Macht Facebook unglücklich?

facebook
In die Schlagzeilen gekommen: Laut einer Studie der Uni Zürich sind Facebook-Nutzer weniger glücklich als Nicht-Nutzer.

Die Schlagzeilen sorgten in Fachkreisen für einiges an Aufsehen: „Facebook macht Nutzer nicht glücklich“, „Facebook-Verweigerer sind erfolgreicher im Job“ oder „Social-Network-Studie: Un-(soziale) sind glücklicher“ titelten zahlreiche Medien Mitte dieser Woche. Der Anlass: Eine jüngst von der Universität Zürich veröffentlichte Studie, die der Frage nachging, welche Persönlichkeiten Facebook nutzen und ob sie zufriedener sind als Nicht-Nutzer.

„Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern unterscheidet sich leicht zugunsten der Nicht-Nutzer“, sagt Bertolt Meyer, Oberassistent am Psychologischen Institut der Uni ZH, der die Studie gemeinsam mit der Lizentiandin Anett Cepela durchgeführt hat. Teilnehmer gänzlich ohne Facebook-Profil zeigen sich zufriedener als solche mit Profil. Zudem haben sie eine leicht höhere psychische Gesundheit und sind gewissenhafter als Facebook-Nutzer, schreibt die Hochschule.

Ganz anders das Bild jenseits des großen Teichs: Dort haben Wissenschaftler der Michigan State University im Jahr 2007 eine ähnliche Studie durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass Nutzer von Online-Netzwerken zufriedener und glücklicher seien als Nicht-Nutzer, weil sie sozial engagierter seien.

Für die Schweizer stellt sich die Thematik jedoch ein wenig anders dar. Entscheidend dafür, ob Facebook als Bereicherung empfunden wird oder nicht, ist die Persönlichkeit, sagen Meyer und Capela in der offiziellen Mitteilung der Uni Zürich.