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Hauptstadtjournalisten und der twitternde Regierungssprecher


17 Minu­ten dis­ku­tier­ten die Haupt­stadt­jour­na­lis­ten mit dem stell­ver­tre­ten­den Regie­rungs­spre­cher über Twit­ter als Medium der Regie­rungs­kom­mu­ni­ka­tion und zei­gen sich nicht unbe­dingt den Social Media Her­aus­for­de­run­gen gewappnet.

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Mitmachen – mitdenken – mitleben! Oder: Ein paar Gedanken zu Herausforderungen an Online-​​PR-​​Dozenten


Seit unse­rer pro­mi­nent besetz­ten PRSH.-Podiumsdiskussion zum „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­na­ger 2.0“ im Juni an der FH Han­no­ver lässt mich die­ses Zukunfts­thema mal wie­der nicht wirk­lich los. Dazu frage ich mich nicht nur, wel­che Funk­tio­nen heu­tige PR-​​Experten im Social Media Zeit­al­ter erfül­len müs­sen, um eine gewich­tige Rolle in die­ser sich rapide ver­än­dern­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­land­schaft zu spie­len. Vor allem geht mir durch den Kopf, wel­che Her­aus­for­de­run­gen dies für uns Dozen­ten und Coachs in sich birgt, also für Per­so­nen aus dem wei­ten The­men­feld von Online-​​PR, Online Rela­ti­ons, aber auch Online-​​Marketing und Social Media Rela­ti­ons, die die­ses Wis­sen an den Nach­wuchs wei­ter­ge­ben sollen.

Wir wis­sen alle, das wir der­zeit eine mediale Zei­ten­wende durch­lau­fen, die ohne Pause voran drängt, die kon­ti­nu­ier­lich neue Ent­wick­lun­gen und Tools ent­ste­hen lässt, die jeden Ler­nen­den wie Leh­ren­den fast täg­lich vor neue Her­aus­for­de­run­gen stellt. Bei mei­ner Recher­che und diver­sen Dis­kus­sio­nen mit Kol­le­gen und auch vie­len (Ex-)Studenten bin ich dann auf ver­schie­dene Berufs– und Rol­len­bil­der für Kom­mu­ni­ka­to­ren der Zukunft gesto­ßen, die Tho­mas Pleil als „Enabler“, Heinz Wit­ten­brink als „Faci­li­ta­tor“ bezeich­nen – bei­des Defi­ni­tio­nen, die die­ses Rol­len­bild im Kern als kom­pe­ten­ten Ver­mitt­ler, Ver­än­de­rungs­pro­zess­be­glei­ter, Pro­jekt­ma­na­ger, Meta-​​Vernetzer iden­ti­fi­zie­ren. Wirk­lich lesens­werte Ansätze die­ser bei­den Vor­den­ker – gerade auch hin­sicht­lich der Ver­ant­wor­tung gegen­über dem Nachwuchs.

Über­tra­gen wir dies in die ganz all­täg­li­che Pra­xis in (Fach-)Hochschulen, Aka­de­mien, pri­va­ten wie staat­li­chen Aus– und Wei­ter­bil­dungs­in­sti­tu­ten oder bei Semi­nar­ver­an­stal­tern: Wel­che Vor­aus­set­zun­gen muss ich dann als Dozent erfül­len, um diese Ent­wick­lun­gen im Online-​​PR– plus Social Media-​​Zeitalter gegen­über Aus­zu­bil­den­den glaub­haft zu ver­mit­teln? Mei­ner Mei­nung nach muss jeder ver­ant­wor­tungs­volle Dozent zumin­dest die drei fol­gen­den Pflicht­ver­spre­chen einlösen:

Mit­den­ken: Lebens­lan­ges Ler­nen auch für Dozenten!

Als Dozen­ten haben wir keine Chance, auf unse­rem jet­zi­gen Wis­sen­stand zu ver­har­ren. Wenn man bedenkt, dass die Online-​​Welt sich rund 7x schnel­ler als die reale Welt dre­hen soll – und die rasan­ten Ver­än­de­run­gen zei­gen dies -, dann ist zwar die Kennt­nis von Fach­bü­cher eine gute Kern­ba­sis. Aber nicht mehr. Jedes Fach­buch hat mit der Publi­ka­tion sei­nen Aktua­li­täts­ze­nit bereits über­schrit­ten und endet viel­fach nach drei Jah­ren als Alt­pa­pier. Statt­des­sen ist das täg­li­che Ver­fol­gen von Branchen-​​Bloggern und –Twit­te­rern, von Foren, Online-​​Magazinen und News­let­ter sowie ein regelmä8iger, kon­ti­nu­ier­li­cher Aus­tausch – ob vir­tu­ell oder real, ob auf Kon­fe­ren­zen und Dis­kus­sio­nen oder One-​​2-​​One — zum eigent­li­chen Weiterbildungs-​​Must gewor­den. Meine Erfah­run­gen sagen mir, dass diese Arbeit, die­ses Ver­fol­gen von Ent­wick­lun­gen, Tes­ten von Tools und Aus­tausch mit Inter­es­sen­ten rund 1 Tag Recher­che pro Woche ausmacht.

Über­setzt auf Dozen­ten als Aus­bil­der heißt dies: Wer sich die­ses zeit­li­che Fens­ter nicht öffnen kann, hat in die­ser Welt wenig ver­lo­ren. Er wird in die Bran­che nicht rein­hö­ren und als Dozent wich­tige Ent­wick­lun­gen und aktu­elle Fall­bei­spiele kaum an den Nach­wuchs wei­ter­ge­ben kön­nen. Dabei ist genau dies seine Auf­gabe, nicht unbe­dingt neue Tools vor­zu­stel­len, aber statt­des­sen die ver­än­derte Denk­weise zu ver­mit­teln – live aus der Praxis.

Mit­ma­chen: Aus der Pra­xis ler­nen und diese lehren!

Die Online-​​PR-​​Welt ist gerade im Zeit­al­ter von Social Media Zeit­al­ter und dem Mitmach-​​Web eine Mitmach-​​Welt. Nichts gegen ein biss­chen Theo­rie. Nur: Jeder muss ler­nen, vor wel­chen Ver­än­de­run­gen wir gerade ste­hen bzw. in denen wir mit­ten drin hän­gen. Jeder muss ler­nen, auf wel­che ver­än­der­ten Denk– und Hand­lungs­pro­zesse  – Push zu Pull, One2Many zu Many2Many, Insti­tu­tio­nal Con­trol zur User Con­trol etc. — wir rea­gie­ren müs­sen. Und jeder muss ler­nen, wie er anhand kon­kre­ter Fälle dies selbst ent­wi­ckeln kann — und dies dann auch machen.

Für einen pra­xis­na­hen Online-​​PR-​​Dozenten heißt dies: Es genügt nicht, nur die Denke zu ver­mit­teln son­dern auch das kon­krete Han­deln. Er muss Pra­xis leh­ren – auch wenn diese Dop­pel­deu­tig­keit im ers­ten Moment ver­wirrt. Und er wird dies nur kön­nen, wenn er selbst in der Pra­xis wei­ter­hin aktiv ist oder zumin­dest eng mit ihr ver­netzt ist. Denn die kon­krete Frage „Wie macht man das denn genau“, bedarf eine pra­xis­nahe, aktu­elle Ant­wort. Dies ist eine Ver­ant­wor­tung gegen­über Stu­die­ren­den als PR-​​Experten von morgen.

Mit­le­ben: Als Vor­bild eine starke Online-​​Präsenz vorleben!

Wie auch bei der Podi­ums­dis­kus­sion wie­der deut­lich zum Aus­druck kam: Wir for­dern vom Nach­wuchs, dass er in den rele­van­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len prä­sent ist, sich dort klar und kom­pe­tent zeigt, um sich auf diese Weise eine Repu­ta­tion im Netz auf­zu­bauen. Die Social Media Soft­ware hat dies teils erst ermög­licht bzw. deut­lich erleich­tert. Und diese For­de­rung ist auch rich­tig – aber muss für beide Sei­ten gelten.

