Von Vermögen und Unvermögen

Viele Menschen sind mit reichlich Vertrauen und einem ansehnlichen Vermögen in das Jahr 2008 gestartet. Zum Ultimo sind es nicht wenige, die im Zuge der Finanzkrise stattliche Teile ihres Vermögens und ihres Vertrauens verloren haben. Die Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen bezeichne ich als Unvermögen.

Prof. Dr Reinfried Pohl (Vorstandsvorsitzender der Deutsche Vermögensberatung AG) in Cicero – Magazin für politische Kultur

Edit: Hier übrigens — um einer (weiteren) Fehlinterpretation vorzubeugen, der gesamte Artikel.

3 Gedanken zu „Von Vermögen und Unvermögen“

  1. Meine Herren, ist das ein böser Kommentar. Das bedeutet: Jeder Anleger ist vollkommen blöd, wenn er in der Finanzkrise Geld verloren hat. Übersetzt: Bitte versteckt eure Kohle künftig lieber unter dem Kopfkissen, damit ihr euer Anfangsvermögen nicht verliert. Naja, dann Prost Mahlzeit, wenn das die Deutsche Vermögensberatung sagt, so kann man auch die eigene Branche zerstören ….

  2. @Dominik: Danke, dass du darauf eingestiegen bist. Zeigt sich doch umso mehr, dass Zitate, aus dem Kontext gerissen, zu wunderbarster Fehlinterpretation geradezu einladen. Denn — und das ist dem Autor des Zitats geschuldet — Pohl bezieht sich nicht auf die Anleger, sondern auf diejenigen, die aus Vermögen Unvermögen gemacht haben: die Verwalter, Banker, Finanziers und dergleichen. Im Original liest sich das dann wie folgt:

    „Als Unvermögen stellt sich das offenbar gewordene Versagen ganzer Kohorten von Managern dar, die anvertrautes Kapital leichtfertig aufs Spiel gesetzt und dabei verloren haben. Getrieben wurde das Gros dieser Finanzmarkt-Hasardeure von der Gier zur persönlichen Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die Verluste anderer Menschen und den volkswirtschaftlichen Schaden, den ihr Verhalten verursacht.“

    Den Link zum kompletten Artikel habe ich oben übrigens ergänzt.

  3. Danke für die Korrektur. Aber es ist doch klasse, wie einfach Fehlinterpretationen passieren, kaum dass man ein Zitat aus dem Zusammenhang reißt.

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