Tag Archive | "Rechtschreibung"

Wenn ein Duo blamieren …


Liebe Bild-​​Redaktion,

auch wenn ihr schwer geschockt über die Ver­zö­ge­rung des Flughafen-​​Neueröffnung in Ber­lin seid, so soll­tet ihr doch bitte zumin­dest die kor­rekte Recht­schrei­bung bei­be­hal­ten. So „bla­miert“ immer noch ein Duo anstatt zu „bla­mie­ren“. Ansons­ten sind näm­lich viele andere geschockt und ihr blamiert.

Bild mit nicht ganz korrekter Rechtschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

Beste Grüße Euer Leser

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Mallorca ist doch nicht deutsch


Fremde Län­der und Städte sind ja immer eine will­kom­mene Chance, neue Pro­dukte aus­zu­pro­bie­ren. Als wir zu einem Agentur-​​Meeting kürz­lich auf die­ser uns allen — zumin­dest vom Namen her — völ­lig unbe­kann­ten Insel namens Mal­lorca weil­ten — und das auch noch per­fekt zur wun­der­ba­ren Man­del­blüte, pro­bier­ten wir die­ses Pro­dukt: Aigua de Seltz.

Und um es gleich zu sagen: Die­ses (Soda-)Wasser schmeckte ganz schau­er­lich — Marke unge­nieß­bar. Doch hät­ten wir wirk­lich etwas Posi­ti­ves erwar­ten kön­nen, nach­dem die Ver­mark­ter immer­hin gleich drei Feh­ler in die Mini-​​Übersetzung gesetzt hat­ten? Da bleibt einem beim Lachen doch fast das Getränk im Halse stecken .…

Aigua de Seitz - Mineralwasser aus Mallorca - leider wenig lecker

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Das große SZ — scharf oder nicht scharf?


Wenn die Deut­schen etwas anpa­cken, dann wird es mit­un­ter nicht nur kom­pli­ziert (wie zum Bei­spiel die neue deut­sche Recht­schrei­bung oder das imm­mer wie­der amü­sante Thema LKW-​​Maut), son­dern gerne auch frag­wür­dig. Neu­es­tes Bei­spiel: Das „scharfe S“, gemein­hin aus Eszett oder Buckel-​​S genannt.

heute online berich­tet: „Das ß gibt es nun auch als Groß­buch­stabe erst­mals ver­an­kert in den inter­na­tio­na­len Zei­chen­sät­zen ISO-​​10646 und Uni­code 5.1. Es hat dort den Platz mit der Bezeich­nung 1E9E. Das bestä­tigte das Deut­sche Insti­tut für Nor­mung (DIN) in Ber­lin auf Anfrage.“

Abge­se­hen davon, dass das ß nur im deutsch­spra­chi­gen Raum mit Aus­nahme von Öster­reich und der Schweiz Ver­wen­dung fin­det, wie auch der Tat­sa­che, dass ein gro­ßes ß typo­gra­fisch eigent­lich nur eine ziem­li­che Katasto­phe wer­den kann, darf man gespannt sein, wo das neue Buch­sta­ben­mit­glied sei­nen Platz auf PC-​​Tastatren fin­den wird.

„Ob nun im nächs­ten Schritt die Tastaturen-​​Hersteller bereit sind, das ß aus sei­nem Schat­ten­da­sein unter dem Fra­ge­zei­chen zu erlö­sen, ist offen. Eine eigene Taste als voll­wer­ti­ger 27. Buch­stabe des Alpha­bets ist keine Klei­nig­keit: ‚Das wäre ein erheb­li­cher Ein­griff in das Standard-​​Tastatur-​​Layout‘, sagt eine Spre­che­rin von Cherry, Markt­füh­rer bei Tas­ta­tu­ren in Deutsch­land. Ohne eigene Taste ließe sich die Tas­ta­tur zwar rela­tiv leicht anpas­sen, eine Folge hätte dies aber für die beruf­li­chen Schnell­schrei­ber: ‚Das Mas­chi­ne­schrei­ben müsste dann teil­weise neu gelernt wer­den‘“ heißt es bei heute online weiter.

Wie ist eure Mei­nung zum „gro­ßen schar­fen S“? Gut oder nicht gut? Not­wen­dig oder unnö­tig? Rechts in der Side­bar fin­det ihr eine kleine Umfrage. Unter allen Teil­neh­mern ver­lo­sen wir eine Packung Eszett-​​Schnitten. Wohl das Beste, was man aus einem S machen kann!

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Die neue deutsche Rechtsprechung


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Den Duden­ver­lag, die Insti­tu­tion, wenn es um die deut­sche Spra­che geht, ken­nen wir alle. Denn spä­tes­tens seit Ein­füh­rung des­sen, was gemein­hin als „neue deut­sche Recht­schrei­bung“ bezeich­net wird, greift man — mehr oder min­der frei­wil­lig — gerne zu den gel­ben Nach­schla­ge­wer­ken aus Mann­heim. So kommt es, dass der Name Duden unwei­ger­lich mit dem Begriff der Recht­schrei­bung gleich­ge­setzt wird.

Doch jetzt wagen sich die Mit­ar­bei­ter des Biblio­gra­phi­schen Insti­tuts & F. A. Brock­haus AG, zu dem der Duden­ver­lag gehört, auf neues Ter­rain: Mit der Ein­füh­rung eines vier­zehn­tä­gi­gen Pod­casts ver­las­sen Sie das Reich der Dru­cker­schwärze und der Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramme und prä­sen­tie­ren uns quasi die „neue deut­sche Recht­spre­chung“ — natür­lich nicht, ohne uns auf die Bedeu­tung der Begriff­lich­keit „Pod­cast“ hinzuweisen:

Beim „Pod­cast” han­delt es sich um eine Repor­tage, einen Radio­bei­trag o. Ä., der als Audi­o­da­tei im Inter­net zum Her­un­ter­la­den ange­bo­ten wird. Dem Begriff „Pod­cast” liegt ursprüng­lich ein Eigen­name zugrunde, und zwar der Han­dels­name für einen MP3-​​Player – „iPod®”. Hinzu kam die zweite Silbe des eng­li­schen Verbs „to broad­cast” (= „sen­den, übertragen”).

Die erste Epi­sode des Pod­casts ist dem Alt­wei­ber­som­mer gewid­met — rein­hö­ren kann man direkt auf der Web­site des Duden-​​Podcasts.

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Fugen im Schiff


Der Duden ist die Instanz zur deut­schen Spra­che, und klärt uns alle regel­mä­ßig über Kurio­si­tä­ten und Wis­sens­wer­tes rund um Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik auf – so zum Bei­spiel auch über Fugen im Schiff:

Die meis­ten der Zusam­men­set­zun­gen mit „Schiff“ als Erst­glied wer­den mit einem Fugen-​​s gebil­det wie bei­spiels­weise „Schiffs­arzt“, „Schiffs­bauch“, „Schiffs­be­sat­zung“, „Schiffs­eig­ne­rin“, „Schiffs­he­be­werk“, „Schiffs­junge“, „Schiffs­ka­ta­stro­phe“, „Schiffs­koch“, „Schiffs­la­dung“, „Schiffs­mak­ler“, „Schiffs­mann­schaft“, „Schiffs­rumpf“, „Schiffs­schraube“, „Schiff­stau, „Schiffstaufe“, „Schiffs­werft“, „Schiffs­zim­mer­mann“ oder „Schiffszoll“.

Ohne Fugen-​​s wer­den hin­ge­gen „Schiff­bruch“, Schiff­brü­chige“ und meist auch „Schiff­schau­kel“ (neben „Schiffs­schau­kel“) ver­wen­det. Wäh­rend „Schiff­bau“ ins­be­son­dere im Inge­nieur­we­sen ohne Fugen-​​s gebraucht wird, tritt dane­ben auch die Bil­dung „Schiffs­bau“ auf.

Und weil wir gerade bei mari­ti­men Recht­schreib­the­men sind:

Bei der Frage nach einem deut­schen Wort, in dem gleich zwei­mal drei glei­che Buch­sta­ben hin­ter­ein­an­der­ste­hen, ist „Fluss­schiff­fahrt“ ein hei­ßer Tipp.

Wer die Buch­sta­ben­kom­bi­na­tion unüber­sicht­lich fin­det, kann auch mit Bin­de­strich schrei­ben: „Fluss-​​Schifffahrt“. Nicht zu emp­feh­len ist die Bin­de­strich­schrei­bung im Zweit­glied „Schiff­fahrt“; man schreibt also bes­ser nicht „Fluss-​​Schiff-​​Fahrt“ oder „Flussschiff-​​Fahrt“.

In die­sem Sinne: Mast– und Schotbruch!

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