Posted on 04 Februar 2010. Tags: Argentinien, Buenos Aires, Chile, Harrington, Hotel, Iguazu, Los Troncos, Mendoza, Santiago, Valparaiso, Wasserfall
Als Tipps für alle anderen Traveller, die wie ich weder als Backpacker noch als Edeltraveller sondern auf Middleclass-Niveau durch Chile und Argentinien reisen, hier meine Hotels im Rückblick mit kurzer Bewertung.
Buenos Aires, Hotel Mundial, EZ 30 Euro: Hotel o.k.; liegt relativ zentral aber etwas zu nördlich an der berühmten Av. de Mayo; Service, Zimmer, Frühstück alles mittelmäßig bis o.k.; kann man nehmen, gibt aber sicher besseres.
Iguazú, Los Troncos, EZ 50 Euro: Traumhaftes privates Hotel in und gleichzeitig am Rand des Ortes — als Ausgangspunkt zu den Wasserfällen. Wer diese atmosphärische Welt nicht geniessen kann, ist selber schuld.

Das romantische Hotel Los Troncos in Iguazú — perfekt für einen Besuch bei den Wasserfällen
Mendoza, Hotel Nutibara, EZ 40 Euro: Von außen hässlich, Zimmer in Ordnung, Lage, Service, Hilfsbereitschaft fantastisch, der kleine Outdoor-Pool am morgen ganz für sich allein göttlich. Und diese Freundlichkeit! Bedenkenlos buchen — für 40 Euro gibt es in der Weinstadt nix besseres. Und auch für mehr Geld kaum.
Santiago de Chile, Hotel Vegas, EZ 40 Euro: Liegt im hübschen, verwinkelten, kopfsteingepflasterten Barrio Londres direkt südlich der Hauptachse Alameda. Für Sightseer liegt alles in Laufentfernung, für Nachteulen die Szene zu weit nördlich. Aber Zimmer, Frühstück, Service alles mehr als o.k.. Ich würde wiederkommen. Wer einen besseren Tipp hat, her damit. In Snatiago ist es nicht einfach.
Valparaiso, B&B Harrington, EZ 40 Euro: Bei Tripadvisor das best bewertete B&B in Valparaiso — daher auch von mir gebucht. Ein sehr persönliches Hostal mit 5 Zimmern auf dem schönsten Hügel Conception hat hier ein aus Besancon ausgewandertes französisches Paar erschaffen. Sehr geschmackvoll eingerichtete Zimmer, tolles Frühstück (und das in Chile!) und dazu jede Menge Tipps und Hilfestellungen für jeden Neuankömmlich. Was will man mehr! Tipp: Zimmer 1 ist das schönste Doppelzimmer.

Das schöne B&B Harrington in Valparaiso auf dem Hügel Conception
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Posted on 28 Dezember 2008. Tags: Bogota, Cali, Cartagena, Hotel, Kolumbien, Manizales, Medellin, Reisenotizen, Santa Marta, Tierra Bomba
Rückblickend habe ich für jeden künftigen Kolumbien-Reisenden einen kleinen Überblick über die Hotels erstellt, die mein müdes Haupt gebettet haben. Alle Hotels liegen absolut zentral. Die angegebenen Preise beziehen sich auf Einzelzimmer mit Bad/Toilette pro Nacht inkl. Steuern. In der Weihnachtszeit (ca. vom 15. Dezember bis 10. Januar) steigen die Preise meist um ca. 30 Prozent, da dann auch die Kolumbianer Ferien haben.
Bogota: Hotel Abadia Colonial, 39 Euro inkl. Frühstück: Sehr schönes Hotel mitten im zauberhaften Candelaria-Viertel; gute Zimmer mit Heizung (nachts wird’s in Bogota kalt!), leckeres Frühstück, nette Innenhöfe zum relaxen und Kaffee trinken, Zimmer etwas hellhörig — wie übrigens in allen Hotels.
Cali: Cali Plaza Hotel, 52 Euro ohne Frühstück: Wen es nicht stört, dass er bis morgens um 3 Uhr die volle Salsa-Dröhung auf’s Ohr bekommt — das Hotel hat nämlich keine Außentür und liegt mitten im Ausgehviertel -, der kann es hier probieren. Das Team ist o.k., der Rest sehr lieblos. Auch wenn es etwas abseits liegt: Die Pension Stein ist sicherlich die bessere Wahl.
