Journalisten wollen laut Studie Journalisten bleiben

Journalisten sind zufrieden mit ihrem Job. So wollen 81% nicht in die PR-Branche wechseln. Auch würden 43% jungen Menschen den Einstieg in diesen Beruf empfehlen und nur 19% davon abraten. Und dies trotz erhöhtem Kosten- und Zeitdruck, Aktualitätszwang und Crossmedia-Herausforderungen. Dies sind einige der Zwischenergebnisse eines Forschungsprojektes der Universität Münster, deren erste Ergebnisse das Fachmagazin Journalist in seiner aktuellen Ausgabe 08.2009 vorstellt. Dazu wurden 15 Nachrichtenredaktionen in Deutschland genauer unter die Lupe genommen.

Der Trend in der Berichterstattung zu mehr Unterhaltung, Serviceorientierung, Visualisierung und Regionalisierung ist demnach für die große Mehrheit der Befragten eindeutig. Weiteres nicht gerade überraschendes Resultat: Der Einfluss der PR-Akteure auf die journalistische Arbeit ist seit 1990 gestiegen – zumindest nach Meinung eines Drittels der Befragten, während die anderen ihn als gleichbleibend bzw. als nicht beurteilbar einschätzen. Der wirtschaftliche Druck zeigt sich auch in einem anderen Ergebnis: Laut 43% sei es zunehmend wichtiger geworden, Werbekunden ein passendes redaktionelles Umfeld zu bieten. Für ein Drittel der Befragten verschwimmt daher die Trennung zwischen Redaktion und Werbung zunehmend.

Weitere Zwischenergebnisse zu diesem durchaus spannenden Forschungsprojekt gibt es im aktuellen Journalist und hoffentlich demnächst im noch ausführlicheren – und bitte download-fähigen! – Umfang auf der Uni-Website? Es wäre schön.