Sieben Zeilen sagen mehr als 1.000 Worte

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Für Kunstexperten ist es eine Sensation, für Otto Normalbürger eine Nachricht unter vielen: Das Geheimnis um die Identität der Mona Lisa ist wohl endgülig gelüftet worden.

Seit je her spekulierte die Kunstwelt, wer Leonardo da Vinci für sein weltberühmtes Gemälde Modell gestanden haben soll. Mal war von Mätressen die Rede, mal ein verschlüsseltes Selbstbildnis — und mal soll es da Vincis Geliebter (!) gewesen sein, den der Künstler auf Leinwand verewigt haben soll. Doch nun sind dich die Gelehrten sicher: Es handle sich mit Sicherheit um die Florentiner Kaufmannsgattin Lisa del Gioconda.

Den Beweis dafür sehen die Experten in einer handschriftlichen Randbemerkung, die in einem Buch aus dem 15. Jahrhundert zu finden war. Sie wird einem hohen Beamten zugeordnet, einem Freund Machiavellis und häufigem Besucher da Vincis. Bezogen auf eine Textpassage, in der es um griechische Malerei geht, findet sich der handschriftliche Eintrag, der — sehr frei — übersetzt lautet: „So wie es Leonardo bei dem Bild der Lisa macht“. Insgesamt sieben Zeilen, datiert vom Oktober 1503, die die Kunstwelt aus den Angeln geben.

„Alles, was in der Vergangenheit zu diesem Thema geschrieben wurde, hätte nicht geschrieben werden müssen,“ verlautet es aus Kreisen um die Universitätsbibliothek Heidelberg, an der die Randbemerkung bereits vor längerem entdeckt wurde, ihre Relevanz jedoch erst jetzt erkannt wurde.

Sieben Zeilen Randbemerkung, die schwerer wiegen als die vielen tausend Worte Literatur, Spekulation und „Wissenschaft“.