bwin, die Polen und die DDR

Zwar etwas verspätet, denn das EM-Match Deutschland-Polen ist schon lange vorbei, aber dennoch möchte ich den texterblog.de-Lesern eine etwas fragwürdige Formulierung nicht vorenthalten. Zu finden war diese kurz vor dem Spiel im Top-Banner auf Spiegel Online. Dort bietet Wettanbieter „bwin“ Sportwetten unter dem Motto „Nix zu holen für die Polen“ feil. So weit, so gut — da ist nichs besonderes dran.

Spon Frontpage

Wenn man jedoch genauer hinschaut, fällt ein kleiner Disclaimer am rechten unteren Rand des Banners ins Auge: „Ab 18 Jahren. Wettabgabe derzeit nur in der ehemaligen DDR“.

bwin Banner DDR

Oha — Deutschland in den Grenzen von Neunzenhundertirgendwas? Ein Wunder von Berlin? Aus dem Hintergrund müsste Sparwasser schießen – Sparwasser schießt! – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!

Oder einfach nur ein Eigentor von bwin?

2 Gedanken zu „bwin, die Polen und die DDR“

  1. Wahrscheinlich müssen die das so schreiben, weil sie sich ja auf ihre alten DDR-Lizenzen berufen. Aber ich fand es auch sehr witzig.

  2. @Thomas: Das kann nicht wirklich sein. Zwar hatte der bwin (damals betandwin) Gründer 1990 aufgrund des Gewerbegesetzes der DDR eine Glücksspiel-Erlaubnis erhalten. Aber mit deutscher Einigung gingen eigentlich die DDR-Lizenzen auf bundesdeutsches Recht über. Und ob eine 1997 gegründete AG noch auf Basis der DDR-Gesetze eines Einzelunternehmens arbeiten darf, ist ebenso mehr als fraglich.
    Hier gibt’s mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Bwin_Interactive_Entertainment

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