Schlagwort-Archive: Fußball

Die EM-Rache auf dem Fußballplatz

Liebe Niederländer,

T-Shirt in Amsterdamdas hat man jetzt davon, wenn man solche T-Shirts druckt. Klare 2:1-Niederlage auf dem Fußballplatz. Also so wie fast immer. Denn die Rache musste ja kommen.

Als kleiner Tipp für das nächste Mal: Die orange Farbe ist ja hübsch. Nur textlich würde ich – an eurer Stelle – beim nächsten Mal besser „Love Germany“ vorschlagen.

Vielleicht sind wir ja dann so nett, euch zumindest mal wieder ein Pünktchen zu überlassen. Auf dem Fußballplatz zum Beispiel. Wenn wir uns das nächste Mal treffen. Zum Beispiel in Brasilien. Denn bei dieser EM wird es wohl nix mehr, oder?

Der Amsterdam-Reisende

Fußball-Kino: Remake des WM-Halbfinales 1982

Einfach nur genial. „Refait“ ist ein Remake des Elfmeterschießens im Halbfinale bei der Fußball-WM 1982 zwischen Deutschland und Frankreich. Nur was für eine Umsetzung: Unglaubliches Fußball-Kino. Einfach ansehen und staunen. Auch wenn ich erst heute auf diese 2009er Version gestoßen bin. Danke dafür an @textundblog und @talkabout.

Fußball + Sex = Werbung

startseite mit Fussball-Sex-Kombination

Ist das jetzt ein verunglücktes Targeting, was meine müden Augen heute morgen auf www.sport1.de entdecken durften? Also die unvermeidliche Paarung aus Fußball und Sex? Dann fehlt aber noch das Bier zum männlichen Dreiklang.

Ob jedoch 1&1 über diesen nicht ganz jugendfreien Skyscaper glücklich sein werden, darf schwer bezweifelt werden. Denn so wollten sie ihr DSL Sommer-Special für 19,99 Euro wohl nicht verstanden haben. Oder habe ich etwas verpasst?

Zitat des Tages

Henry Monteil, die Nummer 3 im Französischen Fußballverband FFF, zum Brief der streikenden Nationalspieler: 

„Ich habe diesen Brief gelesen. Ich glaube nicht, dass ihn die Spieler geschrieben haben. Er wurde mit Computer geschrieben und hat keinen einzigen orthographischen Fehler.“

Gefunden bei L’Equipe

Aufstand an der Basis: Von Fans organisierte Fußballvereine haben Großes vor

Currywurst statt Kaviar, Bier statt Burgunder. Fußballfans aus ganz Europa wollen derzeit ein Zeichen gegen den maßlosen Kommerz im Sport setzen. Ein Beitrag, wie Fans aus England und Deutschland den Mächtigen der Branche die Stirn bieten wollen, aber auch wie Trittbrettfahrer die Idee ausnutzen.

Im November 2007 explodierte beim deutschen Vorzeige-Club Bayern München die Bombe. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins platzt Manager Uli Hoeneß der Kragen, als er von einem einfachen Mitglied auf die schlechte Stimmung in der Münchener Allianz-Arena, der Heimspielstätte der Bayern, angesprochen wird. „Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid“ und „für die Scheiß-Stimmung seid ihr doch verantwortlich“, bellt es vom Rednerpult herab. Ein gellendes Pfeifkonzert aus dem Plenum deutet an, was die Basis des Vereins von Hoeneß‘ Generalabrechnung mit dem einfachen Fanvolk hält.

Vergessen und verhallt – der Protest
In der Folgezeit kocht allerdings nicht nur die bayerische Volksseele. In Internet-Blogs und -Foren, auf den Traversen deutscher Stadien und an den Stammtischen regt sich Protest. Der Tenor ist allenorts der gleiche: der Fußball scheint sich endgültig vom Volkssport Nummer Eins verabschiedet zu haben und steuert mehr und mehr in Richtung „durchkommerzialisiertes Event“ zu.

Doch so leidenschaftlich seinerzeit darüber diskutiert wurde – die verbalen Entgleisungen des mittlerweile ehemaligen Bayern-Managers ringen den meisten Fans heutzutage nur noch ein müdes Lächeln ab. Zuviel ist durch den Blätter- und Datenwald gerauscht, als dass sich noch irgendjemand ernsthaft vor den Kopf geschlagen fühlt.