Manizales: Hotel Escorial, 23 Euro inkl. Frühstück: Sehr schönes Art-Deco-Hotel in der Kaffezone, über das und seine Mini-Bar ich schon geschrieben habe. Ich bin nur wegen der eleganten Zimmer und der tollen Stadtlage gleich 1 Tag länger geblieben — und habe dadurch auch José kennengelernt.
Medellin: Hotel Capitolio, 17 Euro ohne Frühstück, aber Kaffee frei: Durchschnittliches Hotel mit netten Leuten, dafür recht billig. Liegt am Rand des Top-Zentrums am Parque Bolívar, der tagsüber lustig, aber nachts nichts für Angsthasen ist. Aber die Hotelsuche ist in Medellin generell nicht einfach.
Santa Marta: Hotel Nueva Granada, 17 Euro inkl. Frühstück + Wasser, Kaffee und Internet frei: Ach habe ich dieses Hotel geliebt. Sehr interessanter Chef, hilfsbereites Team gerade auch bzgl. Ausflüge in den Parque Tayrona oder in die Ciudad Perdida, schöner Innenhof zum Frühstücken. Ja, hier fühlt sich jeder wohl — und das mitten in Santa Marta.
Cartagena: Hotel 3 Banderas, 50 Euro inkl. Frühstück + Internet frei: Auch dieses Hotel ist ein Traum: Die Lage im San Diego Viertel ist top, das Team hypernett und hilfsbereit, die Zimmer großzügig, die Innenhöfe gemütlich. Aber diese Qualität und der Tourismus haben ihren Preis, der sowohl für Cartagena als auch für die Insel Tierra Bomba gilt.
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Posted on 24 Dezember 2008. Tags: Banderas, Begegnungen, Damaris, Hotel, Kolumbien, Tierrabomba
Fast jeder, das das Strandhotel 3 Banderas Playa auf Tierrabomba besucht, wird sie kennenlernen: Damaris. Mitte 50, ganz dunkle Haut, immer in weiss gekleidet, stets mit einem herzlichen Laecheln im Gesicht — sie ist der Engel des Hotels, den alle lieben und am liebsten mitnehmen wuerden. Auch mich hatte sie schnell in ihr warmes Herz geschlossen. „Was sollen Sie heute essen?“ „Wie waere es mit einem frischen Saft, zum Beispiel Coco?“ „Kommen Sie, ich zeige Ihnen mal alle Fruechte unseres Gartens. „Ja, reissen Sie eine Papaya ab, ich mache sie Ihnen zum Fruehstueck“. Mit solchen und aehnlichen Gesten begleitete sie unsere 2-taegige Freundschaft, ohne auch nur ein bisschen aufdringlich zu sein. Damaris ist dabei sehr typisch kolumbianisch: Gerne sollte man selbst den ersten Schritt machen, aber dann bekommt man praktisch alles.
Viel erzaehlte sie mir auch von ihrem Dorf nahe Cartagena, den Menschen dort, ihren Gewohnheiten, ihrer Familie, der eigenen Sprache und dass sie mich beim naechsten Mal unbedingt mitnehmen wolle. Denn mir dies alles persoenlich zeigen zu koennen, das waere fuer sie das Schoenste. Nur eine Bitte hatte sie: „Bitten schicken Sie mir ein Bild von sich“ — und drueckte mir dabei ihre Telefonnummer in die Hand. Als ich es versprach, da begann auch wieder ihre silberne Krone in ihrem Laecheln zu leuchten.
Als ihr zum Abschied die Traenen herunterlaufen, muss auch ich schlucken. Denn das sind die schoensten Begegnungen und wertvollsten Momente, an die ich mich erinnern werde.
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Posted on 13 Dezember 2008. Tags: Antioquia, Hotel, Kolumbien, Santafe, Touritour

Santafe de Antioquia, 75 km im Norden von Medellin, 12 Uhr: Die Mittagshitze brennt als kleiner Vorgeschmack auf den noerdlichen Teil der Reise, die Bruehe laeuft, der Schweiss brennt in den Augen und die schwarze Hosen– und T-Shirt-Wahl war definitiv die falsche. Doch was fuer ein unglaublich schoener Ort: Die aelteste Stadt der Region Antioquia — mit Medellin als Hauptstadt — und fruehere Provinzhauptstadt (schreibt mein heute kluger Fuehrer) ist in ihrer kolonialen Struktur vollkommen erhalten geblieben. 1– und 2-stoeckige Haeuser, weisse im Wechsel mit bunt getuenchten Waenden, feinste Holzschnitzarbeiten an Tueren, Balkonen und Fenstern.
