Wahlprogramme in Baden-Württemberg: Prädikat unverständlich

Rechtzeitig vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Parteien ihre Programme veröffentlicht. Die Uni Hohenheim hat sich die Mühe gemacht, die bis zu 241 Seiten langen Veröffentlichungen zu analysieren – mit ernüchterndem Ergebnis:

Auf der von 0 (nicht verständlich) bis 20 (sehr verständlich) reichenden Skala das „Hohenheimer Verständlichkeitsindex“ erreicht das verständlichste Parteiprogramm (CDU) gerade mal die Marke von 11,2 Punkten. Das Programm der Liberalen liegt mit 4,6 Zählern“nur knapp über der durchschnittlichen Verständlichkeit politikwissenschaftlicher Doktorarbeit“.

Das kürzeste Programm legten die Sozialdemokraten vor (rund 20.150 Wörter), die Grünen formulierten am ausführlichsten (ca. 48.000 Wörter), und die FDP hält den Rekord in Sachen Satzlänge: Stolze 90 Wörter pressen die Liberalen in einen Satz.

Erfreulich: Alle Parteien haben auch sogenannte Kurzprogramme publiziert. Diese sind den Hohenheimer Wissenschaftlern zufolge allesamt verständlicher. Wer’s noch kürzer mag: Der Wahl-o-Mat gibt eine Orientierung zur Übereinstimmung zwischen persönlicher Meinung und Parteiprogramm – bezogen auf 38 unterschiedliche Thesen.

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