Revolution im Mutterland des Fußballs
Noch weit bevor der deutsche Fan über den Kommerz im Sport und seine Auswüchse diskutiert hat, kam dem Engländer Will Brooks im Februar 2005 eine Idee: Brooks ist Anhänger des Premier-League-Clubs FC Fulham, der sich mehrheitlich im Besitz des ägyptischen Multimilliardärs Mohamed Al-Fayed befindet. Weil es sportlich aber unter der Regentschaft des „Krösus vom Nil“ keineswegs aufwärts geht für den Londoner Club, sieht der ehemalige Sportjournalist Brooks nur einen Ausweg: er will selbst die sportlichen Geschicke einer Profimannschaft lenken. Da es aber am notwendigen Startkapital mangelt, ruft er kurzerhand die Website myfootballclub.co.uk ins Leben.

Die Idee, die dahinter steckt ist simpel: jeder registrierte User zahlt einen jährlichen Betrag über 35 Pfund und hat im Gegenzug volles Mitspracherecht, wenn es um die Verpflichtung neuer Spieler, den Ausbau des Stadions und die Mannschaftsaufstellung am Spieltag geht.

Aus der anfänglichen Idee ist heute Ernst geworden. Rund 52 000 Mitglieder zählt myfootballclub.co.uk heute, im Januar 2008 wurde mehrheitlich die Übernahme des Fünft-Ligisten Ebbsfleet United beschlossen. Zwar gelang es dem Club aus der Grafschaft Kent nicht, den angestrebten Durchmarsch in die nächsthöheren Ligen zu schaffen, doch darauf kommt es den meisten Mitgliedern auch nicht an. Ehrlicher Fußball, kleine Erfolgserlebnisse und gelebte Basisdemokratie sind es, die den geneigten Ebbsfleet-Anteilseigner glücklich machen. Und vor allem die Kampfansage an sämtliche Immobilien-Tycoons und Öl-Oligarchen: „Seht her, für uns ist ein Fußballklub kein nettes Spielzeug und was ihr könnt, können wir sowieso schon lange“.

Halbherziges aus Deutschland
Es dauerte nicht lange, bis die Idee in Deutschland ihre Nachahmer fand. An vorderster Linie: Sönke Wortmann – der Regisseur, der mit seinem Filmen „Das Wunder von Bern“ und „Deutschland – ein Sommermärchen“ die Euphorie zur WM 2006 schürte und damit maßgeblichen Anteil  an der Kommerzialisierung des „Events“ trägt. Unter www.deinfussballclub.de findet sich eine nahezu identische Kopie des englischen Originals. Die rund 10 000 Mitglieder lenken seit April 2008 die Geschicke des einstigen Traditionsclubs Fortuna Köln, der mittlerweile in der fünftklassigen NRW-Liga gestrandet ist.

Problem nur: dem Projekt mangelt es an Ernsthaftigkeit. Knallige Farben und knackige Imperative à la „Werde Manager und Co-Trainer“ auf der Homepage lassen eher auf ein spaßiges Onlinespiel schließen, als auf ein aktives Aufbegehren gegen die Großen und Mächtigen, die im Hintergrund die Fäden ziehen.

Rechts am Tor vorbei
Ernsthaft, aber sicherlich nicht ernst zu nehmen ist die Initiative „Mein deutscher Fußballverein“. Denn die Idee, einen Fußballverein basisdemokratisch von einer breiten Masse zu führen, hat neuerdings auch die Gemeinde der geistig Armen erreicht. In zahlreichen Online-PR-Portalen wirbt die Initiative um den Bremer Rechtsanwalt Thomas Staab mit dem markigen Slogan „Fußball kommt zurück – zu den Fans“. Die Projekt-Idee ist altbekannt: 30.000 Mitglieder sollen einen jährlichen Betrag von knapp 50 Euro überweisen und einen in der Versenkung verschwundenen Traditionsclub durch ihren Sachverstand wieder nach oben führen. Als mögliche Kandidaten sind auf der Homepage der Initiative Vereine wie der VfB Oldenburg, Lok Leipzig oder Waldhof Mannheim aufgeführt.

Soweit nichts Neues oder Schlechtes. Doch wer sich die Leitlinien hinter „Mein deutscher Fußballverein“ genauer ansieht, dürfte stutzig werden. Unter anderem heißt es dort, die Zahl der Ausländer im Team solle auf zwei begrenzt werden, um „ein Signal gegen den vorhandenen Multikulti-Aktionismus zu setzen“.

Neben Thomas Staab sitzt auch der selbstständige Kfz-Meister Thorsten Schibblock im Boot. Recherchen durch die Bremer Antifa ergaben, dass Schibblock bis zu ihrem Verbot 1992 Vorsitzender der „Nationalen Front“ war. Auch in rechten Hooligan-Kreisen soll der Name weit mehr als nur geläufig sein. Mittlerweile beschäftigt sich auch die Bremer Bürgerschaft mit dem Projekt und bestätigte die Vermutungen: das Innenressort sprach eine offizielle Warnung aus.

