Touritours: Eine Kathedrale aus Salz

Muehsam ist die Anreise: Schnellbus TransMilenio von Bogota-Centro zum Portal del Norte. Dort sich auf die Suche nach dem richtigen Bus begeben, umsonst am Ticket-Schalter anstellen, da Tickets doch „Claro que si“ im Bus zu loesen sind. Dann in einem Mini-Bus mit quietschenden Reifen und roehrendem Auspuff eine Stunde lang gen Norden brettern, um schliesslich an einem geisterhaften Bahnhof am Rande von Zipaquira – von allen nur Zipa genannt – auszusteigen. Und warum das Ganze?

Zipaquira-Salzkathedrale

Noch etwas hoeher als der Ort mit seinen 2.700 Metern selbst versteckt sich eine unterirdische Kathedrale aus Salz, die um 1950 in die Salzmine am Hang geschlagen wurde. Nachdem die erste Kathedrale 1990 fast zusammenbrach, baute man kurzerhand eine neue, natuerlich noch groessere. Und was fuer eine: Ein riesiges unterirdisches Salzgebilde ueber drei Ebenen mit Altaren, beleuchteten Heiligenfiguren, kleinen Heiligenbildern, Salzkreuzen und einem Fassungsvermoegen von locker 8.500 Menschen. Mein heute mal recht kluger Reisefuehrer behauptet, dass hierfuer die doppelte Menge an Salz aus der Mine geschlagen wurde, als Kolumbien in zwei Jahren benoetigt.

Dass diese schoene Gesamtanlage natuerlich auch dazu da ist, allen Touri-Kitsch loszuwerden, ist schon klar – gerade auch hier in Kolumbien.

Salzkathedrale