Reisenotizen: Brillenlos in Kolumbien

Kolumbien macht anscheinend nicht alle Moden mit. Wie zum Beispiel die Mode mit den Sonnenbrillen. Ich meine damit nicht die Menschen, die eine Brille, Kontaktlinsen brauchen oder sich die Augen dafuer lasern lassen, um wieder einen besseren Durchblick zu bekommen, um nicht jeden Morgen beim Schminken oder Rasieren im Badezimmerspiegel verschwinden zu muessen. Nein, ich meine die klassischen Sonnenbrillen-Traeger.

Waehrend sich bei uns – und noch staerker in Italien oder Spanien – jeder und jede bei den ersten Sonnenstrahlen sein moeglichst modisches und derzeit am besten U-Boot- oder Masken grosses Teil auf die Nase setzt und dieses dort oben oder in den gegelten Haaren gerne vergisst, zeichnen Sonnenbrillen hier nur die Gesichter von Touris aus – und von denen gibts eigentlich keine.

Ob sich die Kolumbianer einfach lieber tief in die Augen sehen, um schneller zu erkennen, ob das Maennlein oder Weiblein auch moeglisch schoene Augen hat anstatt wie bei uns auf Regen hoffen zu muessen, damit die Glaeser so beschlagen, dass selbst der ueberzeugteste Traeger seine Augen irgendwann der innnigen Betrachtung frei gibt? Vielleicht aendert sich das alles aber noch, wenn ich in den Norden reise …