Was ist falsch an „Mädchen sind die besseren Schüler“?

Die Geschichte mit den VerlängerungskabelInnen hat mich neugierig gemacht und mich zur Wiki-Seite „Binnen-I“ geführt. Als Binnen-I wird jenes großgeschriebene I im Wort bezeichnet, das die weibliche Form kennzeichnen soll. Interessant – der Name war mir so noch nicht untergekommen.

Im selben Artikel wird natürlich auch über Pro und Kontra des Binnen-I’s berichtet. In Zusammenhang mit der feministischen Linguistik liest sich das dann wie folgt:

Gemäß der gängigen Sprachauffassung ist der Satz: „Mädchen sind die besseren Schüler“ sinnvoll, da das Wort „Schüler“ sowohl Mädchen als auch Jungen bezeichnet. DasGenus ist im Deutschen oft nicht mit dem Sexus des Bezeichneten kongruent. Nach Auffassung der feministischen Linguistik ist der Beispielsatz aber inakzeptabel. Formulierungen, in denen Schülerinnen zu „Schülern“ gemacht würden, sind nach der feministischen Linguistik generell abzulehnen (vgl. hierzu den sogenannten „feministischen Imperativ“: „Bezeichne nie eine Frau, einschließlich dir selbst, mit einem grammatischen Maskulinum.“). Folglich dürfe das Wort „Schüler“ nur als spezifisches Maskulinum benutzt und verstanden werden (als Wort, das sich nur auf Jungen bezieht). Die Formulierung: „Mädchen sind die besseren Schülerinnen“ sei ebenso falsch, da durch den Begriff „Schülerinnen“ die Jungen als Vergleichsgruppe ausgeschlossen werden. Richtig sei der Satz: „Mädchen sind bessere Schülerinnen, als Jungen Schüler sind“, der aber umständlich formuliert ist.

Dazu fällt mir nur noch Peter Zewgats Lieblingssatz ein: „Mann, Mann, Mann!“

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