Seitens der Betreiber bemüht man sich nun, potentielle Mitglieder nicht zu verprellen. Auf der Startseite prangt neuerdings der Hinweis, es handle sich zwar um ein „polarisierendes“, aber gänzlich „unpolitisches“ Projekt. Doch auch wenn man versucht, den Mief der eigenen Herkunft loszuwerden, könnte ein Punkt vielen Interessenten sauer aufstoßen. Weniger im Hinblick auf die mehr oder weniger versteckte Deutschtümelei, sondern eher aus Kosten-und-Nutzen-Gründen. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Seite ist nämlich vermerkt, dass satte 15 Euro des Anteils in die „Verwaltung“ der Website und der Initiative fließen. Am vielen Traffic mag es freilich nicht liegen, gerade einmal 70.000 Besucher haben sich bisher auf die Seite verirrt.

Depression im Profisport: Robert Enke ist kein Einzelfall

Depression im Profisport: Robert Enke ist kein Einzelfall
Der Freitod des Nationaltorwartes löst in Deutschland eine Diskussion um eine weit verbreite-te, aber kaum wahrgenommene Krankheit aus. Mit etwa 4 Mio. Betroffenen gehören Depres-sionen zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Auch andere internationale Spitzensportler, wie Skispringer Sven Hannawald, der italienische Nationaltorwart Gianluigi Buf-fon und der belgische Radprofi Dimitri De Fauw, litten unter den Symptomen.
Fußballdeutschland hat mit Robert Enke einen großen Sportler verloren. Was treibt einen erfolgreichen Menschen dazu, das Leben gegen den Tod zu tauschen?
Selbstmord – letzter Ausweg?
Der Begriff „Depression“ wird heute fast inflationär verwendet. Doch nicht hinter jeder Verstimmung, jeder Traurigkeit verbirgt sich auch wirklich eine Depression. Depressionen stellen eine Erkrankung des seelischen Zustandes und des Gehirns dar. Nur wenn sie länger anhält oder saisonbedingt wiederkommt, spricht man von einer ernstzunehmenden Erkrankung. Medizinisch ist die Krankheit schwer diagnostizierbar und sehr unspezifisch, weshalb sie oftmals nicht erkannt wird und den Opfern nicht geholfen werden kann.
Die häufigsten Merkmale einer Depression (http://www.depression.de):
Antriebslosigkeit
Innere Unruhe und Schlafstörungen
Fehlende Lebensfreude
Innere Leere und Traurigkeit
Vermindertes Selbstwertgefühl
Schwindendes Interesse
Konzentrationsschwäche
Unentschlossenheit
Schuldgefühle, Selbstanklagen
Gestörte Farbwahrnehmung (alles ist grau)
Gedanken an Selbstmord
Körperliche Beschwerden und Missbefinden
Enkes Krankheit wurde erkannt. Aus Angst vor den Reaktionen der Öffentlichkeit und demJugendamt zog er die ambulante einer stationären Behandlung vor. Ein Fehler wie wir jetzt wissen. Wie im Fall Enke sind Selbstmordgedanken typisch für das Krankheitsbild. Tatsäch-lich nehmen sich rund 3-4 Prozent der Erkrankten das Leben, wobei der Anteil der Männer mit 70 Prozent deutlich höher ist als der der Frauen. Der belgische Radprofi Dimitri de Fauw litt ebenfalls an Depressionen, in Folge dessen er sich das Leben nahm. Auslöser war ein Radunfall beim Sechstagerennen 2006 in Gent. Nach einer schweren Kollision starb sein Radsportkollege damals an den Folgen seiner Verletzungen.
„Ich war todunglücklich.“
Das Krankheitsbild Depression kann jeden treffen. Meist führen mehrere Faktoren zum Ausbruch, sowohl körperliche als auch psychische. Durch die Gesellschaft formulierte Attribute wie beruflicher Erfolg, finanzielle Absicherung und Gesundheit sind kein Schutz vor demAusbruch der Krankheit. Das zeigt sich auch am Beispiel des Ex-Fußball-Nationalspielers Sebastian Deisler: «In Berlin habe ich in meiner Wohnung gesessen, ich war bekannt in ganz Deutschland, ich war oben angekommen, und vor der Tür stand ein Mercedes. Aber das alles hat mich nicht mehr glücklich gemacht… Ich war todunglücklich.» so Deisler in seiner Biografie „Zurück ins Leben“. Deisler begab sich in eine Klinik und konnte geheilt werden. Ebenso Skispringer Sven Hannawald, Sieger der Vier-Schanzen-Tournee 2002, litt an Depressionen im Anfangsstadium. Er beendete seine Karriere 2005 und ist heute unter anderemals Experte im ZDF tätig.
Italiens Nationaltorwart Gianluigi Buffon, die deutsche Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen und der brasilianische Fußballstar Adriano sind weitere prominente Fälle. Es ist zu anzunehmen, dass die Dunkelziffer weitaus größer ist.
Nützliche Links:
Selbsttest: http://www.depression.de/fragebogen/frs
Selbsthilfe: http://www.hilfe-gegen-depressuionen.de
Forum: www.depressionen-depressione.net/forum

