Bogota Innenstadt

Die Luft ist duenn, der Atem geht holprig, die Schritte fallen schwer. 2600 Meter Hoehe sind fuer Neulinge doch mehr als ich dachte. Auf der Haupt-Plaza de Bolivar in Bogota singt ein Juanes-Verschnitt. Die Maedels kreischen gluecklich, die knallrosarote Zuckerwatte klebt, die vielen Kilos an ihren Koerpern woelben sich unuebersehbar. Ueberall kleine Staende fuer Suppen, gegrillen Mais. Eine Familie zieht bettelnd durch die Cafes, ein Blinder stoeckelt sich einen Weg durch die Menge, ein Typ mit Handy und Schild wird: „Minuto Celular“. Eine schoene kolumbianische Erfindung. Einfach das Handy greifen, 400 Pesos (ca. 16 Cents) fuer 2 Einheiten zahlen, mit der ersten der Frau Bescheid sagen, dass es spaeter wird, mit der naechsten sich mit der Geliebten im naechsten Hotel verabreden. So einfach ist Leben hier ;-).

Gerade sitze ich in einem Cafe. Der Tinto – so nennt sich hier nicht Rotwein sondern schwarzer Cafe – ist doch nicht so stark wie gedacht. Ploetzlich draussen ein kraeftiger Schlag – und noch einer und noch ganz viele. Ein Anschlag? Ach nee, Feuerwerk in einer Lautstaerke, die bei uns garantiert verboten waere. Immerhin darf damit unser Juanes auch Feierabend machen.