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Google als ganzheitlicher Werberiese?

Irgendwie verstehe ich die Strategie von Google derzeit nicht so ganz. Eigentlich hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben, sich auf den Online-Markt zu konzentrieren, um im Netz für User alles abzudecken. Und das macht Google ja auch bereits: Suchmaschine, Bildersuche, Videosuche, Produktshopping, Mail and more, Blog-Suche, Feedreader, Text und Tabellen, Werbung etc. etc.

Dabei konzentrierte sich der Riese bislang ganz auf den Online-Markt, um Kunden für ihre Programme und Werbeschaltungen zu gewinnen. Und jetzt? Heute landete ein ganz normales Print-Massen-Mailing in meinem Briefkasten, um mir die „4 Google Adwords-Prinzipien“ zu erklären und mich zum werben mit Google zu motivieren – verbunden mit einem hundsgemeinen 50 Euro-Werbegutschein. Da frage ich mich natürlich: Versucht Google jetzt den Verlagen u.ä. auch im realen Leben Konkurrenz zu machen? Oder anders gesagt: Will Google doch irgendwann zum ganzheitlichen Print-Online-Werbedominator aufsteigen?

Ach ja: Gute Offline-Kooperationspartner im Adress-Handling könnte Google durchaus noch benötigen. Denn unsere Agenturanschrift war so was von falsch, dass hier gleich mehrere Pfuscher am Werk gewesen sein müssen.

Google Printmailing

Neue Top-Level-Domains: .egal statt .com?

Neues aus dem Lande Internet: In vielleicht gar nicht all zu ferner Zukunft sollen neue Top-Level-Domains auf den Markt kommen. Statt der bislang geltenden .com, .de, .net, .biz und so weiter soll dann fast jede Begrifflichkeit als TLD zugelassen werden. Also zum Beispiel www.finale.oho, oder www.schland.gewinnt! So will es zumindest der ICANN, der seit rund 25 Jahren die TLDs und IP-Adressen im Netz verwaltet.

„Wir haben den umfassendsten Wandel auf den Weg gebracht, der Milliarden Internetnutzer in den kommenden Jahrzehnten betreffen wird“, sagte Icann-Präsident Paul Twomey der Agentur APTN. Die Öffnung für neue Domainnamen wurde zum Abschluss einer wochenlangen Konferenz in Paris einstimmig beschlossen. In der nächsten Etappe müssen Regeln für die Lizenzvergabe entwickelt werden (via Manager-Magazin).

Wozu führt das Ganze? Zu mehr Ordnung, oder zu mehr Chaos? Mehr Ordnung wird es sicherlich nicht geben, allenfalls werden die Suchmaschinen an Bedeutung gewinnen. Denn während man bislang noch zum Großteil auf gut Glück die wichtigsten Endungen einfach ausprobiert hat (und in der Regel damit gut gefahren ist) wird das Ganze jetzt zum va-banque-Spiel. www.deutsche.bahn oder www.eon.energie sind sicherlich nicht so einfach zu finden wie die bisherige Orientierung an Länderkürzeln resp. einem simplen .com.

Ach ja: Auch nichtlateinische Zeichen sollen ab der neuen Reform möglich sein. Passt insofern ganz gut, da mit der Einführung des großen SZ sowieso ein neues Tastaturlayout ansteht…

Prima Recherche-Tool für Verbraucher

Wer speziell nach Verbraucherinformationen sucht und bei den üblichen Google, Yahoo und MSN zu viele, zu ungenaue und vor allem irrelevante Ergebnisse befürchtet, sollte es mal mit der neuen Suchmaschine www.clewwa.de versuchen. Dieses Recherchetool hat jetzt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit online gestellt.

Auch wenn der Name sehr dämlich klingen mag, so ist Clewwa doch ein nützliches Tool, das bei der Suche auf einen festen Webkatalog mit Seiten von Verbänden, Universitäten, Behörden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen aber auch von Medien und Online-Portalen zurückgreift. Dabei lohnt sich die Suchmaschine jedoch nur bei den Themen – so www.clewwa.de – „Lebensmittel, Kosmetik, Textilien, Tabak, Bedarfsgegenstände, Futtermittel, Pflanzenschutz, Tiergesundheit, Umwelt und Gentechnik“.

Ein toller Service und hier durchaus hervorzuheben ist das umfangreiche Glossar, in dem die wichtigsten Fachbegriffe und Fremdwörter kurz und bündig erklärt werden.

Songza macht die Musiksuche schön!

Es ist gerade mal zwei Wochen her, dass ich auf dieses nette Tool für eine visuelle Bildersuche aus Zürich gestoßen bin, über das ich hier geschrieben habe. Jetzt schreibe ich schon wieder über eine Suchmaschine – und was für eine!

Alles fing eigentlich damit an, dass ich beim Surfen Arbeiten mal wieder im Netz nach der passenden Musik gesucht habe. Natürlich nach etwas kostenlosem – und bitte nicht so kompliziert wie iTunes und Konsorten. Und dann traf ich auf dieses wunderhübsche wie einfache Exemplar: Songza

Songza ist für mich die genialste Musik-Suchmaschine, die ich derzeit kenne. Schon das Interface erinnert in seiner Schlichtheit an den berühmten Suchmaschinen-Giganten, der ebenfalls seine Startseite von allem anderen frei räumte. Auch der Such-Ablauf ist easy: Einfach Song oder Band in das Suchfeld eingeben, aus den Ergebnissen die passende Musik auswählen und Song weitersenden, bewerten oder abspielen – auch noch ohne Ladezeiten!

Dieses Interface sollte sich wirklich jeder Website-Designer als kleine Anregung in seinem Gedächtnis parken und es beim nächsten Projekt wie Kai aus der Kiste präsentieren. Sein Gegenüber wird Augen machen!

Visuell suchen

Eine richtig nette Spielerei kommt jetzt aus Zürich, wo Tüfler sich jetzt eine ganz andere Art von Suchmaschine ausgedacht haben: oSkope. Mit dieser wird nicht mehr nach Begriffen gesucht, vielmehr dreht sich alles um die visuelle Suche.

Dabei funktioniert dies ganz simpel: Einfach unter Amazon, eBay, flickr oder youtube die gewünschte Bildersammlung auswählen, schon fliegen bis zu 160 Thumbnails auf die Seite. Schrittweise lässt sich jetzt die Suche thematisch noch weiter eingrenzen – sowohl länderspezifisch als auch thematisch. Ein Klick auf das erschienene Bild, schon lassen sich weitere Informationen zum Buch-, DVD- oder CD-Cover abrufen.

Eine wirklich hübsche Form der intuitiven Suche. Wenn jetzt die Macher dem Ganzen noch etwas Tempo verpassen, damit die Suche etwas schneller verläuft, dann wird oSkope sicherlich einige Freunde finden.