Der Freitod des Nationaltorwartes löst in Deutschland eine Diskussion um eine weit verbreitete, aber kaum wahrgenommene Krankheit aus. Mit etwa 4 Mio. Betroffenen gehören Depressionen zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Auch andere internationale Spitzensportler, wie Skispringer Sven Hannawald, der italienische Nationaltorwart Gianluigi Buffon und der belgische Radprofi Dimitri De Fauw, litten unter den Symptomen.

Fußballdeutschland hat mit Robert Enke einen großen Sportler verloren. Was treibt einen erfolgreichen Menschen dazu, das Leben gegen den Tod zu tauschen?

Selbstmord – letzter Ausweg?

Der Begriff „Depression“ wird heute fast inflationär verwendet. Doch nicht hinter jeder Verstimmung, jeder Traurigkeit verbirgt sich auch wirklich eine Depression. Depressionen stellen eine Erkrankung des seelischen Zustandes und des Gehirns dar. Nur wenn sie länger anhält oder saisonbedingt wiederkommt, spricht man von einer ernstzunehmenden Erkrankung. Medizinisch ist die Krankheit schwer diagnostizierbar und sehr unspezifisch, weshalb sie oftmals nicht erkannt wird und den Opfern nicht geholfen werden kann.

Die häufigsten Merkmale einer Depression:

  • Antriebslosigkeit
  • Innere Unruhe und Schlafstörungen
  • Fehlende Lebensfreude
  • Innere Leere und Traurigkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schwindendes Interesse
  • Konzentrationsschwäche
  • Unentschlossenheit
  • Schuldgefühle, Selbstanklagen
  • Gestörte Farbwahrnehmung (alles ist grau)
  • Gedanken an Selbstmord
  • Körperliche Beschwerden und Missbefinden

Enkes Krankheit wurde erkannt. Aus Angst vor den Reaktionen der Öffentlichkeit und demJugendamt zog er die ambulante einer stationären Behandlung vor. Ein Fehler wie wir jetzt wissen. Wie im Fall Enke sind Selbstmordgedanken typisch für das Krankheitsbild. Tatsächlich nehmen sich rund 3-4 Prozent der Erkrankten das Leben, wobei der Anteil der Männer mit 70 Prozent deutlich höher ist als der der Frauen. Der belgische Radprofi Dimitri de Fauw litt ebenfalls an Depressionen, in Folge dessen er sich das Leben nahm. Auslöser war ein Radunfall beim Sechstagerennen 2006 in Gent. Nach einer schweren Kollision starb sein Radsport-Kollege damals an den Folgen seiner Verletzungen.

„Ich war todunglücklich.“

Das Krankheitsbild Depression kann jeden treffen. Meist führen mehrere Faktoren zum Ausbruch, sowohl körperliche als auch psychische. Durch die Gesellschaft formulierte Attribute wie beruflicher Erfolg, finanzielle Absicherung und Gesundheit sind kein Schutz vor dem Ausbruch der Krankheit. Das zeigt sich auch am Beispiel des Ex-Fußball-Nationalspielers Sebastian Deisler: «In Berlin habe ich in meiner Wohnung gesessen, ich war bekannt in ganz Deutschland, ich war oben angekommen, und vor der Tür stand ein Mercedes. Aber das alles hat mich nicht mehr glücklich gemacht… Ich war todunglücklich.» so Deisler in seiner Biografie „Zurück ins Leben“. Deisler begab sich in eine Klinik und konnte geheilt werden. Ebenso Skispringer Sven Hannawald, Sieger der Vier-Schanzen-Tournee 2002, litt an Depressionen im Anfangsstadium. Er beendete seine Karriere 2005 und ist heute unter anderemals Experte im ZDF tätig.

Italiens Nationaltorwart Gianluigi Buffon, die deutsche Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen und der brasilianische Fußballstar Adriano sind weitere prominente Fälle. Es ist zu anzunehmen, dass die Dunkelziffer weitaus größer ist.

Nützliche Links: