Wer den Journalisten-Traum in sich trägt und sich nach seinen eigenen künftigen Möglichkeiten fragt, dem ist die Dezember-Ausgabe des „medium magazins“ — leider kein Direktlink auf Ausgabe möglich ;-( — sehr ans Herz gelegt, die ich jetzt erst gelesen habe - Kolumbien sei dank.
Gerade Stefan Niggemeier zeigt in seinem Beitrag „Auf eigene Faust“ auf, wo künftige Chancen liegen. Schließlich erlaube die Technik es heute kleinen Leuten bei richtigem Engagement etwas zu tun, wozu früher nur große Konzerne fähig waren, wie die Erfolgsgeschichten der Journalisten Matt Drudge mit seiner Newssite „Drudge Report“ oder Peter Turi mit seinem Medien-Service „Turi2“ belegen.Daher fragt er sich auch zurecht, warum diese Chancen gerade in Deutschland so wenig genutzt werden: „Es ist erstaunlich, in welch geringem Maße deutsche Journalisten, auch junge, von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen.“
Da zu müssten aber jetzt auch endlich die Journalistenschulen aus ihrem Tiefschlaf aufwachen und diese neuen Möglichkeiten in ihre Lehrpläne integrieren. Ansonsten wird man dort weiterhin nur den unwahrscheinlichen Fall vermitteln, dass alle Schulabgänger später bei ARD, RTL, Zeit, Bild und SZ unterkommen. Schön wäre es für diese ja. Nur haben sich die Zeiten nicht etwas geändert?

