Schlagwort-Archive: Brüssel

Arbeiten im Ausland powered by EU

Der deutsche Bäcker will nach Paris
EU-Kampagne zur Erleichterung des Arbeitens innerhalb der EU

Brüssel hat es mir irgendwie angetan. Zumindest die Initiativen des EU-Lebens, die einen beim Spaziergang von den Plakaten anblicken. Wie beispielsweise die folgende: „Starting a business abroad? What support is available? europa.eu/youreurope.“ Mit dieser Kampagne will die Europäische Kommission Hilfestellungen für Reisen und Arbeiten innerhalb der EU bieten – gerade für Bürger, die sich in einem anderen EU-Land niederlassen oder dort ein Geschäft eröffnen wollen. Eigentlich eine durchaus sinnvolle Kampagne – gerade vor dem Hintergrund vielfältiger eher national geprägter Stimmen.

Nur musste dies denn unbedingt mit Bildern und Motiven geschen, die nur so vor Vorurteilen triefen? Oder wie soll man dies verstehen, wenn der Deutsche natürlich Bäcker und die Italienerin natürlich Mode-Designerin sind, die jeweils im Ausland Kontakte suchen? Und dies lässt sich auch prima auf die anderen Ländern übertragen. Ist es nicht gerade auch die Aufgabe von EU-Kampagnen, Vorurteile abzubauen, um somit die Förderung der Verständnisses innerhalb der Gemeinschaft zu fördern?

Daher mein Brüssel-Fazit: Idee gut, Ausführung mangelhaft. Schade.

EU-Kampagne zum erleichterten Arbeiten im Ausland
Die auswanderungswillige Italierin muss natürlich Mode-Designerin sein.

Wichtige Kampagne – leider unbekannt

Ich komme gerade aus Brüssel. Und bis zum heutigen Tag wusste ich nicht, dass 2010 das Jahr des Kampfes gegen Armut und soziale Ausgrenzung ist bzw. war. Schließlich geht dieses Jahr gerade dem Ende zu. So sollen allein in Europa 84 Millionen von Armut bedroht sein. Wenn ich nur an die aktuellen hiesigen Diskussionen denke -wie z.B. das Streichen des Kindergeldes für Hartz4-Empfänger – dann wäre dies Kampagne doch gerade jetzt ein wichtiges Thema gewesen.

Jetzt stellt sich mir nur eine ganz einfache Frage: Bin ich etwa so blind gewesen, dass ich von dieser europäischne Kampagne nie etwas mitbekommen habe oder funktioniert die Brüsseler Kommunikationsmaschine – mal wieder – nicht oder vielleicht nur in Brüssel? Schließlich hätten man allein mit den vielen Botschaftern auf lokaler Ebene – wie z.B. dem Mönch und Autor Bruder Paulus oder der Fußball-Nationalspielerin Fatmire Bajramaj – einiges mehr erreichen können.

Weitere Infos gibt es hier: www.2010againstpoverty.eu

Update: Ich scheine wirklich nicht der Einzige zu sein. Auch bei meinen Freunden und Kollegen bildeten sich viele Fragezeichen über dem Kopf.Kampagne gegen Armut und soziale Ausgrenzung