Denn in unse­rer Vor­bild­funk­tion bedeu­tet dies auch: Wenn wir dies for­dern, müs­sen wir es aktiv vor­le­ben – ja, als Vor­bil­der. Wir müs­sen uns als Dozent  online zei­gen – ob mit Blog-​​Beiträgen oder mit Fach-​​Tweets, ob mit Bookmarking-​​Tipps oder auf Social Sharing Platt­for­men, auch in Fach­bei­trä­gen für Online-​​PR-​​Portalen und –Maga­zi­nen wie PR-​​Journal, PR-​​Professional. Wer dage­gen keine kon­ti­nu­ier­li­che Prä­senz zeigt, kann diese Vor­bild­funk­tion nie­mals ein­neh­men. Die Emp­feh­lun­gen an den Nach­wuchs wer­den ver­puf­fen – mit nega­ti­ven Fol­gen gerade für die Studierenden.

Die Dis­kus­sion ist eröffnet

Ich weiß, dass diese Anmer­kun­gen erst ein klei­ner Ansatz und Anfang sind. Daher: Wer als Pro­fes­sor, Dozent, Stu­dent, Bera­ter, Agen­tur– und Unter­neh­mens­ver­tre­ter wei­tere Anfor­de­run­gen an (uns) Online-​​PR– und Social Media-​​Dozenten hat – bitte immer her damit!

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Hat Pressearbeit eine Zukunft?


Die Medi­en­land­schaft ver­än­dert sich der­zeit gra­vie­rend. Immer stär­ker split­tert sie sich in frag­men­tierte Öffent­lich­kei­ten, in dia­lo­gi­sche Wis­sens­aus­tausch­struk­tu­ren, in inter­ak­tive Tools, in kurz­fris­tige The­men­af­fi­ni­tä­ten, in the­ma­ti­sches Fast­food auf. Klas­si­sche Medien ver­lie­ren die Macht, die Kraft, die Funk­tion. Neue pro­fes­sio­nelle und nicht-​​professionelle Macher kom­men hinzu, erset­zen die klas­si­schen Medien zwar nicht, aber ergän­zen sie und nagen kräf­tig an ihrer Bedeutung.

Damit glei­tet die öffent­li­che Mei­nungs­bil­dung den pro­fes­sio­nel­len Kom­mu­ni­ka­to­ren schrit­t­eise aus der Hand, raubt der inter­ak­tive Dia­log den tra­di­tio­nel­len Jour­na­lis­ten ihr Infor­ma­ti­ons­mo­no­pol, nimmt ihnen die Gatekeeper-​​Macht, löst sie als ein­zige Agenda Set­ter ab. Dies hat gra­vie­rende Aus­wir­kun­gen auf die her­kömm­li­che Pressearbeit.

Jeder PR-​​Profi muss sich der neuen Kanäle bewusst sein und die Inhalte auf diese Kanäle mul­ti­me­dial und inter­ak­tiv her­un­ter bre­chen. Er muss sei­nen Ziel­grup­pen Geschich­ten ent­wi­ckeln und diese in den ver­schie­de­nen Kanä­len ver­teilt erzäh­len. Dabei lebt die Online-​​Pressearbeit im Social-​​Media-​​Zeitalter von der Authen­ti­zi­tät. Wer­den die Betei­lig­ten als offen, ehr­lich und ver­ant­wor­tungs­voll erkannt, kön­nen gerade Web-2.0-Anwendungen eine her­vor­ra­gende Platt­form für die Kom­mu­ni­ka­tion eines Unter­neh­mens nach innen wie nach außen dar­stel­len. Aber immer nur im Dialog.

