Fast jeder, das das Strandhotel 3 Banderas Playa auf Tierrabomba besucht, wird sie kennenlernen: Damaris. Mitte 50, ganz dunkle Haut, immer in weiss gekleidet, stets mit einem herzlichen Laecheln im Gesicht — sie ist der Engel des Hotels, den alle lieben und am liebsten mitnehmen wuerden. Auch mich hatte sie schnell in ihr warmes Herz geschlossen. „Was sollen Sie heute essen?“ „Wie waere es mit einem frischen Saft, zum Beispiel Coco?“ „Kommen Sie, ich zeige Ihnen mal alle Fruechte unseres Gartens. „Ja, reissen Sie eine Papaya ab, ich mache sie Ihnen zum Fruehstueck“. Mit solchen und aehnlichen Gesten begleitete sie unsere 2-taegige Freundschaft, ohne auch nur ein bisschen aufdringlich zu sein. Damaris ist dabei sehr typisch kolumbianisch: Gerne sollte man selbst den ersten Schritt machen, aber dann bekommt man praktisch alles.
Viel erzaehlte sie mir auch von ihrem Dorf nahe Cartagena, den Menschen dort, ihren Gewohnheiten, ihrer Familie, der eigenen Sprache und dass sie mich beim naechsten Mal unbedingt mitnehmen wolle. Denn mir dies alles persoenlich zeigen zu koennen, das waere fuer sie das Schoenste. Nur eine Bitte hatte sie: „Bitten schicken Sie mir ein Bild von sich“ — und drueckte mir dabei ihre Telefonnummer in die Hand. Als ich es versprach, da begann auch wieder ihre silberne Krone in ihrem Laecheln zu leuchten.
Als ihr zum Abschied die Traenen herunterlaufen, muss auch ich schlucken. Denn das sind die schoensten Begegnungen und wertvollsten Momente, an die ich mich erinnern werde.

