Chilenische Strassenmusikanten

Ihr koennt euch gar nicht vorstellen, wie wir bei uns – meist – von qualitativ guten Strassenmusikanten „verwoehnt“ werden. Und das sage ich als einer derjenigen, die sofort mit den Augen rollen, wenn ein Musikant seine Lieblings-Staendchen von sich gibt. Hier in Chile ist das alles noch eine Klasse heftiger.

Meist funktioniert das wie folgt: Ein natuerlich ganz liebenswuerdiger und niemand nerven wollender muttelalterliche Herr haengt sich einen Verstaerker samt Player um den Hals, ploppt ein Mikro Marke Jahrgang 1967 ein, laesst Tangos und aehnliche Schmachtfetzen a kapella toenen, raeuspert sich kurz und heftig, um dann in tiefsten, meist leicht gebrochenen Bariton die Stimme zu erheben.

Und nein, Carlos Gardel ist nicht mehr unter uns. Was diesem nicht mehr ganz jungfraeulichen, sondern eher stark angekratzten Rachen entspringt, ist zumindest laut. Und zwar so laut, dass sich die Geraeuschpegel aller Gespraeche mit einem Schlag steigern (muessen), worauf unser liebenswerter „Saenger“ reagieren muss. Die Spirale laeuft: Der eine roehrt, die anderen schreien, die meisten hoffen auf ein baldiges Ende. Dann sind irgendwie alle gluecklich.

2 Gedanken zu „Chilenische Strassenmusikanten“

  1. Domi, hast Du in Chile etwas mitbekommen über die katastrophalen Überschwemmungen und Regenfälle in Perus Andengebiet. Im Machu-Picchu-Gebiet müssen Hunderte von Touristen und Tausende von Einheimischen mit Hubschraubern ausgeflogen werden, da Hunderte von Häusern eingestürzt sind, Nahrungsmittel und Trinkwasser kanpp werden, Erdrutsche, Felsen-und Schlammlawinen ganze Gebiete zerstört haben, und vorallem die Verbindungswege in die „Freiheit“ vollkommen blockiert sind. Ist man daran in Chile interessiert, oder ist das alles zu weit weg. gruss aus dem total verschneiten Himbeerweg. Papa

  2. @Gianni: Ist ja interessant, dass du es erwaehnst. Auch hier war es eines der Top-Themen in den Nachrichten vor ca. 1 Woche. Mir viel dabei nur ein, dass ich auch Peru mal auf diesem jetzigen Reisezettel hatte. Gut, dass ich mich nicht dafuer entschieden habe.

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