Design follows sauberer Recherche. Eigentlich.

Liebe medium-magazin-Redaktion,

als fleißiger Leser des medium magazins hatte ich mich hier im texterblog.de bereits mit der ersten Ausgabe nach Ihrem Heftrelaunch kritisch auseinandergesetzt. Und Sie hatten sich direkt daraufhin bei mir gemeldet. Vorbildlich dieser persönliche Kontakt. Jetzt drucken Sie einen Auszug meiner Anmerkungen – hier der gesamte Text – sogar in Ihrer neuesten Ausgabe unter Leserbriefe direkt ab. Gut. So weit – so perfekt? Leider nein!

Denn neben meinem Zitat prangt das Foto eines etwas ernst dreinblickenden Herrn. Nicht dass ich etwas gegen diesen hätte, dessen Namen Sie mir in der kommenden Ausgabe sicherlich mitteilen werden. Nur – und das ist die Krux – hat dieser ältere Herr auf dem s/w-Foto so gar nichts mit meiner Person zu tun. Nein, wirklich nicht. Dazu erinnere ich mich noch an unseren E-Mail-Verkehr, dass ich auf ein Bild aus verschiedenen Gründe ausdrücklich verzichten wollte. Und jetzt das?

Irgendwie könnte ich das Gefühl bekommen, dass neues Design über sauberer Recherche steht. Oder ist es doch eine Momentaufnahme? Und nur den vielfältigen Herausforderungen eines Relaunches geschuldet? Ich hoffe doch. Denn auf eine medium-magazin-Serie à la „Pleiten, Pech und Pannen“ hier im texterblog.de kann ich als Leser Ihres geschätzten Magazins gerne verzichten.

Schluss mit der Kritik – ran an die neue Ausgabe. Sonnige WM-Grüße aus Berlin schickt Ihnen

Dominik Ruisinger