Denn Social Media bedeu­tet das Ende der puren Sen­der – aber nicht das Ende der Medi­en­ar­beit. Diese wird ein wich­ti­ger PR-​​Teil blei­ben, wenn wir den Begriff Medien an die neuen Gege­ben­hei­ten mit ihren kom­mer­zi­el­len wie pri­va­ten Akteu­ren und der sich ver­än­dern­den Medi­en­land­schaft anpas­sen. Die PR-​​Branche muss immer weni­ger nur in den Kate­go­rien der Mas­sen­me­dien den­ken und agie­ren. Jour­na­lis­ten blei­ben eine wich­tige Multiplikatoren-​​Zielgruppe. Aber nicht mehr die Einzige.

Gerade jün­gere User ach­ten ver­stärkt auf das, was ohne die Betei­li­gung der Medien geschieht und im Inter­net aus­ge­tauscht wird. Sie betei­li­gen sich an die­sen Pro­zes­sen – und schen­ken Mei­nun­gen eine hohe Glaub­wür­dig­keit. Dabei voll­zieht sich ein Infor­ma­ti­ons­aus­tausch, der Meinungs-​​, Image– und Mar­ken­bil­dung beein­flusst, und der von Medi­en­st­ra­te­gen nur wenig gesteu­ert wer­den kann.

Die PR-​​Branche steht damit vor einer neuen Auf­gabe, die sie schon kannte, die aber immer stär­kere Rele­vanz bekom­men hat: Sie muss sich von ihrem Push-​​Denken, Infor­ma­tio­nen und Nach­rich­ten in den Markt hin­ein­zu­drü­cken, ver­ab­schie­den. Sie muss ver­stärkt ler­nen, in den Markt hin­ein­zu­hor­chen, dann zuzu­hö­ren, die Gesprä­che als ech­ten Dia­log zu ver­ste­hen, den Gesprächs­part­ner als Part­ner zu akzep­tie­ren, die Vor­schläge, Ideen und Kri­tik­punkte auf­neh­men — und dies in einem kon­ti­nu­ier­li­chen Dia­log mit den Bezugs­grup­pen. Diese neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur, diese Kul­tur der Offen­heit und des Dia­logs ist die Vor­aus­set­zung, wirk­li­che Com­mu­nities auf­zu­bauen und damit Respekt und Akzep­tanz für das eigene Unter­neh­men und seine Mar­ken zu erreichen.

Online-​​Pressearbeit ist eine große Her­aus­for­de­rung für jeden Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­na­ger. Bil­den der Pres­se­be­reich, der Pres­se­ver­sand, die Online-​​Pressekonferenzen, das Web-​​Monitoring bereits wich­tige Arbeits­fel­der, so wer­den mit der Social Media Welt und ihren viel­fäl­ti­gen Anwen­dun­gen die Auf­ga­ben nicht gerin­ger. Im Gegen­teil: Er muss sich dar­auf ein­stel­len und sich bewusst mit den Werk­zeu­gen aus­ein­an­der­set­zen. Ist dies nicht der Fall, wer­den es die Unter­neh­men im immer anspruchs­vol­le­ren und viel­fäl­ti­ge­ren Dickicht der ver­netz­ten Medi­en­wel­ten schwer haben. Wird die Chance dage­gen genutzt, öffnen sich die Tore zu einer neuen kom­mu­ni­ka­ti­ven Zukunft.

*Die­ser Text ist ein Aus­zug aus einem län­ge­ren Bei­trag zur Zukunft der Online-​​Pressearbeit, den ich für das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­nage­ment geschrie­ben habe und der in den nächs­ten Wochen noch erschei­nen wird.

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Web 3.0 und seine Auswirkungen


Wie wird sich das Web 3.0 auf Social Media und Web 3.0 aus­wir­ken? Die­ses span­nende 15 Minuten-​​Video zum Seman­tic Web ist anspruchs­voll aber loh­nens­wert. Gefun­den über @impressulum

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Social Media Revolution 2


Span­nende Fort­set­zung des bekann­ten Videos über die wach­sende Bedeu­tung von Social Media. Und auch wenn nicht alle Zah­len 100%ig beleg­bar bzw. umstrit­ten sind, das Video gibt ganz her­vor­ra­gend die Rich­tung vor, in die wir uns der­zeit auch bereits bewe­gen. Ansehen!

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