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Die neue deutsche Rechtsprechung

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Den Dudenverlag, die Institution, wenn es um die deutsche Sprache geht, kennen wir alle. Denn spätestens seit Einführung dessen, was gemeinhin als „neue deutsche Rechtschreibung“ bezeichnet wird, greift man — mehr oder minder freiwillig — gerne zu den gelben Nachschlagewerken aus Mannheim. So kommt es, dass der Name Duden unweigerlich mit dem Begriff der Rechtschreibung gleichgesetzt wird.

Doch jetzt wagen sich die Mitarbeiter des Bibliographischen Instituts & F. A. Brockhaus AG, zu dem der Dudenverlag gehört, auf neues Terrain: Mit der Einführung eines vierzehntägigen Podcasts verlassen Sie das Reich der Druckerschwärze und der Textverarbeitungsprogramme und präsentieren uns quasi die „neue deutsche Rechtsprechung“ — natürlich nicht, ohne uns auf die Bedeutung der Begrifflichkeit „Podcast“ hinzuweisen:

Beim „Podcast” handelt es sich um eine Reportage, einen Radiobeitrag o. Ä., der als Audiodatei im Internet zum Herunterladen angeboten wird. Dem Begriff „Podcast” liegt ursprünglich ein Eigenname zugrunde, und zwar der Handelsname für einen MP3-Player – „iPod®”. Hinzu kam die zweite Silbe des englischen Verbs „to broadcast” (= „senden, übertragen”).

Die erste Episode des Podcasts ist dem Altweibersommer gewidmet — reinhören kann man direkt auf der Website des Duden-Podcasts.

Fugen im Schiff

Der Duden ist die Instanz zur deutschen Sprache, und klärt uns alle regelmäßig über Kuriositäten und Wissenswertes rund um Rechtschreibung und Grammatik auf – so zum Beispiel auch über Fugen im Schiff:

Die meisten der Zusammensetzungen mit „Schiff“ als Erstglied werden mit einem Fugen-s gebildet wie beispielsweise „Schiffsarzt“, „Schiffsbauch“, „Schiffsbesatzung“, „Schiffseignerin“, „Schiffshebewerk“, „Schiffsjunge“, „Schiffskatastrophe“, „Schiffskoch“, „Schiffsladung“, „Schiffsmakler“, „Schiffsmannschaft“, „Schiffsrumpf“, „Schiffsschraube“, „Schiffstau, „Schiffstaufe“, „Schiffswerft“, „Schiffszimmermann“ oder „Schiffszoll“.

Ohne Fugen-s werden hingegen „Schiffbruch“, Schiffbrüchige“ und meist auch „Schiffschaukel“ (neben „Schiffsschaukel“) verwendet. Während „Schiffbau“ insbesondere im Ingenieurwesen ohne Fugen-s gebraucht wird, tritt daneben auch die Bildung „Schiffsbau“ auf.

Und weil wir gerade bei maritimen Rechtschreibthemen sind:

Bei der Frage nach einem deutschen Wort, in dem gleich zweimal drei gleiche Buchstaben hintereinanderstehen, ist „Flussschifffahrt“ ein heißer Tipp.

Wer die Buchstabenkombination unübersichtlich findet, kann auch mit Bindestrich schreiben: „Fluss-Schifffahrt“. Nicht zu empfehlen ist die Bindestrichschreibung im Zweitglied „Schifffahrt“; man schreibt also besser nicht „Fluss-Schiff-Fahrt“ oder „Flussschiff-Fahrt“.

In diesem Sinne: Mast- und Schotbruch!

“Ich weiß, dass ich nichts weiß…”

Sokrates‘ Erkenntnis begegnete – wenngleich auch ein paar hundert Jahre später – der Mephistoles aus Goethes Faust mit den Worten „Allwissend bin ich nicht, doch viel ist mir bewusst“.

So manches Zitat ist uns zwar wohl geläufig, die Urheberschaft ist uns jedoch oftmals nicht bewusst oder bekannt. Für Zitateprofis (und solche, die es werden wollen) hat der Duden eine Reihe kleiner Onlinerätsel bereitgestellt. Ehre, wem Ehre gebührt – testen Sie Ihr Wissen rund um Zitate und Redensarten.