Reisenotizen: Bustour durch die Cordilleren

Bustour durch die Cordilleren Kolumbiens 

Seit gestern habe ich eine meiner aufregendsten Bergtouren hinter mir – quer durch die Cordilleren per Bus. Ich kenne durch die Mexikozeit ja schon einiges: Aber von Manizales nach Medellin sind es rund 160 km. Und es mutete schon von Anfang an irgendwie verdaechtig an, dass selbst diese wahnsinnigen Busfahrer trotz Turbo-Tempo die Fahrtzeit mit grosszuegigen 4,5 Stunden – und es wurde sogar noch eine Stunde laenger – bemassen. Die ersten 100 km waren noch harmlos – ein bisschen Gebirge, dann romantisch – wo ist meine schoene Frau? – einen Fluss entlang.

Dann ging es wirklich die Berge hoch. Es ist schon atemberaubend, wenn die Busse sich dann vom Tal auf ueber 3.100 Meter die endlosen Serpentinen hochwuchten, in unuebersichtlichen Kurven nur ueberholt von 18 Meter langen 30-Tonnern – die spinnen wirklich hier! -, am Strassenrand Bananen- und Kokospalmen, ueber uns kreisende Condoren – gluecklichweise keine Aasgeier ….. Dieser Thrill wird mir auf jeden Fall fest im Gedaechtnis haften bleiben – und mein recht stabiler Magen uebrigens auch.

7 Gedanken zu „Reisenotizen: Bustour durch die Cordilleren“

  1. Hey Dominik,

    kleine Info, die dich interessiert. Heute war ja unsere nette Kinderlichter-Aktion. Innerhalb von 5 Stunden haben sich 127 Schulen gemeldet. Insgesamt sind damit ca. 30.000 Schutzreflektoren verteilt. Und es geht natürlich weiter. Aber jetzt weiterreisen. Und es waren wirklich keine Aasgeier? Ich dachte, el condor pasa ist bereits in freier Wildbahn ausgestorben und nur noch im Berliner Zoo zu besichtigen.

    Ganz liebe Grüße

    Oli

  2. hallo domi, also wenn ich damals an cachi in argentinien denke reicht es mir immer noch, aber so wie du es beschreibst, waren das ja noch peanuts im vgl. zu deiner cordillerentour.
    übrigens was sonnenbrillen betrifft, braucht man die hier im augenblick besonders nötig, aber nicht im gegelten haar, sondern auf der nase: gegen grell-reflektierendes sonnenlicht im schnee. damit du nicht denkst, überall auf diesem erdenglobus ist es so wie in südamerika: bei uns liegt 15 cm schnee, bei -2°C und den berg hinunterfetzenden kids am rettichstüble. das mal in kürze, damit du nicht ganz die verbindung zum diesseitigen europa verlierst. grusss papa

  3. jetzt hab‘ ich noch etwas vergessen: wenn du mal einen ganz besonderen friedhof findest, mach‘ doch mal ein paar aufnahmen für mein friedhof-projekt. evt. kleinere übersicht, nahaufnahmen und aussschnitte. also wenn es sich so ergibt. papa

  4. @papa: Auftrag mit den Friedhofsbildern habe ich schon erledigt. Und Schnee: Hey den will ich nicht haben, wenn ich zurueck komme. Ich friere ja jetzt schon, wenn ich daran denke, dass ich morgen Richtung 30 Grad fliege.
    @oliver: naja, auch in dem Buch von Garcia Marquez, das ich gerade lese, gibt es diese Aasgeier, die auf einer toten, in der Hitze verendeten Kuh hocken. so weit ist es aber hier noch nicht gekommen.

  5. carolina schreibt: cartagena ist die schönste stadt in columbien, sierra nevada de santa marta absolut magic and of course cali (da ist sie geboren)
    habe dir übrigens gemailt. baci t

  6. @Tina: Mail bekommen – werde sie noch beantworten. Ja, Cartagena liegt noch vor mir, Sierra Nevada de Santa Marta habe ich noch nie gehoert oder gelesen – bin aber gerade in Santa Marta. Werde mal suchen. Und Cali – naja: Wenn man auf Salsa und Schoenheits-OPs steht, ist die Stadt sicherlich nett. Ansonsten nicht gerade eine Schoenheit oder besonders interessant.

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