart nach Frank­furt wurde ich zusam­men mit wei­te­ren vier Mit­rei­sen­den „Wis­sen­der wider Wil­len“. Denn ein fröh­li­cher Herr Kun­den­be­ra­ter einer Baden-​​Württembergischen Bank ver­mochte es nicht, die diver­sen Tele­fo­nate mit sei­nen Kol­le­gen Bera­tern in einer solch ange­mes­se­nen Laut­stärke zu füh­ren, dass man geflis­sent­lich dar­über weg hören hätte kön­nen. Noch viel schlim­mer: Er plau­derte mun­ter über die Fehl­be­träge bei einem sei­ner Kli­en­ten, über des­sen Umsatz­zah­len, die dro­hende Über­schul­dung und die feh­lende Ein­sicht, doch auf das Bera­tungs­an­ge­bot der Bank ein­zu­ge­hen. Auch die Kon­zern­mut­ter müsse man bei der dro­hen­den Insol­venz noch mal genau unter die Lupe neh­men. Natür­lich lies es sich der Herr aus der Bank nicht neh­men, den Namen des Kun­den zu nen­nen. In einer etwas gerin­ge­ren Laut­stärke. Bank­ge­heim­nis par Excellence.

Glück­li­cher­weise dau­ert die Fahrt nach Frank­furt nicht all zu lange. Denn wer weiß, was sonst noch alles zur Spra­che gekom­men wäre. Etwas irri­tiert ver­ließ ich also in der Main­me­tro­pole den Zug, dar­über sin­nie­rend ob es die rich­tige Ent­schei­dung war, mein Geschäfts­konto bei jenem Kre­dit­in­sti­tut zu führen.

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Bahn-​​Angebot mit Verspätung


Das Leben mal nicht in vol­len Zügen zu genie­ßen ist wohl ein Wunsch­traum eines jeden Bahn­rei­sen­den. Des­halb hat die Mehdorn-​​Crew wohl vor ein paar Tagen ein Ange­bot der ganz beson­de­ren Art auf ihrer Web­site publi­ziert: Mit der Bahn­card 2. Klasse kann man für enen begrenz­ten Zeit­raum auch Tickets 1. Klasse rabat­tiert erwer­ben. Schöne Idee eigentlich.

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Bis auf den klei­nen Schön­heits­feh­ler, dass diese Offerte lei­der mit beträcht­li­cher Ver­spä­tung kommt — ver­rät uns doch die Über­schrift, dass die Tickets „nur im März 2008″ käuf­lich waren. Und der ist bekannt­lich schon lange vor­bei. „Macht nix,“ wird sich der gemeine Bahn­rei­sende denke. Ver­spä­tun­gen sind ja bei der Bahn an der Tagesordnung.

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Willkommen in Määäh-​​dorns Restaurant


„Wer das Schaf den Scha­den hat, braucht für den Spott nicht zu sor­gen“ sagt eine alte Weis­heit. Die Bahn scheint dafür in gewis­ser Weise prä­des­ti­niert zu sein — macht Blog­kol­lege Domi­nik doch eher nega­tive Erfah­run­gen mit dem (noch) bun­des­ei­ge­nen Verkehrsunternehmen.

Zeit also, als beken­nen­der Bahn­viel­fah­rer eine Lanze für die Bahn zu bre­chen. Denn bei den geschätz­ten 12.000 Bahn­ki­lo­me­ter, die ich in den ver­gan­ge­nen sechs Mona­ten zurück­ge­legt habe, lie­ßen mich die Her­ren Schell und Meh­dorn nur ein ein­zi­ges Mal mit der erwäh­nens­wer­ten Ver­spä­tung von andert­halb Stun­den im Regen in der DB-​​Lounge ste­hen. Und in Sachen Freund­lich­keit und Ser­vice­o­ri­en­tie­rung hat mich spä­tes­tens der letzte Besuch in der Mercedes-​​Benz Nie­der­las­sung Stutt­gart davon über­zeugt, dass es um die Bahn bei­leibe nicht schlecht bestellt ist.

Aber das ist ein ande­res Thema, das sich bei einem Glas Wein treff­lich dis­ku­tie­ren ließe — natür­lich im Zugre­stau­rant, in dem aus aktu­el­lem Anlass ganz neue kuli­na­ri­sche Genüsse ihren Weg auf die Karte gefun­den haben…

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Die Bahn und der Kurzhaarschnitt


Die Bahn setzt ja immer sehr viel Wert auf ihren Kun­den­ser­vice. Und auf ihre Moder­ni­tät. Ja, wirk­lich. Zumin­dest wenn man ihrer Wer­bung und ihren Medien folgt. Und in Rea­li­tät? Ges­tern durfte ich dies auf dem Weg von Ber­lin nach Frank­furt am Main mal wie­der live tes­ten. Und wie bei mei­nem frü­he­ren Bahn-​​Abenteuer ging es nega­tiv aus: Für die Bahn und für mich.

Es begann schon am Bahn­steig: Jeder kennt doch diese blechern-​​knatschenden Stim­men, die die glück­li­chen Rei­sen­den immer mit wirk­lich wich­ti­gen Audio-​​Tipps ver­sor­gen. ZUmin­dest mit den wich­ti­gen Tipps. Aber dass der Zug die­ses Mal falsch rum rein­kommt und alle Wag­gons an der Spitze jetzt am Ende hän­gen und umge­kehrt, hatte die freund­li­che Quätsch­stimme wohl ver­ges­sen. Das Ergeb­nis: Ein Chaos. Wenige Minu­ten wei­ter: End­lich habe ich mein Abteil gefun­den, ich sitze bequem, mache das Lap­top an, denke „ach ja, ich wollte doch noch E-​​Mails runterladen“.

Kommt die freund­li­che Kurzhaarschnitt-​​Tante von der Bahn zufäl­lig vor­bei. Prima denke ich, wie prak­tisch und nett. Also frage ich sie ganz froh­ge­mut: „Wie bekomme ich denn hier eine Online-​​Verbindung, so was wie einen Wire­less LAN Zugang?“ „Was für LAN? Ham­mer nicht, kenne ich nicht.“ „Und wer könnte das wis­sen?“ „Kann ich Ihnen nicht sagen. Ich auf jeden Fall nicht.“ Und schon war der Kurz­haar­schnitt wie­der weg — und mit ihm meine Hoff­nung, die Begriffe Moder­ni­tät und Bahn irgend­wann doch noch in Zusam­men­hang zu brin­gen. Heute auf jeden Fall nicht mehr.

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