Diese harmonische Ansammlung wird immer wieder durch kleine Steinkirchen, perfekt erhaltene Patios, in denen sich kleinere Restos und Hotels eingenistet haben sowie ruhige Plaetzchen mit Schatten spendenden Baeumen unterbrochen, unter denen um diese Uhrzeit viele Bewohner mit ihren weissen breitkrempigen Strohhueten schlafen oder die Zeit totschlagen — wie auch ich.
Ganz in der Mitte lebt eine Piazza mit — und das zum ersten Mal in Kolumbien — Strassencafes, auf der alles von morgens bis abends sitzt, trinkt, isst und quatscht, waehrend im Hintergrund schwermuetige Tango-, Salsa- und Vallenato-Saenger (das Hauptinstrument ist uebrigens ein Akkordeon ;-)) schwermuetige Liebeslieder schmachten. Und die gehen ALLE meistens so:
„Ich lebte in einem Ort.
Und da war ein Maedchen.
Dieses war so schoen,
und ich liebte es so sehr.
Doch da gab es ein Problem,
und das war ihre Mutter.
Sie sagte stets,
und immer wieder:
(jetzt kommt der Refrain)
Ruf sie nicht mehr an,
stell ihr nicht mehr nach,
denn sie ist schon vergeben an einen Mann,
und der wird sie (klar doch) heieieieieiraten.
Ay, die Liebe tut so weh,
aber Schmerzen mag ich nicht.“
Ihr seht: Tragisch, tragisch das Ganze — und keine Chance auf ein Happy-End — zumindest im Song!
Ach ja: Noch ein Hoteltipp: Hotel Mariscal Robledo — denn so muessen in diesem wunderbaren Ort einfach Prinzen mit ihren Prinzessinnen wohnen.
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Posted on 09 Dezember 2008. Tags: Botero, Escorial, Hotel, Kaffee, Kolumbien, Manizales, Medellin, Mini-Bar, Reisenotizen
Gerade noch haenge ich in der Sonne von Manizales ab, einer mittelgrossen Stadt mitten in der Kaffeezone Kolumbiens auf gut 2.000 Metern Hoehe — also perfekt fuer den Sonnenbrand. Eigentlich wollte ich auf dieser Hochebene nur kurz uebernachten; wirklich Aufregendes hat der Ort nicht zu bieten, obwohl: Einer der groessten Kathedralen der Welt, natuerlich mal wieder ein Goldmuseum, einen verrueckten Holzturm, einen eindrucksvollen Friedhof, eine Zona Rosa mit aufregendem Ausblick ueber die ganze Region. Immerhin! Und irgendwie herrscht hier eine entspannte Stimmung nach dem Cali-Chaos, bevor es morgen nach Medellin und zu Boteros Gorda und Gordo geht — ich freue mich jetzt schon riesig!
O.k., die Menschen sind hier deutlich reservierter und die Frauen weniger aufregend — zum Anschauen natuerlich! Vor allem gibt es hier das ganz wundervolle Art-Deco-Hotel Escorial (die Website ist nicht aufregend) vom franzoesischen Architekten der Kathedrale hoechstpersoenlich — und das fuer rund 25 Euro: Grosses Zimmer mit geoelten Holzdielen, tolles Bett, Flachbildschirm und eine amuesante Mini-Bar. Mini-Bars generell kennt ihr ja alle. Aber habt ihr neben dem ueblichen Alkohol-, Nicht-Alkohol– und Knabberzeug schon mal Trockenrasierer, Zahnbuerste mit Pasta, Alka Seltzer fuer den Morgen nach der langen Nacht, Haarkuren und Pantene-Spezialshampoo fuer die empfindliche Kopfbedeckung, Deo-Creme natuerlich fuer Maennlein und Weiblein, Marlboro strong und light samt — ganz wichtig! — Streichhoelzern in der Mini-Bar gefunden? Natuerlich alles gelabelt mit dem Hotel-Logo?
Sollte kuenftig nicht jede Hotel-Mini-Bar so beduerfnisgerecht ausgestattet sein?
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